LESEPROBE PDF-Dokument
(0,5 MByte)
_____________________________________________.
Die Liebesnacht des Dichters Tiret
Mosaik der französischen Revolution in mehreren Bänden
Band I – Mirabeau – 1788

ISBN 978-3-9502498-1-1
Historisches Sittengemälde
Paperback; 18,8 x 12,5 cm
230 Seiten
Ladenpreis: € 17,90
alle Details gibt’s hier:
www.tiret.1668.cc
Band I: August bis Dezember 1788. Als der Gelehrte Aleksander Mickiewicz sich in die schöne Madeleine, Tochter eines polnischen Aristokraten, verliebt, ahnt er noch nichts von den mysteriösen Umständen seiner Herkunft und von den Ereignissen, die ihn bald unversehens in die politischen Umbrüche hineinziehen werden. In Begleitung des geheimnisvollen, zuweilen verschrobenen Marquis d‘Angélique begibt er sich auf eine gefährliche Reise nach Frankreich und begegnet dem genialen Vordenker der Revolution Graf Mirabeau und weiteren historischen Personen wie Baron von Dietrich, Grondel, Manduit, Gräfin de la Fonchais, Gräfin La Guyomarais, Antoine Barnave und Prinzessin Lubomirska.
Seine Welt beginnt, am Vorabend der Revolution aus den Fugen zu geraten …
überlieferte Briefpassagen: Mirabeau, Ludwig XVI.
Kapitelstruktur: Prélude „Der Schriftsteller und das Mädchen“ / Vorwort / Eine Ouvertüre in Frankfurt / Der Spalt einer Türe / Eine Andeutung, die Adelt / Ein Schlüssel, der sperrt / Der Marquis im Kleiderschrank / Umklammerungen / Eine Biene, die sticht / Die geweihte Pistolenkugel des Jan Potocki / Konspirative Billardstöße / Ein Zigeunerweib aus Jüterbock / Der Roman eines mäßig talentierten Schreibers / Frankreichs Tyrannei, Amerikas Freiheit / Zweitausend- achthundert Karat / Mirabeau / Die Berührung des Königs / Das verlorene Auge des Monsieur Duport / Der Brief des Monsieur Mickiewicz / Die Bitte zweier Frauen / Der silberne Spucknapf / Ursache und Wirkung / Verspätete Vaterfreuden und ein Entschluss / Historische Anmerkungen
Das war
die szenische Lesung
aus „Die Liebesnacht des Dichters Tiret“
.
WANN: Dienstag, 27. Mai 2008, ab 19 Uhr
WO: Café Prückel, Goldener Saal, Stubenring 24, 1010 Wien
WER: Karoline Gans, Erich Knoth, Johanna König, Barbara Lehner (die junge), Flo Staffelmayr, Iris Maria Stromberger, Irmie Vesselsky (Piano/Stimme)
Das war
die Buchpräsentation im MQ
von „Die Liebesnacht des Dichters Tiret“.
.
WANN: Freitag, 29.Feber 2008, ab 19 Uhr
WO: MuseumsQuartier – Quartier 21 – Saal D – 1070 Wien
WER: Katharina Rößler, Karl Brandl-Tomek, Ignaz Karall, Andi Ferner, Claudia Moretto, Erich Knoth










[...] der Lesung auf StreamOnTheFly Homepage des [...]
Von: Quartier für Digitale Kultur :: Lesung: Die Liebesnacht des Dichters Tiret :: February :: 2008 am Freitag, 29 Februar, 2008
um 22:53
Fazit: Die Sprache ist sorgsam gewählt und ermöglicht es, dass sich mit jedem weiteren Satz das Europa anno dazumal aufbaut. Jedoch verliert sich der Autor zwischen den Kapiteln 12 und 14 für meinen Geschmack zu sehr in den geschichtlichen Ereignissen der damaligen Zeit. So fühlte ich mich etwa an den Geschichtsunterricht im heißen Sommer 2001 erinnert, als ich feststellen durfte bzw. mir von der Professorin mitgeteilt wurde, dass ich manchmal schnarche. Zu meinem eigenen Glück währt dies nur über relativ kurzer Zeit in einer solch ausgeprägten Form und schon darf ich wieder um die wahre Liebe bangen.
