richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Tagesarchive: Donnerstag, 26 Februar, 2009

Eine Hausübung machen müssend

Bearbeite Tiret³ –  Brouillé (vermutlich Band 3) und nach dem ich die ersten Kapiteln auf den Kopf stellen durfte (musste), sind die weiteren “nur” qualitätszusichern. Was so viel heißt: durchlesen, korrigieren, durchlesen, korrigieren und wenn man dabei nicht einschläft, hat man schon fast gewonnen.

Als ich in der Schule tagträumte, Schriftsteller zu sein, da sah ich einen berauschenden Film vor meinem geistigen Auge ablaufen. Niemand, der einem sagte, was man zu tun hat. Niemand, der einem Vorhaltungen machen hätte können, weil man so spät aufgestanden ist oder die Nacht zum Tage umfunktionierte. Und so nebenbei werden die Bestseller geschrieben. Während ich also über einer Hausübung saß, sah ich die Zukunft hausübungsfrei. Und jetzt sitzte ich hier und mir kommt es wie eine Hausübung vor. Vom Gefühl. Irgendwie keine Lust. Trotzdem macht man, weil man es tun muss. Jetzt sind es nicht mehr die Eltern, die einem die Rute ins Fenster stellen, sondern das Eltern-ICH. Der Psychoanalyse sei Dank, weiß man endlich, warum man also auch noch mit 40 Jahren Hausübungen macht und vor dem Essen nicht nascht.

Gestern TS. getroffen. Ich frage ihn, wie ihm Schwarzkopf gefallen habe. Er zögert. Und sagt, dass es ihm nicht so begeistert habe. Aha. Kruzi, denke ich mir. Frage, was ihm nicht gefallen hat. Er zählt brav ein paar Sachen auf. Ich nicke. Und frage, was er von der Mördergeschichte hält. Er macht ein verdutztes Gesicht. “Was für eine Mördergeschichte?” Das ist der Moment, wo  man sich am besten ins Knie schießt (“Sorry folks, ich muss ins Spital!”)  Zu meiner großen Erleichterung stellte sich heraus, dass er nur den 1. Akt von mir zu lesen bekommen hat. Es besteht also noch Hoffnung. Für Schwarzkopf. Und für mich. Am Sonntag wird mir EJ., ihres Zeichens meine Lektorin, sagen, was Sache ist. Das ist dann wie in der Schule, wenn die Schularbeit zurück gegeben wird.

Eigenartig. Eigentlich wollte ich der Schule immer entfliehen. Und nun bin ich wieder mitten drin. Beängstigend.

Unter der Schulbank schaue ich mir heimlich Trailers an. Inklusive der Audiokommentare von Joe Dante oder John Landis oder anderen Filmemachern:  TRAILERS FROM HELL.COM - ist by far das Beste, was man sich als Cineast, Kinofreak oder Schaulustiger ansehen kann. Im Besonderen die Trailers, die John Landis vorstellt. Hilarious!

Zur Einstimmung empfehle ich:  “The Alamo” von John Wayne
http://www.trailersfromhell.com/trailers/245 (“this is a weird picture”)

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