EM: Viertelfinale 3

Samstag, 21. Juni 2008

Viertelfinale 3: russisches Fußballspektakel

VF 3, in Basel (20:45): Niederlande : Russland 1:3 n.V.
Sieger Gruppe C – Zweiter Gruppe D

Ich war hin und weg. Von den Russen. Fantastisch gespielt. Fantastisch gespielt. Fantastisch gespielt. Nicht gegen Unterstinkenbrunn. Nein! Gegen die Niederlande, die sich in der „Todesgruppe“ souverän an die Spitze setzten, dabei Italien, Frankreich und Rumänien vorführten. Viele, sehr viele, hatten deshalb die Oranjes auf der Rechnung für den EM-Titel. Alles sprach für sie. Und waren sie nicht ausgeruhter als die Russen? Weil sie (genauso wie die anderen Gruppensieger) das letzte Spiel mit der „B-Mannschaft“ spielten, während die Russen gegen Schweden alles aus sich herausholen mussten.

Aber erstens kommt es anders und zweitens als van Basten denkt. Natürlich hat man sich eine aggressive russische Mannschaft erwartet, die viel Laufarbeit verrichten wird. Aber die holländischen Spieler waren vermutlich von dem ganzen Hype um sie eingelullt. Vermutlich waren diese deutlichen Siege gegen den Welt- und Vizeweltmeister der Anfang vom Ende. Wer drei Spiele mit links gewinnt, muss keine Angst vor dem vierten Spiel haben. Sollte man denken.

Jetzt ist es nur eine Frage der russischen Kondition, ob sie das Halbfinale schaffen. Denn spielerisch und von ihrer Einstellung sind sie eine Wundertruppe. Arshavin sprintet nach 110 Minuten einem holländischen Verteidiger auf und davon. Wirbelt. Lässt nicht locker. Rechts und links immer wieder Sprints in den freien Raum (so, wie man es in den vorangegangenen Spiele von den Holländer sah), blitzschnelle Kombinationen und Schüsse aus allen Lagen und Distanzen. Während Snejder gegen Italien und Frankreich alles gelingt, er aus der Drehung ins Kreuzeck schießt, gelingt ihm in diesem Spiel nicht viel, vielleicht müsste man sogar sagen: rein gar nichts. Keines seiner Schüsse wirkt auch nur annähernd gefährlich. Auf der anderen Seite feuern die Russen eine Salve nach der anderen auf van der Sar ab, der alle Hände voll zu tun hat und gehörig ins Schwitzen kommt.

Ach, es ist herrlich, so einer Mannschaft auf die bodenständigen Füße schauen zu können. Wahrlich, ich bin begeistert – und das kommt selten genug vor. Aber wollen wir sie nicht über den Klee loben. Nicht, dass sie den Kopf verlieren und beim nächsten Spiel unkonzentriert sind. Das darf nicht passieren. Schließlich will ich sie am 29. Juni in Wien spielen sehen.

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Ein Gedanke zu „EM: Viertelfinale 3“

  1. ich lach mich echt tot, wenn das finale dann türkei – russland heißen würde 😉

    wie meinst du das mit der „pdf-diashow“? meinst du eine pps-datei (Powerpoint-Präsentation)?
    ich würde die pdf lieber als kleines feines heftchen in der hand halten 😉 auch mit s/w-zeichnungen sähe es noch gut aus.

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