richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Marijkes Schwarzkopfgedanken

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Fazit erster Eindruck Marijkes: KOMÖDIE ist untertrieben :-) ich habe lange nicht mehr so gelacht, die Dialoge sprühen über vor Wortwitzen und Missverständnissen. Die Charaktere sind herrlich, gerade so detailliert beschrieben, dass sich das Kino wie von selbst im Kopf abspielt! mehr mehr mehr …

Wer sich nicht durch den Kommentar-Dschungel kämpfen will, für den gibt’s eine lesefreundlichere Version hier: LINK

Zugegeben, es ist ein erster Versuch. Der da lautet: man schicke Marijke D. aus Aachen die letzte Fassung von Schwarzkopf (das Endkorrektorat fehlt noch) und bitte sie, diese zu lesen und darüber zu schreiben. Immer dann, wenn ihr danach ist, kommentiert sie das Gelesene oder stellt dem Autor die eine oder andere Frage zum Inhalt bzw. zum inspirativen Hergang. Man könnte sagen, es handelt sich hierbei um eine Art von live-Feedback. Wenn Marijke also nicht gänzlich die Lust verliert (weiterzulesen bzw. weiterzukommentieren), dann sollten wir am Ende einen guten Einblick in die Krimikomödie „Schwarzkopf“ bekommen. Jetzt hoffe ich mal, dass ich mir damit nicht ins werbetechnische Knie schieße *peng*. Aber wer ohne Schussverletzung(en) an die literarische Spitze will, der hat nichts kapiert oder glaubt noch immer an den Osterhasen. *hüpf* Sodala. Dann schauen wir mal, was die liebe Marijke so schreibt. Okay, sie ist nicht lieb. Sagt sie. Ich sage, sie ist es. Aber gut, ich bin auch nur „ne Nase“.

Fazit letzter Eindruck Marijkes (nach zwei Tagen):  Schwarzkopf war ganz großes Kino! Ich habe viel gelacht, mir ist zwischenzeitlich die Kinnlade heruntergeklappt vor Schreck und ich hab vor Spannung an den Nägeln gekaut. Schwarzkopf ist erfrischend. Eine geniale Mischung aus Heimattheater, Slapstick und ja, fast schon Monty Python :-) […] Man muss den [Film] „Der dritte Mann“ weder gesehen noch gelesen haben, um Schwarzkopf zu mögen. Vielleicht ist es aber von Vorteil um die liebevoll inszenierten Anspielungen zu verstehen und noch mehr lachen oder den Hut vor dem Autor ziehen zu können. Der Schwarzi ist ein helles Köpfchen. Der wird ein Bestseller. […]

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übrigens, das coole Foto (Riesenrad!) zum Banner hat mir der gute Pebo zur Verfügung gestellt; ich war so frei, es zu verdoppeln. Ja, ja.

Marijkes youtube-Links habe ich leider, leider entfernen müssen; schließlich will ich ja keine Probleme mit einem Rechtsverdreher bekommen. Wer also das Internet zu bedienen weiß, weiß auch die erwähnten/zugehörigen Videoclips zu finden. Ja, ja.

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36 Antworten zu “Marijkes Schwarzkopfgedanken

  1. die Radiomarijke Donnerstag, 28 Mai, 2009 um 20:20

    Marijke soll also Schwarzkopf lesen. Und dafür sorgen, dass sich Richard nicht ins Knie schießt, weil ich zuviel verrate.

    Wie ich zu der Ehre komme, ist mir noch immer unerklärlich, schließlich habe ich von Richard den Kopf gewaschen bekommen, dass ich „the third man“ nicht kenne. Der Titel sagt mir ja was. Dass er schwarz weiß ist wusste ich auch – mit diesem Wissen konnte ich leider nicht beim Herrn Breuer punkten. Als Hausaufgabe bekam ich auf, ihn zu gucken (den Film, nicht den Breuer, wobei der bestimmt auch sehenswert ist). Gar nicht so leicht, wenn in der Videothek um die Ecke nur die neuesten Blockbuster, Horrorstreifen und Gina Wild-Filmchen vorhanden sind. Also Mister Google um Hilfe bitten (ich bin mir sicher es gibt ihn in „echt“). Geht doch:

    Der Dritte Mann (the third man) ist ein Spielfilm von 1949! „Schlapperlot“ (wie Richard zu sagen pflegt) wie soll ich den denn dann kennen? Da war ja nochnichtmal meine Mama unterwegs.

    Oha er soll bekannt sein für seine tollen Kameraperspektiven. Wenn ich den damals im Kino gesehen hätte (gab’s da Kinos?), hätte ich bestimmt brechen müssen. So wie in Pearl Harbour, als das Flugzeug steil nach unten geht und man, wenn man im Kino hinten in der Mitte sitzt, das Gefühl hat, man stürzt mit in die Tiefe.

    Also drei rote Kreuze, das dem nicht so ist.

    The third man spielt im Wien der Nachkriegszeit. Super. Ich war noch nie in Wien. Will ich schon hin seit ich 8 bin und Kommissar Rex gucken durfte. Der Prater, der Stephansdom, ach das sah so toll aus im TV, wenn Tobias Moretti (alle seine Nachfolger waren Milchbubis gegen ihn) mit Hechtsprüngen durch die Stadt raste und Rex nach wilden Verfolgungsjagden durch traumhafte Parkanlagen und dunkle Gässchen die Verbrecher stellte. Nach dem Krieg sah es da garantiert noch nicht so schön aus.

