Dreimal ist keinmal

Gestern also zum dritten Mal im Theater, im TWW. Ich kann scheinbar noch immer nicht genug bekommen. Woran es wohl liegen mag? Natürlich, ich habe Anteil daran und freue mich, wenn gelacht und geschmunzelt wird, wenn das Publikum aufmerksam ist und die Pointen und Bonmots nicht nur gierig hinunterhört, sondern es sich diese genüsslich auf dem Ohr zergehen lassen. Aber der wahre Grund ist wohl die alles überstrahlende Sympathie, die jede Aufführung angenehm einhüllt und in ein berauschendes, ja erregendes Seelen- spiel färbt! Beinah könnte man danach süchtig werden. Ob ich morgen wieder hingeh?

Gestern. X. sagte mir ab („Babysitten für eine sehr gute Freundin“) Y. sagte mir ab („Ich hab es dir nicht versprochen!“). Ich war verärgert. Sehr verärgert. Also „nur“ mit T. ins Theater. Nach dem Umtrunk wieder zurück nach Wien, diesmal aber mit Jean Paul und Princess am Rücksitz. Unterhaltsam war’s, die automobile Kleinkunstbühne. Und aus dem Ärger ist Trotz geworden.

10 Kommentare zu „Dreimal ist keinmal“

  1. Die Bretter, die die Welt bedeuten, lieber Richard.

    Der letzte Satz gesprochen, die Lichter gehen aus und die Zuschauer jubeln, klatschen und applaudieren. Die Anspannung fällt von allen ab und das einzige was bleibt ist ein unglaubliches Glücksgefühl. Dann die Verbeugung. Alle kommen noch einmal auf die Bühne und holen sich den Applaus ab, den sie sich so redlich verdient haben. Regisseuren wird gedankt, alle Helfer werden auf die Bühne geholt. Man sieht nur in glückliche Gesichter. Und dann: Die letzte große Verbeugung. Alle stehen im Halbkreis, halten sich an den Händen und wissen: Sie haben es geschafft. Und waren besser als je zuvor. Und dann der Blick ins Publikum. Lächelnde, anerkennende Gesichter. Man hat gespielt und hat sie überzeugt, entführt in das Land der Fantasie? Ein Gefühl von Stolz, von Erleichterung. Ein unbeschreibliches Glücksgefühl und dazu der leichte verstohlene Anflug von Trauer, das es jetzt vorbei ist. Für dieses Mal! Applaus.

  2. Ja, die unerreichbaren Trauben (vulgo Theateraufführungen) schmecken am süßesten 😉

    @ bluna – ist sie nicht auch schon beklatscht worden? Bei einem Brass-Konzert? Merci für die vielen Zeilen. Schön gesagt.

  3. Ja, ich war selbst erstaunt von meinem vielen Geschreibsel….;)
    Ja und nicht nur einmal…Was meinst du, woher ich dieses Gefühl so gut kenne ??

  4. Na, ich mach ja auch schon seit 14 Jahren Musik. Da bleibt das net aus.
    Habe dem Dichter gerade eine Mail zukommen lassen. Er möge nachschauen.

  5. Du machst bereits seit 14 Jahre Musik? Da staunt er nicht schlecht, der Herr Dichter. Auf die CD mit Widmung bin ich äußerst gespannt, nein, eher begierig darauf. Habe der Musikerin gerade eine E-Mail zukommen lassen. Sie möge nachschauen.

  6. Na, bis jetzt ist mir noch nix gescheites eingefallen 😉
    Wo bleibt eigentlich ein neuer Eintrag vom Dichter (zu Wien) ?? Bluna wartet begierig drauf, gell. Sie haben Post!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.