richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Ein schwarzer Buchumschlag mit Köpfchen

funcover

THIS IS FAKE!

Wer an einem Buchumschlag bastelt, braucht das gestrenge Feedback der anderen. Die Betriebsblindheit lässt einen oft genug in die falsche Richtung gehen, laufen oder (ver)rennen. Im Moment darf ich zufrieden sein, traue aber dieser Einmütigkeit nicht. Für das nebenseitige Cover habe ich vermutlich eine halbe Stunde gebraucht. Das ist kein Witz. Die Schriftart „Comic Sans“ einzusetzen verlangt mir alles ab! Da schüttelt es mich jetzt noch. Man glaubt gar nicht, wie schwierig es ist, das Cover eines durchschnittlichen Eigenverlegers zu produzieren. Ich frage mich, was einmal sein wird, wenn man die Zuschuss- und Eigenverlagsprodukte nicht mehr von einem anständig gemachten Verlagsbuch unterscheiden kann. Denn dass ein Buch vorwiegend des Covers und Titels wegen gekauft wird, habe ich (nicht einmal) an dieser Stelle verraten. Freilich, wenn der Autor oder die Autorin aus dem Werk vorliest, hilft auch der beste Grafiker und Setzer nix (dafür aber ein großes Ego).  Shit bleibt jedenfalls shit. Sodala. Jetzt setz ich mir wieder die rosarote Brille auf und blase mein Ego auf. Pustekuchen.

PK. (16.3.) „die Malermeisterin kann eigentlich nur begeistert sein. Sieht voll gut aus, lädt zum Lesen (und Kaufen) ein, macht neugierig.“

DG. (13.3.) „Ok, erste Reaktion auf das Cover : “Boa geil” mein Mann kanns bestätigen 🙂 schade, dass du es nicht hören konntest! […] Das Cover wirkt klar und doch ist es sehr facettenreich.“

SP. (10.3.) „I love it!!!!!!!!“ (12.3.) „einmalig“ (16.3.) „sehr gut“

PB. (12.3.) „Mit 3 Worten: gefällt mir gut!!! Keine gröberen Änderungswünsche. ;-)“

GE. (17.3.) „Das Cover ist dir wie immer perfekt gelungen und sehr augenfällig. Ich finde es super!!! Ich melde mich schonmal für ein Exemplar an :-)“

EJ. (17.3.) „gleich vorweg: das ist ein original Breuer-Cover! Ja, gefällt mir 🙂  Hab’s sofort genauer unter die Lupe genommen. Mir sind nur Winzigkeiten aufgefallen, die tlw. vmtl. einfach Geschmackssache sind.“

Manu* (17.3.) „Wow – sehr schön! Sieht echt professionell aus! 3 Mini-Anmerkungen, die aber wirklich nur persönlicher Geschmack sind…..“

TJ. (21.3.) „das gefällt mir! ist keines dieser klassischen layouts für die ISBN-3er-region, sondern orientiert sich schon an den anglosächsischen raum, odr?! außerdem kann das ganze – trotz anderer schriften – eine gewisse verwandtschaft mit dem tiret-ausgschau nit leugnen, find ich. KLASSE!!!“

*Schlapperlot, der Manu gefällt meine kursive Courier nicht, derweil bin ich super happy mit ihr, weil sie gar so reinfetzt – wenn man nicht wüsste, dass ich über eine Schriftart rede, könnte man meinen, ich hab sie nicht mehr alle

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10 Antworten zu “Ein schwarzer Buchumschlag mit Köpfchen

  1. Manu Dienstag, 17 März, 2009 um 22:46

    darf ich auch gucken?
    (wimperklimper)

  2. Richard K. Breuer Dienstag, 17 März, 2009 um 23:39

    Bitte sehr, bitte gleich. Gegen Wimpergeklimper ist man(n) halt machtlos 😉

  3. Wortman Dienstag, 17 März, 2009 um 23:46

    Mir scheint, Herr Schwarzkopf steht kopf wegen dem Schlitzer 😉
    Interessante Idee hast du da gehabt. Scheint ja auch anzukommen 🙂

  4. maureen v. nebenschauplatz Mittwoch, 18 März, 2009 um 19:51

    ach herjeminee. du meinst das cover, das kleine bildchen oben links? ich kanns leider nicht vergrössern, deshalb kann ich nicht allzuviel dazu sagen. was mich eher stört ist das dreimal „total super“ übereinandergeklebt. Irgendwie selbstlobisch. wenn es denn das wort in dieser art gibt. ich erkenn übrigens keinen „typischen breuer“ in obiger gestaltung… 😦
    hoffe, bist mir nicht böse deswegen, gruss maureen

  5. Richard K. Breuer Mittwoch, 18 März, 2009 um 20:00

    Also, wenn man jetzt glaubt, das obige Cover ist jenes, um welches sich alles dreht, dann schieß ich mir hier und jetzt ins Knie, in beide! 😉

    Der richtige Buchumschlags-Entwurf liegt noch in meiner Lade, wartend, sein Okay zu bekommen.

    PENG!
    *aua*
    PENG!
    *nochmals aua*

  6. pebowski Donnerstag, 19 März, 2009 um 0:05

    Tja, man kann eben auch mit Design Satire machen 😉
    Vielleicht hättest du noch eins drauflegen und die Schrift in die Länge & Breite ziehen und an einem Pfad krümmen müssen!

  7. Richard K. Breuer Freitag, 20 März, 2009 um 16:04

    Die Sache mit „Schrift in die Länge und Breite zu ziehen und zu krümmen, also, auf das bin ich gar nicht gekommen. Seltsam. Der Klassiker sind natürlich die MS Word – Typischen „Verhübschungen“. Aber wer weiß, vielleicht wird das auch noch mal hip!

  8. pebowski Freitag, 20 März, 2009 um 17:23

    Und dass du keinen Farbverlauf drinnen hast, enttäuscht mich auch sehr! 😉 Nur das „Total super!“ ist total super!!!

  9. Richard K. Breuer Freitag, 20 März, 2009 um 23:31

    Äh, ja, eigentlich wollte ich einen Farbverlauf machen, aber ich hab’s nicht geschafft und wollte auch nicht zu viel Zeit investieren. Tja. So einfach ist’s also auch nicht, ein satirisches Cover zu gestalten. Hm. Das wär doch eine interessante Sache: Weltmeisterschaft in Cover gestalten – oder: Deutschland sucht den Grafiker-Superstar.

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