    Oha die (ja ich geb’s zu auf Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Der_dritte_Mann nachgelesene) Story klingt mir sehr nach Schwarzkopf! So ticken also die Schriftsteller: wenn man selbst kein Ideen hat, einfach mal ne alte Story neu aufmotzen, ein paar Namensänderungen hier, ein bisschen Humor da und schon steht ne neue Geschichte. Vielleicht sollte Richard sich dransetzen und die Handlung von Schwarzkopf einfach auf der Wiki-Seite vom dritten Mann einfügen. Mal gucken wie lange es keinem auffällt.

    Anmerkung des Autors: „Der dritte Mann“ dient(e) als Ausgangspunkt, sowohl für den realen Schriftsteller (yah, that’s me, folks), als auch für den fiktiven Protagonisten „Harald Schwarzkopf“, der für Hollywood ein Remake dieses Films in Wien drehen soll. Demzufolge gilt das zuvor gesagt „selbst keine Ideen …“ natürlich für Hollywood, nicht für mich. Coolio, ha?

    Ich bin gerüstet für das, was da kommen mag!

  2. die Radiomarijke Donnerstag, 28 Mai, 2009 um 21:58

    Lachen ist die beste Medizin! Wollte ich nie glauben. Ich hasse solche nichtssagenden Sprichwörter und leeren Redewendungen, aber heute kann ich zumindest für dieses eine meinen Daumen in die Luft strecken und sagen: YES, indeed!

    Mit Tropfnase, Halsweh, Gliederschmerzen und Fieber auf dem Sofa liegen und Kamillentee schlürfen: SO habe ich mir den Tag bestimmt nicht vorgestellt. Die Sonne genießen wollte ich, auf ein Konzert gehen und arbeiten. Stattdessen kriege ich Schwarzkopf geschickt und siehe da: nach ein paar Seiten war mein Zwerchfell ausgeleihert, die Augen tränten vor Freude und die Nase tropfte im Takt.

    Es fängt schon bei der besten Anrufbeantworteransage die ich je gelesen habe an. Kopfkino pur! mit Staubsaugergeräuschen im Hintergrund, zum Schießen. Ist mir auch mal passiert. Wollte eine nette Botschaft draufsprechen für alle, die mich anrufen. Tue es und sage zum Schluss: so, mal gucken ob das Ding das auch aufgenommen hat. Drücke auf den Knopf, will abhören und was höre ich? „Mal gucken ob das Ding auch aufgenommen hat“

    Schwarzkopf ist… anders. Anders als Rotkäppchen, anders als Tiret. Schwarzkopf ist EHRLICH. Ehrlich ist das richtige Wort. Jeder macht sich Gedanken wie es hinter den Kulissen eines Frühstücksfernsehens zugeht. Die Friede-Freude-Eierkuchen-Welt kann nicht auf Dauer aufrecht erhalten bleiben, irgendwo fängt der Putz an zu bröckeln und RUMMS fällt die ganze Fassade herunter. Bernhard und Bianca (ich werde das Bild der zwei Zeichentrickmäuse beim lesen der Namen einfach nicht los – das kommt davon wenn man so jung ist und mit den beiden aufgewachsen ist) sind das perfekte Klatsch-und-Tratsch-Moderatoren-Paar. Regen sich über die Faux-Pas der Hollywoodsternchen auf, dabei könnte man über sie selbst eine Soap drehen. Intrigen, Lügen, Leidenschaft. So ist das Showbizz nun mal. Oberflächlich, kalt. Jeder ist sich selbst der Nächste. Da schläft jeder mit jedem. Und wer sind die Leidtragenden? Na klar: die Kinder 🙂 super süß: Mamaaaa was ist ein… Schwanzlutscher 🙂 oder: Mama Mama der Mann hat sich ins Gesicht gestieben…Sex sells. Kotze und Schlägereien auch.

    Das gleiche gilt für die Vetternwirtschaft. Die Österreicher müssen ja immer alles verniedlichen „Freunderlwirtschaft“. Auch gut. Die Politiker sitzen in ihren Bonzenbüros, essen und trinken auf Staatskosten und lassen andere die Drecksarbeit machen. Da laufen keine aktuellen Börsenberichte im TV sondern Spongebob! Großartig 🙂 die Namen von niederen Handlangern werden sich aus Bequemlichkeit nicht gemerkt. (Klasse Wortwitze! Zum Brüllen!). Am liebsten mag ich Grünlicher. Nicht verwandt und nicht verschwägert mit Herrn Grünlich.

