Die Glückskatastrophe des Herrn Kehlmann

Über die Katastrophe und das Glück der Schriftstellerei, von einem Schreiberling, der es wissen muss.

Mein erster Roman, „Beerholms Vorstellung“, die Lebensgeschichte eines Zauberers, dem Täuschung und Wahrheit in eins ver- schwimmen, wurde vor mittlerweile zehn Jahren von einem kleinen Wiener Verlag veröffentlicht und verkaufte sich schlecht.

http://www.welt.de/welt_print/article1349507/Die_Katastrophe_des_Gluecks.html
„Andy aus Wien“ machte mich auf den Link aufmerksam.

2 Kommentare zu „Die Glückskatastrophe des Herrn Kehlmann“

  1. Ich habe ihn nicht gelesen, den Daniel Kehlmann. Wobei ich mich ja nicht gerade intensiv mit der deutschen Gegenwartsliteratur beschäftige. Dennoch weigerte ich mich, dem aktuellen Zug aufzuspringen und mit den Vermessern die Welt zu vermessen. Es war mir irgendwie zu vermessen, es zu tun. Ich, die ich doch immer predige, man solle auch mal unbekannten Schriftstellern eine Chance und ihren Büchern zumindest kurzfristig ein zu Hause geben, wollte nicht als jene gelten, die nur „aktuelle Bestseller“ zu sich nimmt, verschlingt, jedes Wort zerkaut, schmeckt und runterschluckt. Nein, deswegen wehrte ich mich gegen Daniel Kehlmann. Ich verwehrte mich und ließ ihn keinen Einzug in mein Heim finden.
    Als ich unlängst gefragt wurde, ob ich nicht jenes Buch geschenkt bekommen wolle, meinte ich: „Dankeschön, der ist mir zu bekannt, aber „Tiret“ darf’s schon sein.“ Nun verbringt jener Mensch schon mehrere Wochen mit der Suche nach dem von mir angesprochen Buch, da ich aber bis dato noch keine Rückmeldung erhalten habe, setze ich hier mal einen Gedankenstrich. 😉
    Und wohl wird Eratosthenes noch einmal die Welt vermessen müssen, bis ich jenes Buch endlich in den Händen halten darf. Also schreib schneller, mehr und noch viel mehr. Und auch wenn die Leser weniger werden würden, hast du wenigstens etwas getan. 🙂

  2. “Dankeschön, der ist mir zu bekannt, aber “Tiret” darf’s schon sein.”

    Das, meine lieben Leser, ist mal ein honigsüßes Lob, das mir auf der schriftstellernden und verlegenden Zunge zergeht. Mmmmh. Zyniker, und solche, die es werden wollen, würden behaupten, ich schreib mir solche Kommentare selber – der Werbung wegen. Aber, so wahr ich Schriftsteller bin, ich habe mir nie, nie, nie einen Kommentar oder eine Feedback-Zeile selber geschrieben. Das ist förderhin das Letzte.

    Deshalb freut’s mich natürlich, dass man (ich) hin und wieder das Glück hat, jemanden anzutreffen, der nicht auf den Mund gefallen ist, sich getraut, in aller Öffentlichkeit zu schreiben, zu kommentieren und der weiß, um was es mir geht.

    Merci, liebe Sue. Sollte ich mal in Linz sein, werden wir gemeinsam deinen liebsten Bäckerfreund aufsuchen 😉

    ad „Tiret“: wird wohl erst Jänner/Feber 2008 werden. Zu Weihnachten musst dir halt noch den Kehlmann schenken lassen. Oder „Rotkäppchen 2069“ … ich glaub, ich hab sogar noch eines irgendwo bei mir herumkugeln …

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