richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Monatsarchive: April 2008

Schöner Rücken kann entzücken

Hier nun die Rückseite (U4) des Notizbuches „Tiret“. Sieht es nicht herrlich aus? Ich schätze, irgendwann einmal werde ich der schönsten Layoutgestaltung (schlankes A4 Format) der Welt begegnen, mich verknallen, heiraten und Kinder kriegen. Ich hoffe, sie machen mir keine Schande („Warum darf ich die Comic Sans nicht verwenden, Papa?“)

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Videoclip zur Buchpräsentation

Es ist geschafft, es ist vollbracht: der 5minütige Videoclip zur Buch- präsentation ist fertig geschnitten und vertont. Peter Bosch und „Felix“ Fröhlich haben ihre kritisch-professionellen Augen bereits darüberlaufen lassen und bis auf ein paar Kleinigkeiten keine Beanstandungen gehabt. Damit kann ich also das Video getrost der Öffentlichkeit präsentieren, oderrr?

Über den Videoschnittwahnsinn ist in späterer Folge noch zu berichten! Der Song „Run“ stammt übrigens von Irmie Vesselsky – sieht so aus, als hätte ich die wunderbare Singer/Songwriterin damit entdeckt 🙂

Familienbild


Mikrokosmos Erfolg

„Du bist ein Genie!“, empfängt mich S. an der Rezeption ihrer Firma. So fühlt es sich also an, wenn man bejubelt und beklatscht, hofiert und herumgereicht wird. Im Kleinen. Sozusagen durch das Mikroskop betrachtet. Aber was im Kleinen gefühlt und gedacht wird, wird auch im Großen gefühlt und gedacht. Keine gravierenden Unterschiede.

S. hat gute Kontakte zur Filmwirtschaft. Sie arbeitete ein paar Jahre in Hollywood (sagen wir: Los Angeles), ist wieder in Österreich und versucht seit längerem etwas auf die Beine zu stellen. Sie erzählt mir von amerikanischen TV-Komödien, die sie begeistern, die es aber noch nicht über den großen Teich geschafft haben. Sie gibt mir DVDs „zur Inspiration“. Und so kommt eines zum anderen. Wir erarbeiten in aller Schnelle ein Konzept für eine TV-Komödie und ich schreibe einmal ein grobes Gerüst für eine Episode. Ich gehe es mit ihr durch, sie will, dass ich daraus ein Drehbuch mache.

Gesagt, getan. Nach einer Woche liefere ich die erste Fassung ab. Sie gelingt nicht schlecht – aber es gibt Einwände („die Sprache ist zu heftig, Frauen könnten sich beleidigt fühlen“). Also überarbeite ich das Script. Glätte und schleife die Ecken ab. Zwei Tage später schicke ich ihr also Version Numero 2. Nach wenigen Minuten ruft sie mich an. Ist außer Atem, vor Aufregung. Obwohl sie nur die ersten Seiten gelesen hat, bemerkt sie, die Änderungen und ist hin und weg („als wäre es ein neues Drehbuch“).

script2

Tage später pitcht* sie das Drehbuch einem Produzenten.
Er wird es lesen.

Nun warten wir gespannt, was daraus wird. S. ist euphorisch, ich kann sie nicht zügeln („ich wüsste keinen Grund, warum er es nicht nehmen sollte“), sie spekuliert, sie träumt, sie hofft, sie wünscht. All das kennt ein Künstler zur Genüge. Seltsam ist es, wenn ein anderer sich in Illusionen verliert, die man selbst in die Welt geschrieben hat. Irgendwie faszinierend. Wenn gleich an diesem Drehbuch nicht mein Herz hängt. Apropos. Habe ich schon gesagt, dass ich heute Lektorin N. treffe, die mein Erstlingswerk gelesen hat? Ich werde heute mit ihr über eine mögliche Veröffentlichung reden. Ja, da bekomm ich Herz- flattern, wenn ich an die kleine Azadeh denke …

* pitchen/pitching: jemand von etwas überzeugen; zumeist handelt es sich dabei um Projekte im Kino-, TV- und Showbuisness.