    Ich darf nicht zuviel verraten. Das ist das Problem, wenn ich etwas toll finde, muss ich es weitererzählen. Manchmal habe ich auch Interviews mit Menschen von denen ich denke: hallo? Haben die was genommen? Sind die noch ganz dicht? Der arme Schwarzkopf kann einem richtig leid tun. Mit jedem Schritt tappt er in ein neues Fettnäpfchen. Koffer vertauscht, Türe vorm Kopf, zugedröhnte Reporter und gefangen im Gepäckband, noch eben eine Schlägerei anzetteln und einen crazy Regisseur an der Seite: Prost Mahlzeit! So werden Hollywoodstars nicht alle Tage empfangen. Wobei das doch mal was wäre. Wer würde nicht mal aus Versehen Brad Pitts Koffer mitnehmen oder George Clooneys Nasenbluten stillen wollen…

    Klar, dass dem armen Schwarzkopf irgendwann der Kragen platzt. Das Flughafeninterview erinnert fast schon an den Ausraster von Klaus Kinski Unmögliches Interview Mit Klaus Kinski“ O-Ton Kinski: „unterbrechen Sie mich noch ein einziges Mal, gehe ich sofort nach Hause“ oder „da kommt jemand angeschissen und provoziert mich …“ oder „ich bin 45 Jahre alt und von so einer Analphabetin muss ich mir so einen Quatsch erzählen lassen“]

    Fazit erster Eindruck: KOMÖDIE ist untertrieben 🙂 ich habe lange nicht mehr so gelacht, die Dialoge sprühen über vor Wortwitzen und Missverständnissen. Die Charaktere sind herrlich, gerade so detailliert beschrieben, dass sich das Kino wie von selbst im Kopf abspielt! mehr mehr mehr….. MORGEN!

  3. die Radiomarijke Donnerstag, 28 Mai, 2009 um 22:03

    Nachtrag: Ohne das Wienerisch für Anfänger – Lexikon wäre ich aufgeschmissen 🙂

    Anmerkung des Buchautors: An dieser Stelle sei gewarnt: SPOILERS AHEAD! Marijkes Kommentare zum Buch sind wirklich eine Freude zum Lesen! Herrlich witzig und ausgesprochen frech und alles zusammen. Freilich, wer schon jetzt weiß, dass er das Taschenbuch lesen wird, der soll es bitteschön zuerst tun, dann wieder hierher kommen und mit Marijke über all die absurden Situationen und running gags lachen. Wer unschlüssig ist, muss selber entscheiden, wie viel er sich von Marijke „verraten“ lässt. Wer erst gar nicht die Absicht hat, das Buch zu lesen, den bekümmert das zu vor gesagt sowieso nicht. ENJOY!

  4. die Radiomarijke Freitag, 29 Mai, 2009 um 8:44

    Oh man, Ernesto möchte man echt nicht „in echt“ begegnen. Soviele Pillen wie der einschmeißt, muss der doch entweder Verstopfung oder Durchfall ohne Ende haben:-)

    Bei den rasanten Autofahrten in Schwarzkopf wird mir aber selbst beim Lesen schlecht. Ist es makaber wenn ich dauernd lachen muss, wenn Ernesto sich mal wieder aus dem Fenster beugen und sich übergeben muss? Richard sagt: ja, sehr makaber 🙂 Mir egal.

    Ich mag wilde Autofahrten. Und davon gibt es viele in Schwarzkopf. Sei es im Polizeiauto, im Taxi oder im als Taxi getarnten Fluchtauto einer Diebesbande. Herrlich. Habt ihr Spiderman gesehen? Ist das Teil 2 oder 3 wo Spidy und M.J. im Restaurant sitzen und plötzlich kommt das Auto durch die Scheibe geflogen? So in etwa habe ich es mir ausgemalt als die Herren Bundeskanzler, Staatssekretär, Investoren und Polizeipräsidenten bei einem Käffchen aus den großen Fenstern blicken (schließlich will man wissen was da für ein Tumult auf der Straße los ist) und rumms das Auto angekracht kommt. Leider doch nicht in die Scheibe. Das hätte ein fieses Blutbad gegeben.

    Blut gibt es NOCH relativ wenig im Schwarzkopf. Als ich das erste mal davon hörte, dass es in dem Buch um den Schlitzer von Wien geht, habe ich mir furchtbar entstellte Leichen, rieisge Blutlachen und einen blutrunstigen Mörder à la Hannibal Lecter vorgestellt. Vielleicht kommt er noch. 3 Leute sind tot. Das darf ich verraten, das steht ja auch hinten auf dem Buch drauf, wie man auf den Bildchen auf Richards Seite sehen kann. Nochmal an dieser Stelle: Das Cover ist echt super! Vorne wie hinten:-)

    Eine Person hat’s übel erwischt. Ich frage mich gerade, ob „the third man“ der Film ist, mit der berühmten „Kühler-Grill“-Szene. Richard? FRAGE: ist „the third man“ der Film mit der berühmten Kühlergrill-Szene? Wo ein Mann (aus einem Kornfeld???) herausläuft, nach links guckt und die Kamera nur noch eine Großaufnahme vom Kühler eines großen LKW’s macht? Wenn ja: DER ARME OTTO SITTICH. Tragischer Tod. Oder wie Grünlichers Kinder sagen würden: „Mama Mama der Mann hat kein Gesicht“ 🙂 ein gefundenes Fressen für die Presse. Herrlich wie Schwarzkopf und Ernesto die Beerdigung aufmischen. Aber recht haben sie. Kann ja jeder behaupten in dem Sarg liegt xy. Könnte ja auch wz sein. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Herrlich! Ich darf nicht zuviel verraten, aber die Beerdigung ist bisher meine absolute Lieblingsszene. Kopfkino vom Feinsten! Lachkrämpfe vorprogrammiert, auch wenn es (bei guter Vorstellungskraft) echt makaber ist. Chapeau Richard, die Beerdigungsszene übertrifft sogar den Jahrmarkt der Gelüste in Rotkäppchen, zumindest was meine Fantasie angeht:-)

    Ich finde jeder sollte einen Ali als Hausmeister haben. Der rappt, gute Laune verbreitet und mit seinen nicht ganz hervorragenden Deutschkenntnissen für lustige Missverständnisse sorgt. Man sollte der Ära der alten, missmutigen und griesgrämigen Hausmeister, die nur rummeckern und selbst keinen Handschlag tun, ein Ende setzen. Schade dass man Ali auch schnell ein Ende gesetzt hat. Ob auf seinem Grabstein „Rap in Peace“ stehen wird? 🙂 Ich frage mich gerade, ob ich schon den Punkt, an dem Richard sich ins Knie schießen wird, erreicht habe, oder nicht.

