richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Tagesarchive: Samstag, 9 Mai, 2009

Beweihräucherungskärtchen #3

[ad Leseprobe Schwarzkopf] Ich habe sehr gelacht auf meiner Zugfahrt, danke für dieses köstliche Amüsement! mehr davon! ich liebe diese “Heimattheater-Komik”. Ein Spongebob-guckender Bundeskanzler, herrlich! ich kann mir schon die Besetzung vorstellen! Ich plädiere für Tobias Moretti in der Hauptrolle und Tom Schilling als Ernesto! dieser österreichische Charme, ein Traum:-) bin gepannt wie ein “Pfitschipfeil”, was da noch kommen mag. Ganz schnell weiterschreiben und in Druck geben. Gut dass wir unser Interview nicht auf dem Klo führen :-) Und danach bitte “Wienerisch für Anfänger – extended edition!” nur für mich :-) wenn du auf Lesereise nach Deutschland kommst, nimm die Anti-Aging Creme lieber ins Handgepäck, das geht nicht so leicht verloren:-)

stempelschwarzkopf01Wunderbar, wunderbar. Der Humor von Schwarzkopf, so scheint es, dürfte nicht nur auf den Wiener bzw. österreichischen Raum beschränkt sein. Ersten Rückmeldungen aus deutschen Gefilden zu Folge. Freilich, kann gut und gerne daran liegen, dass jene welche sonderbare und seltsame Charaktere sind. Im besten aller Sinne zu verstehen, bitteschön. Mit Marijke aus Aachen werde ich in zwei Wochen ein Radiointerview machen. Übers Telefon. Huh. Mein erstes Interview auf Radio NÖ war kurz, knapp und streng („… über Sex und andere Perversionen. Äh, darf man das überhaupt im Radio sagen?“ – natürlich nicht!). Ich schätze, bei einem UNI-Radio geht es lockerer zu. Vielleicht sollte ich – um dem Klischee gerecht zu werden – mich vor dem Interview völlig besaufen, obszöne Meldungen abliefern und mich wie ein chauvinistisches Schwein aufführen. Das hätte Stil. Dumm, dass ich mich aber nicht so verstellen kann. Ja, die Kreativen von heute sind nur ein müder Abklatsch all der hart gesottenen Künstler von anno dazumal. Wahrlich, oft erschreckt es mich sehr, wie gut es mir eigentlich geht (bzw. gehen sollte), wenn ich so ein Beweihräucherungskärtchen anlege. Freilich, zwischen den Zeilen darf man nicht lesen. Aber keine Angst, ich verringere den Durchschuss und schon gibt’s keinen Leerraum mehr, zwischen den Zeilen. Ergo, gibt’s auch nix zum Lesen. Ja, ich weiß mir zu helfen.

Gestern Miss Verständnis kennen gelernt. Nett geplaudert. Sie kommt aus der Literatur-Szene (und weiß da viel zu berichten). Als ich hörte, dass Sie einmal mit einem Autor liiert war (und es nicht geklappt hat), war mir klar, warum sie mich so … kritisch beäugte. Wir Schriftsteller, wir sind ja sowieso alle beziehungsgestört (schlag nach bei W. Allens „Deconstructing Harry“). Aber zu guter Letzt haben wir einen Deal ausgehandelt. Soll mal einer sagen, ich wäre nicht kompromissbereit. Und eine kleine feine fesselnde Idee reift so nebenbei heran.

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