Die Schlacht zu Wien oder 13 Schritte später

Weit nach Mitternacht. Lauer Abend. Selige Stimmung. Eine Annäherung. Mit einmal öffnet sich die verschlossene Türe, für einen Spalt. 13 Schritte weiter, 13 Schritte später ist sie noch immer nicht geschlossen. Jetzt gilt es, mit fester Hand die Türe zu öffnen und den einen, den letzten Schritt hinein zu machen. Was erwartet einen darin? Ewigliche Glückseligkeit des Augenblicks. Oder Pech und Schwefel. Und Schwefel hat die Angewohnheit, an einem lange Zeit haften zu bleiben. Nichts ist dann mehr so, wie es zuvor war, als die Hoffnung noch von der ewiglichen Glückseligkeit des Augenblicks träumte. Die Türe verschlossen und versperrt. Für lange Zeit. Vermutlich für immer.

Ja, die österreichischen Generäle und Feldmarschälle waren Meister im Übersehen des Feindes Lücke. Immer dieses Zaudern, diese Ängstlichkeit, man könnte zu viel versuchen und darob alles verlieren. Immer der Glaube, eine kleine Lücke in den Reihen des Gegners müsse noch größer werden. Abwarten. Abwarten. Abwarten. Vertan! Das Genie Napoleon hingegen verstand es, den richtigen Moment zu erkennen und mit aller Kraft in die Bresche des Feindes, die sich ihm darbot, zu schlagen. Woge um Woge wirft er gegen den Feind, bis dieser einsehen muss, dass die Schlacht verloren, die Kapitulation das einzige Mittel ist.