    Nein, kein PENG zu hören. Also gut. Die Deutschen kommen nicht ganz so gut weg in Schwarzkopf. Ich kann trotzdem darüber lachen (vielleicht liegt’s an den niederländischen Genen?). Bis auf das Stahlhelm-Klischee. Ihr werdet’s sehen bzw. lesen. Herr und Frau Sandstein sind so was von deutsch. Deutscher geht’s gar nicht mehr. Besserwisser, Ordnungsfanatiker, Perfektionisten. Die beiden ergänzen sich herrlich. Klassischer Fall von fremdschämen wenn die beiden zusammen aufkreuzen und Unruhe stiften. Immer zur falschen Zeit am falschen Ort die falschen Sätze. Ich finde es richtig dass Herr von Sandstein immer einen auf den Deckel bekommt, im wahrsten Sinne des Wortes. Was muss er sich auch so aufspielen. Sollen die sich doch mit ihrer schicken Suite und Theaterkarten zufrieden geben und einfach nur die Klappe halten. Aber nein… herrlich wenn Sie hysterisch „Hermann, Hermann“ ruft.

    Manche Situationen in Schwarzkopf grenzen schon an Slapstick. DA sind Dialoge und Szenen, die kann man sich auch gut im Bühnenprogramm eines Comedians oder als Sketch in einer TV-Comedy-Show vorstellen. Mein Lieblingswitz: Schwarzkopf steigt in den Aufzug, sagt „runter“, drückt auf den Knopf und die „Mitfahrerin“ kauert sich auf den Boden 🙂 Flachwitz aber gut 🙂

    Es gibt eine Szene in Schwarzkopf, in der habe ich mich gefragt, ob sie autobiografisch ist. „RICHARD!“ habe ich gesagt: „Basiert die Handyklingeln-Idee im Konzert auf einer wahren Begebenheit oder einem Richardtrauma – sprich: hast du auch jedes Mal Schiss wenn du im Konzert/Theater/der Oper bist, dass dein Ding bimmelt und du rausgeworfen wirst? :-)“. Natürlich wollte der werte Herr es nicht zugeben. Und hat seine Agentin vorgeschoben. „Die Handyklingel-Idee stammt von meiner „Agentin“, die in eine ähnliche (natürlich nicht so ausufernde) Situation geraten ist, während einer Theaterperformance, wo einer der Schauspieler schon recht ungut wurde 😉 Ja, die Sache mit dem Handy, das während einer Vorstellung bimmelt, also, freudianisch gesehen würde ich sagen, dass es diese tiefe Angst, mit heruntergelassener Hose vor ein Publikum zu treten, oder?“. Jetzt wissen wir bescheid. Also, lasst euch gesagt sein: NIE NIE NIE im Konzert, Theater oder der Oper das Handy anlassen. Wenn es klingelt, könnte es fatale Folgen für den/die Besitzer haben. Beste Lösung à la Schwarzkopf: einfach schnell das klingelnde Ding weiterreichen und den Verdacht auf wen anders lenken:-) sollte ich mir merken, wenn ich das nächste Mal im Kino sitze und mein Handy während der spannenden Zweikampfszene in James Bond anfängt zu bimmeln und Ali M. mit seiner Crew hinter mir sitzt. Schnell Liesel Müller eine Reihe weiter vorne in die Hand drücken, weiter Popcorn knabbern und so tun als sei nichts gewesen.

  5. Richard K. Breuer Freitag, 29 Mai, 2009 um 9:16

    Der „Flachwitz“ ist übrigens tatsächlich geschehen. Hat mir meine Agentin erzählt. In New York ist … ihre Tante (sagen wir mal, es war ihre Tante) in den Hotelaufzug gestiegen. Zwei Stockwerke später steigt ein übel aussehender Schwarz(afrikan)er ein und sagt „down!“. Die Tante, völlig verschüchtert, legt sich auf den Boden und zittert um ihr Leben. Der Schwarz(afrikan)er muss lachen. Wie sich später herausstellt, war es Will Smith (der so nett war, die Hotelrechnung der Tante zu übernehmen).

    Die Realität erzählt zumeist die besten (vielleicht auch flachsten) Witze, nicht?

  6. Richard K. Breuer Freitag, 29 Mai, 2009 um 9:17

    ANTWORT KÜHLERGRILL-Szene: Nö. Den Unfallhergang sieht man nie genau im Film „the third man“.

    Anmerkung: eine „Unlogik“ bezüglich Kanalszene konnte ausgeräumt werden. Ich habe mir erlaubt, den Kommentar diesbezüglich abzuändern – mit Erlaubnis von Marijke.

