Nun denn. Um den Blog-Thron zu erklimmen, muss der gewiefte Schreiber in die Niederungen des Alltags hinabsteigen und aus einer lächerlichen Mücke einen imposanten Elefanten machen. Am besten, man zaubert ein bisserl. Live und ohne Netz. Nichts für Nerven- schwache. Simsalabim.
Der Dichter zu Wien versucht sich an Palatschinken
Keine große Sache. Möchte man meinen. Aber am Ablaufdatum des “Universal”-Weizenmehls kann man gut erkennen, wie oft in der Küche des Dichters gewerkt wird: Sommer 2007. Aber es sieht noch okay aus und wird verwendet. Die Zeiten sind ja längst vorbei, als man beim Nachbarn anläuten konnte, um sich etwas zu borgen.
Das Kochbuch ist ein Erbstück und stammt aus den 1930ern: “Was koche ich heute?” [2300 Speisefolgen und 2400 Rezepte!] Freilich, die gebrochene Schrift (Schwabacher Fraktur?) sollte man schon lesen können. Hier das Rezept:
Palatschinken: 10 dkg Mehl, 1 Dotter und 1 ganzes Ei, etwas Salz, 3 dkg Staubzucker werden mit zirka 1/4 Liter Milch zu einem glatten Teig verrührt. In einer Omlettepfanne lassen wir ein bisschen Fett sehr heiß werden, geben dann soviel Palatschinkenteig hinein, dass der Boden der Pfanne, die wir ein bisschen drehen, damit sich der Teig gleichmäßig dünn verteilt, bedeckt ist. Über den Feuer wird zuerst die eine Seite schön goldgelb gebacken, dann mit der Backschaufel gewendet und die andere Seite gebacken und nachher jedes Stück mit Marillenmarmelade gefüllt, zusammengelegt, auf einer Platte angerichtet und mit Zucker bestreut.
Klingt machbar, oder? Uhrenvergleich!
Es ist 13:11 und der Magen knurrt!
update:
14:35 Magen gefüllt. Ein bisserl flau. Kaffee köchelnd.





Hihi, man stelle es sich bildlich vor
Ich wünsche einen guten Appetit!
Von: mademoisellepunktchen am Samstag, 16 Februar, 2008
um 15:04
ist mutti nun krank?
Von: a_bolzer am Samstag, 16 Februar, 2008
um 15:13
Ja, die Phantasie ist der beste Blogger. Nö, Mutti ist nicht krank, aber der Sohnemann glänzt hin und wieder durch Abwesenheit …
Von: Richard K. Breuer am Samstag, 16 Februar, 2008
um 15:38
anstelle palatschinken, nenn’ es doch einfach omelette, dann kommst du deiner französischen schwärmerei entgegen, und es hört sich extrem elegant an, so ein omelette.
Von: maureen am Samstag, 16 Februar, 2008
um 17:50
In der Bretagne wurde ich süchtig auf Crêpes mit geschnittenen Bananen, dazu eine warme Schoko-Sauce und, man möchte es nicht glauben, das Ganze in einer zerlassenen salzigen Butter serviert. Mmmmh … das war lecker!
Ein Omelette ist aber keine Palatschinke und umgekehrt, gell Maureen. Als Wiener trennen wir da strikt
Von: Richard K. Breuer am Samstag, 16 Februar, 2008
um 18:12
Das erinnert mich an längst vergangene “Dalli-Dalli” Zeiten (wer von den Herr- & Damenschaften ist noch nicht zu jung um sich daran zu erinnern?) – fragte H.R. einmal, was eine Palatschinke sei. Antwort des Kandidaten: Eine spezielle Art von Schinken.
Ab zur Nachhilfe zu Herrn RKB!
Von: pebowski am Sonntag, 17 Februar, 2008
um 1:16
@peb
Das war Spitze!
Aber an die Frage kann ich mich nicht erinnern.
@bolzer
Was habe ich gelacht! Gut erkannt.
@RKB
Übe, übe – dann wirst du auch einmal eine gute Partie!
Von: LillY am Sonntag, 17 Februar, 2008
um 2:53
ehrlich gesagt, habe ich auch gedacht, das sei die oesterreichische antwort auf den parma-schinken. wie war ich danach enttäuscht!
Von: maureen am Sonntag, 17 Februar, 2008
um 10:56
@ Maureen: lass mir nur ein bisserl Zeit und ich mach aus Palatschinken (ungewollt) Parma-Schinken. Alles eine Frage von linken Händen …
Von: Richard K. Breuer am Sonntag, 17 Februar, 2008
um 11:40
@ LillY: Wie sagt meine Mutter immer: schau dazu, dass du eine Köchin kriegst!
Von: Richard K. Breuer am Sonntag, 17 Februar, 2008
um 11:41
“Dalli Dalli”? Im neuen Sender “Austria 9″ holen sie die altehrwürdigen Serien aus dem Keller:
“Die Straßen von San Francisco” – zeitloses Fernsehen – noch mit dem charmanten und feschen Michael Douglas und der Knollennase Karl Malden. Übrigens, für den Peb: hat er die Anspielung in Rotkäppchen geknissen?
Schrecklichst: MacGyver! Pure 80er-Kacke! Ich versteh nicht, wie man sich das damals anschauen konnte. Grottenschlecht von oben bis unten.
Von: Richard K. Breuer am Sonntag, 17 Februar, 2008
um 11:44
Die Straßen von San Francisco -hmmm, hab ich nicht oft gesehen – und in Rotkäppchen waren so viele Anspielungen – wie gesagt, ich bin mir dicher, nur die Hälfte entdeckt zu haben – sag mir die Seite und ich schau mal, ob ich drauf komme.
(und sag jetzt nicht, ich soll gefälligst das ganze Rotkäppchen noch mal lesen!)
Von: pebowski am Sonntag, 17 Februar, 2008
um 18:40
@ meinem dichter: “alles eine frage von “(f)”linken händen, mein lieber!
Von: maureen am Sonntag, 17 Februar, 2008
um 18:54
@ peb: na, im letzten Kapitel, da sollten eigentlich nur zwei “Bullen” vorkommen, oderrr?
Von: Richard K. Breuer am Sonntag, 17 Februar, 2008
um 21:31
@ Maureen: Flinke Hände habe ich schon: im Besonderen beim Dichten und beim Schreiben
Von: Richard K. Breuer am Sonntag, 17 Februar, 2008
um 21:32
@ dichter:… was anderes hab’ ich auch grad nicht gemeint…
)))
Von: maureen am Montag, 18 Februar, 2008
um 22:27