eine Werbetrommel, die rührt

… muss sagen, dass es sich bei rotkäppchen durchaus um eine der aussergewöhnlichsten schriften handelt, die mein auge bisher zu gesicht bekam. aber als alter douglas adams und philip k dick fan, konnte ich mich doch ganz gut darin zurecht finden, ich bin mal gespannt, wie es meiner freundin damit ergeht 🙂 und auch wenn es mir teilweise ein wenig zu explizit war, bildete sich doch ab und an der gedanke, dass uns ein bisschen virtuality in unserer welt gar nicht schaden könnte 🙂 alles in allem eine sehr interessante geschichte, mit interessanten einfällen und sehr unterhaltsam, die ab und zu sogar philosophisch die frage nach dem sinn des lebens stellt, nicht umsonst laufe ich manchmal augenreibend durch meinen tag und frage mich „wo ist der EXIT?“ 😉 […] dann will ich mal hoffen, dass du noch viele weitere leser durch meine kritik generieren wirst. [jens p]

Jeder, der sich selbstständig macht, der sich oder etwas von sich verkaufen möchte – für Geld oder Ru(h)m – steht vor dem alles entscheidenden Problem: wie mache ich mich/es bekannt, ohne dabei in ein anbiederndes Licht gerückt zu werden? Schon Herr von Knigge schrieb 1788, dass zu viel Andringlichkeit (ja, so hieß es damals) den Menschen verdächtig vorkomme.

Interessanterweise werden wir aber hellhörig, wenn jemand anderer von einem Dritten und seinen Dienstleistungen erzählt. Wir gehen davon aus, vermutlich unbewusst, dass dieser „objektiv“ über eine Sache befindet. Der Witz ist, dass wir den Aussagen einer Werbeagentur, die sich der Medien bedient (also zwei „objektive“ Informanten), eher glauben schenken, als dem Dienstleister bzw. Produzenten. Obwohl Werbeagentur und Medien fürstlich honoriert werden (und demnach natürlich nicht „objektiv“ sein können).

Und damit ich für heute mit einer guten Tat schließe (die Pfadfindercliquen waren mir schon als Kind verdächtig – zu viel Drill, zu wenig Spaß), möchte ich jemanden aus dem Schatten Ihres Alltags und auf die blog-Bühne zerren, wo sie uns sagen wird, dass eines ihrer Gedichte den Sonderpreis beim Literaturwettbewerb der Langen LeseNacht in Spaichingen erhalten hat. Sie liest dort im September auf der „Besetzungscouch“. Klatsch, klatsch, klatsch. Na bitte, war doch gar nicht mal so schwer, oder? [update] Äh, ja, liebe D., ich hab’s wirklich nur gut gemeint … aber wenn du unbedingt darauf bestehst, dann anonymisiere ich mal das Ganze. Eigenartig ist’s, für mich, dass frau sich vor dem Erfolg verstecken tut. Aber wer vermag schon in eine kreativsensible  Seele zu blicken?

 

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2 Kommentare zu „eine Werbetrommel, die rührt“

  1. Lieber Richard,
    um das nochmal zu erläutern: Du darfst mir natürlich gerne gratulieren, sofern es ehrlich gemeint ist und nicht bloß die herablassende Geste einer „guten Tat“, wie wenn man einem Bettler eine Münze in den Hut wirft.
    Aber so ein Aufdiebühnegezerre ist mir schrecklich peinlich, zweitens interessiert das hier bestimmt eh kein Schwein, und schließlich sollte eine persönliche Mail doch eine persönliche Mail bleiben, auch wenn man sie an einen Blogger schickt, meinst du nicht?

    Liebe Grüße.
    Diana

    PS: Warum es ein Sonderpreis ist? Weil in der Ausschreibung Kurzgeschichten gesucht waren, zum Thema „Besetzt“, (was mir dazu naheliegender- und anrüchigerweise einfiel, magst du dir als phantasievoller Mensch denken,) nur leider war es keine Kurzgeschichte sondern ein Gedicht, das am Ende dabei herauskam und insofern von vornherein aus der Wertung fiel. Aber offenbar hat der Text der Jury trotzdem so gut gefallen, dass er nun zum Sonderpreis verscherbelt und am 22. September von der Autorin in Spaichingen verlesen wird.
    *mit erdbeerroten Öhrchen wieder von der Bühne runterkletter*

  2. Meine liebe Diana,
    warum ich die „persönliche“ E-Mail von dir ver-öffentlichte, nun, die Antwort gibt der zweite Absatz meines Beitrages.

    Ich dachte mir (manchmal, ich weiß, mach ich mir eindeutig zu viele Gedanken, aber wie kann man diese abstellen?), dass du es gerne siehst, wenn sich jemand für deinen Erfolg freut und sich dafür interessiert und (wichtig!) sich die Mühe macht, es anderen näher zu bringen. Auch wenn sich hier „kein Schwein“ für deine „erdbeerroten Öhrchen“, respektive für den Sonderpreis, erwärmen mag, immerhin gibt es einen, der sehr wohl Anteil nimmt. Und alles fängt mit einem anderen Menschen an. Im Guten wie im Schlechten 😉

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