  7. die Radiomarijke Freitag, 29 Mai, 2009 um 9:20

    1. Will Smith sieht doch nicht ÜBEL aus 🙂
    2. vor dem wär ich auch gerne in die Knie gegangen 🙂
    3. da sag noch einer Hollywood-Sternchen seien keine Gentlemen!
    4. „flach“ war nicht negativ gemeint 🙂

  8. pebowski Freitag, 29 Mai, 2009 um 10:08

    Schaut doch nett aus meine Riesenradverdoppelung! Merci! Der weiße Punkt rechts und links ist übrigens kein Dreck auf dem Sensor, sonderrn der Mond.

    Marijke: ob es damals schon Kinos geab?! Damals gab es in Wien noch viel mehr Kinos als heute. Praktisch an jeder Ecke!

    Freundliche Warnung vor einem Wienbesuch: der kann ganz, ganz üble Folgen haben. Du kommst, willst nur kurz dableiben – und plötzlich erwischt dich die Wiener Krankheit: unfreundliches Kellner in Caféhäusern, alles funktioniert irgendwie aber nie so wie es soll, die interessantesten Sehenswürdigkeiten sind nicht der Stephansdom oder der Prater, sondern der Zentralfriedhof, die Steinhofgründe mit den Irrenanstalten, die Kanalistaion (wo Teile des Dritten Mannes spielten) – eigentlich ist alles ziemlich unmöglich und ganz langsam und hinterhältig macht sich in dir ein gewisser Schlendrian breit – und das war’s dann: irgendwie willst du dann nicht mehr weg oder kannst nicht oder fragst dich warum überhaupt. Irgendwie halt.
    Also sag dann nicht: ich hätte dich nicht gewarnt. Hilft aber eh nix! ;-))))

  9. die Radiomarijke Freitag, 29 Mai, 2009 um 11:02

    Oh weia, 1000 Dank für die Warnung, ich sehe schon: Wien ist wie Paris, ein Besuch und schwupps ist man angesteckt mit dem Fieber, diese Stadt bis in die Tiefen ergründen zu wollen. In Paris spaziere ich auch lieber über die alten Friedhöfe statt mir den Eiffelturm anzusehen, schlendere durch enge Gässchen oder könnte Stunden vor dem Haus Victor Hugos sitzen und den Vögeln beim Singen zuhören. Paris je t’aime! Vielleicht will ich ja nach Schwarzkopf eine Gspusi (danke Richard für das Wort) mit Wien eingehen!

  10. die Radiomarijke Freitag, 29 Mai, 2009 um 11:16

    ich fahre nie mehr Riesenrad! Pfui Teufel! jetzt weiß ich auch woher das Wort „vögeln“ für Geschlechtsverkehr kommt. Manche machen’s halt in luftigen Höhen wie die Flatterviehcher. Mein Bild vom edlen Gentleman Schwarzkopf ist zerstört worden. Und Richard verdoppelt das Riesenrad auch noch da oben. Unmöglich:-) wie die Kinigelhasen (mein absolutes Lieblingswort in Schwarzkopf)!

  11. die Radiomarijke Freitag, 29 Mai, 2009 um 11:23

    Nachtrag: Weltbild wurde noch schlimmer zerstört: Richard war noch nie in Hollywood, schreibt aber trotzdem so, als kenne er jede Eigenheit der dort Lebenden 🙂

  12. die Radiomarijke Freitag, 29 Mai, 2009 um 11:33

    🙂 auf youtube gefunden: Elizabeth Schwarzkopf „Meine Lippen, sie küssen so heiß “ 🙂

  13. pebowski Freitag, 29 Mai, 2009 um 11:59

    Tipp für den Wienbesuch: Gspui ist sächlich (zumindest das Wort ;-)), heißt also das Gspusi – nur damit du dich nicht gleich als Nordnachbarin outen musst.
    Detail am Rande: am Küniglberg steht das ORF-Zentrum – Assoziationen mit dem Paarungsverhalten der Wildkaninchen sind natürlich völlig zufällig und ungewollt!

  14. die Radiomarijke Freitag, 29 Mai, 2009 um 12:03

    Schwarzkopf weist aber ganz schöne Verschliesserscheinungen auf. Verschlissen (?) wird viel in Schwarzkopf: Koffer, Pillen (Ernesto nimmt alles, egal ob Antiaging- oder Haarverlängerunspastillen 🙂 ), Männer (Schauspielerinnen sind Raubkatzen!), Handys, Anzüge, Programmhefte…

    Wer Running Gags mag, kommt bei Schwarzkopf auf jeden Fall auf seine Kosten. Ich selbst mag auch das Spiel mit Wiederholungen. Man liest dann schon im Hinblick auf die Running Gags weiter: jaaa gleich verliert Schwarzi (hört ihr schon seine Schreie: NENN MICH NICHT SCHWARZI!!!) wieder sein Handy, gleich kriegen sie wieder Geld für neue Anziehsachen, in ein paar Seiten kommen Sie wieder aus dem (ACHTUNG SPOILER) Gefängnis frei.

