to be Chrome or not to be Chrome

chromeHola. Hab ich irgendwie verschlafen, dass good old Google einen WebBrowser namens CHROME auf den Markt geworfen hat. Schlapperlot. Nach dem ich mit Apples Safari (so ein Name in Zeiten des Tierschutzes) nicht warm geworden bin, muss ich sagen, die Leutchen von Google wissen, wie man’s macht. Direkt unheimlich. Wenn das so weiter geht, dann werden die letzten Menschen auf diesem Planeten nicht gegen durchgeknallte Cyborgs kämpfen, sondern gegen ein vergoogeltes Superimperium („weißt du, mein Sohn, es gab eine Zeit, da bestand das Imperium nur aus einer Suchmaschine und einem Browser … und einer virtuellen Landkarte … all diese Gadgets dienten der Menschheit … aber dann … dann wurden die Menschen abhängig … und durch Wikipedia verlernten sie, eigenständig zu denken …)

Brave new world, kann ich nur sagen. Besser: Big brother ist watching you. Dank der Suchmaschinen können jetzt ausgefuchste und skrupellose Juristen nach Urheberrechtsverletzungen im Web fahnden (einfach die klassischen Zitate aus einem noch nicht gemeinfreien Buch eintippen und warten, was die Suchmaschine ausspuckt), ein Abmahnung rausschicken (dank der Impressumpflicht, findet sich die Adresse des Schuldigen natürlich auf Anhieb) und gutes (legales) Geld verdienen. Erst Letztens habe ich gehört, dass eine Firma einen Brief von einer Berliner (?) Anwaltskanzlei erhalten habe. Grund: auf der WebSite wurde das Zitat eines bayrischen Komikers ohne Erlaubnis „abgedruckt“. Die Forderung: € 25.000,- (natürlich einigte man sich später auf weniger). Also, liebe Leute, seid wachsam und auf der virtuellen Hut. 

Damit ich später sagen kann, dass ich es damals gesagt habe: die Juristen und der „wir-wollen-mit-dem-Internet-endlich-an-die-große-Kohle-kommen“-Kommerz werden das Internet zu einer Einbahnstraße machen. Von wegen Web2.0 und Interaktivität. Jede von dir gemachte und im Web niedergeschriebene Zeile kann später einmal gegen dich verwendet werden. Hola. Und wenn es schon reicht, dass du eine WebSite XXX aufrufst, um belangt zu werden oder Besuch zu bekommen („Grüß Gott, dürfen wir kurz Ihren PC beschlagnahmen?“), dann kann einem schon ganz schön schwindlig werden („Wo ist das Speibsackerl – vulgo Kotztüte?“).

Zurück zum Punkt. Wer an einer WebSite bastelt, muss sich das Ergebnis natürlich in den gängigen Browsern anschauen. Man will ja schließelich auf allen Browser-Hochzeiten tanzen und eine gute Figur machen. Grafische Ästhetik kommt schließlich nicht von ungefähr. 

P.S.: der Import der Favoriten aus Firefox hat in CHROME nicht geklappt – da scheint es tatsächlich ein Problem zu geben (sagt die Hilfeseite und schlägt vor, im System ein bisserl herumzudoktern). Aber es gibt diesbezüglich eine einfache Lösung: die Favoriten aus dem Firefox werden als HTML exportiert und in CHROME importiert. Funktioniert anstandslos. Freilich, ein bisserl herumschieben muss man dann natürlich schon, bis alles auf seinem gewohnten Platz ist. Und die Blumen muss man auch noch selber gießen, aber sonst schaut’s tadellos aus.

update: aha. da haben wir’s! CHROME kennt (noch) keinen Werbeblocker. Jedenfalls keinen so komfortablen wie bei Firefox. Tja. Damit hat Chrome das Nachsehen, wenn man hauptsächlich auf werbeintensiven Seiten surft. Nicht zum Aushalten, was einem da so entgegenschreit. Da bekomm ich Kopfschmerzen. Und wer zahlt mir die Schmerzmittel?

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3 Kommentare zu „to be Chrome or not to be Chrome“

  1. Ach. Kann ich jetzt gar nicht glauben. Apropos „Mighty G“, da hab ich ja was ganz Böses von denen gehört, nämlich dass das Unternehmen dafdasf Trillionen dadfsscvck,dd#12#3#3837 und 830eplc..e03ß

    Also, auf meinem PC hab noch immer ich die Hosen an. Hmmm. Merkwürdige Geräusche nähern sich …

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