Wer leichte Unterhaltungskost mit hohem Herz-Schmerz-Faktor sucht, wird bitter enttäuscht werden. Jene aber, die ein bisschen Geschichte und neues Wissen nicht scheuen, sollten sich wirklich an das Buch heran trauen. Ja, und Geschichtsstudenten, die gerade an ihrer Dissertation über diesen historischen Zeitraum schreiben, sei der Dichter Tiret zumindest als Tertiärliteratur empfohlen.
Von: sue am Montag, 31 März, 2008
um 12:43
Jetzt habe auch ich Tiret ausgelesen und war von der überraschenden Wendung am Ende sehr angetan – da war das Buch auch schon aus – sehr feine Lektüre. Außerdem hat mir die Erwähnung des Dschunibert-Prinzps am Anfang und das getunte Intro von RK 2069 am Ende super gefallen
Von: Ecki am Sonntag, 20 April, 2008
um 22:51
Feine klare Sprache, kompakt, viel Inhalt und Philosophie, sich verengende Kapitel hin zu einem Mirabeau den ich gleich ein paar Mal lesen muss, da er mir ein wenig sperrig entgegentritt; man wird in ein Ende entlassen, an dem sich der große Kreis der Geschichte schließt und der Titel seine Tiefe und Bedeutung bekommt. Das Ganze ist detailfreudig und vermittelte mir dadurch ein umfassendes und greifbares Bild des „Settings“.
Ich bin entzückt von der Geschichte des Buches und dem Gegenübertreten von Verstand und Emotion – auch für mich im Moment des Lesens. Ich habe unzählige Male über die Situationskomik geschmunzelt und die Hauptfigur ins Herz geschlossen. Von der Historie habe ich keinen blassen Dunst, vielleicht beeindrucken mich der Personenaufmarsch und die Anmerkungen deshalb so sehr. Fein ist, dass der Autor einen nicht im Dunkeln tappen lässt und die unwissende Leserschaft, wie ich eine bin, wird elegant und andernorts auch offensichtlich eingeweiht. Dankeschön.
Ebenso die Sprache: leichtfüßig sind da Sprachen eingewoben, die auch räumlich und philosophisch und geographisch gesehen viel Platz geben.
Ich freue mich darauf, es wieder und wieder zu lesen. Denn es stecken noch Schichten darin, die ich beim ersten Durchgang nicht gesamt erfassen konnte. Das Prelúde mit den offen gezeigten Streichungen hat mir das Gefühl vermittelt, eingeweiht worden zu sein in „geheime Prozesse“, so etwas wie ein Backstagepass. Allerdings finde ich es schade, dass man die gestrichenen Zeilen im Buch nicht so gut nachverfolgen kann wie in der PDF-Leseprobe am Bildschirm. Im Buch war es mehr ein Gefühl von „etwas vorgesetzt bekommen, das man nicht lesen darf“. Und dann, nach dem Prelúde noch ein Vorwort – ein persönliches und motivierendes und gar nicht unnötiges.
Und am Ende wieder einiges dazu zu lesen. Die Geschichte des Tiret ist eingebettet in Vor- und Nacherklärungen und zusätzlichen Erläuterungen. Ich fand das alles ganz angebracht und gut und erklärend und interessant. Besonders angetan war ich von der Fülle an gut platzierten und wie ich mir denke wohl ausgewählten Zitaten. Was mich hier am Ende irritiert, ist die kleine Szene im kleinen Spiegelsaal. Aber Rilke am Ende hat mich wieder versöhnt.
Von: vanilla_kanteen am Dienstag, 22 April, 2008
um 10:40