    Ich könnte mich jedes Mal auf dem Boden kugeln wenn eine bestimmte Person versucht, eine andere bestimmte Person telefonisch zu erreichen (wie wichtig dieses Telefont ist sagt Richard uns des Öfteren) und das Telefon dann leider immer in den ungünstigsten Situationen klingelt und leider Gottes weitergereicht oder („über Bord“) geworfen werden muss. Ich bin gespannt, ob es noch zu der langersehnten Kontaktaufnahme kommen wird. Sehnsucht ist schließlich eine der schönsten Süchte.

    Mit jedem weiteren Kapitel ziehe ich den Hut vor der Idee, den Kapiteln Filmtitel zu geben. Wer die Filme kennt, schweift vorm Weiterlesen auch gerne noch ab in die Gedanken an den jeweiligen Inhalt bevor es dann weiter geht im Schwarzkopftext. „Coolio“ würde Ernesto jetzt sagen.

  15. pebowski Freitag, 29 Mai, 2009 um 12:03

    Oder du findest ein Gspusi in Wien: was natürlich den Bleibenwollen-Reflex ins Unermessliche steigert. Aber wie das mit einem Gspusi eben ist: es ist sehr flüchtig, dann ist es vorbei, aber Wien lässt dich trotzdem nicht los. Lost in Vienna.

    • die Radiomarijke Freitag, 29 Mai, 2009 um 12:10

      ich sagte bereits zu Richard: gibt es überhaupt eine Liebe, die nicht temporär ist? Egal ob Gspusi oder Patscherl: Lost in Vienna hört sich nach dem nächsten Bestseller an, ich wette Richard hat schon sein Notizbuch gezückt

      • pebowski Freitag, 29 Mai, 2009 um 12:40

        Ja, der gute Richard ist ja ein ganz fleißiger – aus dem muss ja was werden!!!
        Wenn es kein Rechtschreibfehler war: die nächste Wien-Lektion (du wirst sooooo was von gut vorbereitet herkommen!): a Patscherl ist entweder die Koseform für Hausschuh (Patschen (was allerdings auch ein geplatzter Autoreifen sein kann)) oder ein ungeschickter Mensch/Kind. Was du meinst wär ein Pantscherl.

      • pebowski Freitag, 29 Mai, 2009 um 12:45

        Und pantschen bedeutet auch ein Getränk mit nicht ganz richtigen Zutaten „aufzuwerten“, z.B. ein gepantschter Wein.
        Verwirrend genug? 😉

      • Richard K. Breuer Samstag, 30 Mai, 2009 um 14:35

        … zückt sein Notizbuch …

  16. die Radiomarijke Freitag, 29 Mai, 2009 um 12:48

    oh man oh man oh man, das Wienerisch für Anfänger Buch wird immer dicker und dicker. Ich dachte schon Pantscherl wäre eine Badewanne 🙂 aber Patscherl passt ja zu mir, Ungeschick ist mein zweiter Vorname.

  17. die Radiomarijke Freitag, 29 Mai, 2009 um 13:25

    🙂 Kennt jemand der zerbrochene Krug von Heinrich von Kleist? Musste ich in der Schule lesen. Habe einmal nicht aufgepasst und meine Lehrerin hat mich drangenommen mit der Frage „Marijke, was bedeutet das?“. Meine Sitznachbarin wollte mir helfen und deutete mit einem Finger auf eine Textstelle. Da stand (ich konnte nicht genau sehen wohin ihr Wurstfinger zeigt): Alle anwesend, jedoch ohne Licht. Für mich war die Antowrt klar: „Jetzt sitzen sie im Dunkeln!“. Ich konnte das wütende Schnauben meiner Lehrerin erst 2 Tage später verstehen, als ich dann selbst den zerbrochnenen Krug gelesen und festgestellt habe, dass einer der Figuren Licht mit Nachnamen hieß 🙂 warum ich das erzähle? weil mich eine Szene aus Schwarzkopf (die unlogische Kanalszene, die aber hoffentlich noch aufgeklärt wird) daran erinnert. Schwarzkopf und Ernesto geht leider kein Licht auf, sondern aus. Aber im Dunkeln ist ja bekanntlich gut Munkeln.

    Ernesto erinnert mich im Laufe der Geschichte immer mehr an den verrückten Spike aus dem Film Nottinghill 🙂

    Oha Schwarzkopf hat also auch einen Keller mit dunklen Geheimnissen. Was so eine Damenhandtasche im Scheinwerferlicht so alles zu Tage fördert. Super witzig inszeniert!
    Auch wenn einige Frauen Richard lynchen werden ihren Lieblingsfilmtitel durch den Kakao gezogen zu haben und das dazugehörige Titellied auf die (witzige) Spitze getrieben zu haben (ich inklusive): die Idee ist nicht von schlechten Eltern. Wenn schon Karaokeklischee, dann richtig!

    Erkenntnis des Tages: Trinke nie Kinderbowle, denn du weißt nicht, wer zuvor seine Finger drin hatte! It’s getting hot inside!

  18. die Radiomarijke Freitag, 29 Mai, 2009 um 14:50

    *schmacht* Frauen: es gibt auch was fürs Herz! *hüpf* es lebe das Frühstücksfernsehen!

