EM: Finale

Sonntag, 29. Juni 2008

Finale: Viva España!

Finale, in Wien (20:45): Deutschland – Spanien 0:1

Welch eine Erleichterung. Die bessere, vielleicht sogar die beste, in jedem Fall aber die beständigste Mannschaft der EM 2008 hat den Pokal überreicht bekommen. Im Wiener Ernst Happel Stadion.

In den ersten 15 Minuten musste man schon Schlimmes befürchten. Nervös waren sie, die spanischen Kicker, machten Abspielfehler, standen zu Weit vom Gegner weg und irgendwie erinnerte man sich an die lauen Portugiesen, als sie im Viertelfinale auf die kampfstarken Deutschen (Fußball klingt manchmal nach Krieg) stießen. Ja, in den ersten 15 Minuten hätte die Löw-Truppe den Fuß in die Türe bekommen können. Aber wenig später begannen auch bei den Deutschen die Nerven zu flattern. Je länger das Spiel dauerte, je ballsicherer die Spanier wurden, umso weniger konnten die Deutschen dagegen halten. So zeigten die Iberer eindrucksvoll, wie man zu spielen hat, um Deutschland (und vermutlich jeden anderen Gegner) zu schlagen. Und hätte der Sieg nicht höher ausfallen müssen? Ein Stangenschuss. Eine Abwehr auf der Linie. Und die eine oder andere Rettungstat von Lehmann (der, wider erwarten, sicher wirkte). Auf der anderen Seite ist vielleicht noch ein mäßiger Ballack-Schuss zu verzeichnen.

Die Spanier haben also verdient gewonnen und ich mir den „Capuccino“ redlich erwettet, meine liebe Laura!

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5 Kommentare zu „EM: Finale“

  1. Gut so!
    Hier spricht der Fußballantifan (ich), der sich doch ein paar Spiele so im Vorbeigehen angesehen hat und fest mitkommentiert, als könnte er die Abseitsregel bereits aus dem FF erklären.
    Dieses Finalspiel war, wie fast alle Spiele der Deutschen eine Nasenbohrerpartie. Irgendwie wie Stottergesang beim Songcontest.
    Wenn die Maselscheiber auch noch gewonnen hätten, dann – na dann aber, war es nicht.
    Erleichterung pur!

  2. Nein, nein, Lehmann nicht „wider Erwarten“ sicher. Nach dem vorherigen Spiel war relativ klar, dass Lehmann dieses Mal die Mütze auf hat. Je schlechter das vorherige Spiel um so besser hält er im nächsten. Und gegen die Türken hat er wirklich getaumelt.
    Ansonsten: Tja. Habe vor dem Spiel zu meiner Tocher gesagt, dass ich dafür bin, dass die Besseren gewinnen. Aber dass da so gar kein Spiel aufkam bei den Deutschen. Ts ts ts.

  3. @ LillY: „Nasenbohrerpartie“? Naja, so fad war’s auch wieder nicht. Immerhin sieht man so eine deutsche Chancen- und Ideenlosigkeit sehr selten. Aber auch wenn sie einen schlechten Tag haben, darf man die Burschen nie unterschätzen – siehe Türkei.

  4. @ nomadyss: also, beim Lehmann weiß ich nie so recht, woran ich bei ihm bin. Vermutlich ist das erste Tor, dass er gegen die Türken bekommen hat, bezeichnend für ihn: er sieht ungelenk und unglücklich aus – einen Fehler hat er aber nicht gemacht.

  5. Die Spiele gegen die Türkei und Portugal waren die einzigen beiden, die annähernd an das herankam, was man sich von den Deutschen erwartete – so die Kommentare der anderen. Ich habe diese beiden Spiele nicht gesehen, mag es so gewesen sein. Wenn zwei von sechs Spielen gut waren, dann erscheint es mir nicht als gerechtfertigt ,ehr durch Masel als durch Können im Finale zu stehen. Was die Deutschen generell haben und sie auch im Geschäftsleben auszeichnet: Ein unerhörtes Selbstbewusstsein, trotz mangelnder Leistung. Sie würden nie, bzw. ganz selten öffentlich Selbstkritik äußern – fast schon eine amerikanische Lebensphilosophie.

    So, und jetzt ist genug mit Fußball, ein Indianer mit Schlag ist auch rund!

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