richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Ludwig XVI vs. US-Präsident? Gleichstand!

»Wer erinnert sich nicht an die unerhörte Begebenheit in der Versammlung der Notablen vom November 1787. Der König suchte die Versammlung auf, um etwaigen politischen Reformvorschlägen seiner Minister Gewicht zu verleihen. Da es sich nicht um ein lit de justice handelte, hatte der König demzufolge auch nicht die Autorität, Recht zu sprechen. Trotzdem tat er es. Eine lange Pause trat ein. In Gedanken widersprachen wir alle dem König, aber verhielten uns ruhig. Nur der Herzog von Orléans fasste sich ein Herz und protestierte in einem ernsten Ton. Es sei ungesetzlich, sprach er zu seinem Vetter, zum König, worauf dieser – nicht erwartend, dass jemand gegen die königliche Autorität aufbegehrte und nicht gehorchte – den unglücklichen Satz sprach, der uns alle aufbrachte: »Es ist nicht ungesetzlich, weil ich es wünsche!« [Entnommen meinem Buch Die Liebesnacht des Dichters Tiret]

Saul Landau schreibt im Artikel The Big Wedding: Der US Präsident kann ein Staatsoberhaupt oder jeden anderen, von dem er meint, dass er es verdiente, ermorden lassen. Also was macht es schon, wenn der durchgeknallte Despot Gaddafi eines seiner Kind und Enkeln verliert? Wir hatten jedes Recht ihn zu exekutieren, weil wir innerhalb des Gesetzes agierten. Wie Richard Nixon in seinem Interview mit Frost 1977 erklärte: »Wenn der Präsident etwas tut, dann heißt es, dass es nicht illegal ist.«

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Wonderful lecture from Tariq Ali. See it: New Wars and New Media, 2006

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Graf Mirabeau in einem Brief an Dupont, 1779: »Es entgeht Ihnen nicht, dass man sich oft, sehr oft schuldig macht, wenn man gehorcht; dass das schlimmste der  Verbrechen, die der Mensch gegen sich selbst begehen kann, eben darin besteht, dass er sich Befehlen, dass er sich einer Regierung fügt, die ihm den Gebrauch seines Willens, seiner Meinung, seiner Gesinnung nimmt und in jedem Augenblick das Verbrechen für eine seiner Pflichten erklären kann.«

Eine Clique gieriger Bastarde hat Amerika, dem Pionier der modernen Demokratie, in eine Coporatocracy [Herrschaft der Konzerne] verwandelt, wo eine Hand voll Megakonzerne unsere Regierung, die politischen Parteien, die Gerichte, die Schulen und die Medien in der Hand haben. A cabal of greedy bastards has turned America, the pioneer of modern democracy, into a corporatocracy where a handful of nonhuman megacorps own our government, political parties, courts, schools and media. [Revolution in America – Will Corporatocracy or Democracy prevail? from Micah M. White, adbusters]

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