  19. die Radiomarijke Freitag, 29 Mai, 2009 um 20:07

    Die Augen überschlagen sich fast, so schnell folgt jetzt dem einen Wort das andere. Schwarzkopf legt ab der Mitte nochmal einen Zahn zu an Geschwindigkeit. Ein Ereignis jagt das nächste, alls läuft auf eine Frage hin: WER IST DER SCHLITZER? ich hatte ja von Anfang an meine Theorie. Die hat sich zunächst bestätigt. Das fand ich langweilig. War schon kurz davor dem Richard zu mailen, dass das ja mal mehr als fad ist, dass der Leser schon zu Beginn weiß, wer der Schlitzer ist und dann nur noch müde lächelnd überfliegen kann, wie die Polizei die Mordfälle löst. Doch Richard bleibt seinem Stil der unerwarteten Wendungen und absurden Storylines treu. Natürlich bleibt nichts so wie es war. Natürlich ändert sich die Meinung wer denn nun der Schlitzer ist noch mindestens 3 Mal. Und natürlich ist es am Ende jemand noch ganz anderes. Das ist auch gut so. Der Aha-Effekt ist der schönste Effekt. Ich habe lange einatmen müssen, um zu verarbeiten wie gewitzt das ganze doch ist. BITCH möchte man ausrufen (Entschuldigung für die Wortwahl aber die lässt nach Schwarzkopf nunmal zu wünschen übrig) – ich verrate aber nicht zu wem.

  20. die Radiomarijke Freitag, 29 Mai, 2009 um 20:23

    eines wird man durchs Schwarzkopflesen auf jeden Fall: abgebrüht! so abgebrüht, dass man sogar darüber lachen kann, wenn von Teroranschlägen und mutmaßlichen Terroristen aus Hollywood die Rede ist. Das 9/11-Trauma ist bei mir durch Schwarzkopf ein bisschen gelöst worden. Man man man was wird die Boulevardpresse doch durch den Kakao gezogen. Da merkt man erst einmal was man doch jeden Tag für einen Quatsch liest oder im TV sieht. Das Schlimme ist ja: man tut es gerne. Ich auch, gebe ich zu. Ist doch auch viel schöner sich einlullen zu lassen mit News über die Reichen und Schönen und über angebliche Eskapaden von B-Promis. Wir suchen ja förmlich schon nach Katastrophen und wilden Auswüchsen. Was wirklich wichtig ist, interessiert uns doch schon lange nicht mehr. Schlagzeilen-Verschlinger sind wir.

    Die machen Ernesto und Schwarzkopf an jedem Tag, den sie in Wien verbringen: Schlagzeilen! Finde ich super umgesetzt: in Form von kleinen Zeitungsartikeln, die Geschehnisse überspitzt Revue passieren zu lassen! Täglich steht die Stadt ein bisschen mehr auf dem Kopf. Oder unter Wasser. Wer denkt, dass es Tsunamis nur in Thailand gibt, sollte wirklich mal Schwarzkopf lesen:-) bei uns im Studio steht nicht ohne Grund ein großes Schild: Lass die Finger von Maschinen, die du nicht kannst bedienen! Hätte man vielleicht auch in eins in die Wiener Kanalisation hängen sollen.

    Ein sehr witziges Missverständnis übrigens: Im Buch heißt es irgendwann, dass jemand in die Kanalisation flüchtet. Wenn ich das lese, denke ich: oha ist er/sie ins Klo gesprungen? Richard klärte mich aber auf, dass in Wien alte Häuser Zugänge zur Kanalisation haben. Das muss man erstmal wissen. Schließlich fällts ja auch auf wenn jemand auf der Straße erstmal nen schweren Gullideckel aufschrauben und hochhieven müsste, um dann runterklettern zu können. Danke fürs Aufklären Richard! Sollte ich je in Wien wohnen, ich möchte ein altes Haus mit Kanalisationszugang. Auch wenn ich mir das noch immer nicht vorstellen kann. Ist dann da eine Türe im Keller, man macht sie auf und siehe da: Ratten, Wasser und dunkle Schächte? Spooky!

  21. die Radiomarijke Freitag, 29 Mai, 2009 um 20:38

    Es gibt Situationen, da wäre frau ja gerne ein Mann. Ich wäre es gerne wenn ich mitten im Wald zur Toilette muss. Oder wenn die Toilette so ekelig versifft ist. Einfach mal im Stehen vom Weiten, ohne was anfassen, oder sich draufsetzen zu müssen, lospullern. Dank Schwarzkopf bin ich froh, eine Frau zu sein, zumindest in Bezug aufs Pinkeln:-) Was Ernesto beim Urinieren passiert, ist keinem zu wünschen. Situationskomik vom Feinsten. Einfach mal mit der Tür (bzw. dem Plakat) ins Haus fallen. Das erinnert mich ein bisschen an die Kindersendung „Die Dinos“ (das waren so große Figuren). Papa Dino kam immer mit folgendem Ritual nach hause: Türe fliegt auf, er springt rein und ruft: Bin daaaaaaaaa, wer noooooooooooch? 🙂

  22. die Radiomarijke Freitag, 29 Mai, 2009 um 22:13

    Manchmal bereut man es, geguckt zu haben. Frau will sich zum Beispiel noch schnell im Seitenspiegel eines parkenden Autos schick machen, zupft noch schnell hier herum, zieht sch noch eben da ein Haar zurecht und bemerkt plötzlich, dass noch jeand im Auto drin sitzt, den das alles köstlich amüsiert hat. Oder man möchte unbedingt wissen, was sich hinter einer Türe abspielt und guckt durchs Schlüssellloch. Doch was, wenn die Person auf der anderen Seite genauso neugierig ist und auf die gleiche Idee kommt? Köstlich inszeniert von Richard. Ich habe lange lachen müssen. In den Niederlanden gibt es ein Lied „Met grote ogen kijk ik naar de grote ogen die kijken naar mij“ *träller* zu deutsch: „mit großen Augen blicke ich in die großen Augen die mich ansehen“ 🙂 Situationskomik vom Feinsten…

    🙂 🙂 🙂 es wird so gut!!! ein Zweikampf der Extraklasse. Die Waffen: Schraubenzieher und Messer. Dazwischen: eine Türe. Die kann man aber nicht abschließen:-)

    Kleines Quiz: wie schützt man sich vor Messerattacken?

    A) Wegrennen
    B) Der attackierenden Person ins Gewissen reden
    C) Handtücher vor den Bauch halten und sich permanent weigern diese wieder beiseite zu legen, auch nicht beim Sex.

    Schwarzkopf muss noch viel lernen. Aber um Ausreden ist er nicht verlegen:-) großartig.

    Muss man sich eigentlich Sorgen um Richard machen, wenn er zulässt, dass in seinen Büchern wild abgeschlachtet wird und er einen brutalen Stich in den Oberschenkel mit „is ja nur ein Kratzer“ abtut? Tziss. Ich will doch nicht nach Wien!

  23. die Radiomarijke Freitag, 29 Mai, 2009 um 23:03

    Seufz.
    Es ist vollbracht.
    So schnell wie die Geschichte angefangen hat, hat sie auch schon wieder aufgehört. THE END steht plötzlich in großen Lettern vor meinem Auge. The author has left the book. Toll. Schön für den Autor. Der geht jetzt lecker Kaffee trinken und ich sitze hier mit meinen Gedanken.

    Ich gehöre ja zu den Leuten, die sich gerne den ersten und den letzten Satz eines Buches durchlesen und dann entscheiden, ob sie das Buch kaufen oder nicht. Da ich es in dem Fall ja „unter der Hand“ zugesteckt bekommen habe, habe ich zum ersten Mal seit langem mal wieder ein Werk von Anfang bis Ende gelesen. Und ich bin froh darüber! der letzte Satz ist genauso genial wie der bei Rotkäppchen 2069. Unverhofft und passend. Das, was Schwarzkopf am Ende tut, müsste eigentlich jeder tun, nach dem Lesen des Buches, um auf andere Gedanken zu kommen. Einfach mal die Seele baumeln lassen. Don’t worry, be happy.

    Ich bin noch hin und hergerissen. Einerseits bin ich traurig, dass das Buch schon aus ist. Andererseits freue ich mich riesig, dass es zu Ende ist, denn jeder weitere Satz, jede weitere Seite hätte den Charme dieses Büchleins zerstört. Ein großer Trommelwirbel von Aachen nach Wien, der die Gondeln vom Riesenrad zum schwanken bringt:

    Schwarzkopf war ganz großes Kino!

    Ich habe viel gelacht, mir ist zwischenzeitlich die Kinnlade heruntergeklappt vor Schreck und ich hab vor Spannung an den Nägeln gekaut. Schwarzkopf ist erfrischend. Eine geniale Mischung aus Heimattheater, Slapstick und ja, fast schon Monty Python 🙂 ich wette jetzt macht’s PENG, aber nicht weil sich Richard ins Knie geschossen hat, sondern weil er vor Stolz geplatzt ist. Sollte Schwarzkopf je verfilmt werden: bitte als FilmNoir bzw. à la Sin City!

    Was nehme ich aus Schwarzkopf mit?
    1. Ich glaube ich kann mir nie wieder in Ruhe ein Theaterstück ansehen, in dem einer der Schauspieler eine Pistole in der Hand hat.
    2. Ich werde vor jedem Konzertbesuch dreimal kontrollieren ob mein Handy aus ist.
    3. Wenn ich mir je einen Hund zulegen sollte, gehe ich nicht mit ihm über die Straße wenn ein Polizeiauto in der Nähe ist.
    4. Wilhelm Busch würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste was mit Max und Moritz passiert ist.
    5. Ich brauche einen neuen AB-Spruch.
    6. Sollte die Finanzkrise auch Auswirkungen auf Mercedes haben: die kann man auch noch als Dienstmädchen einsetzen!
    7. Ich glaube Richard nicht, dass die Charaktere alle frei erfunden sind 🙂

    Man muss den dritten Mann weder gesehen noch gelesen haben, um Schwarzkopf zu mögen. Vielleicht ist es aber von Vorteil um die liebevoll inszenierten Anspielungen zu verstehen und noch mehr lachen oder den Hut vor Richard ziehen zu können. In der Uni ist mir nie ein gutes Beispiel für Intertextualität eingefallen. Würde mich heute noch mal ein Prof danach fragen: ich würde Schwarzkopf antworten. Und er würde mir eine eins geben.

    Der Schwarzi ist ein helles Köpfchen. Der wird ein Bestseller. Ich drücke ganz fest die Daumen, dass dem so sein wird.
    Punkt.
    Marijke has left the blog!

    Anmerkung des Buchautors: *klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch klatsch [und wenn er nicht gestorben ist, klatscht er noch heute]

  24. Richard K. Breuer Samstag, 30 Mai, 2009 um 10:45

    Der Vorhang schließt sich …

    *seufz*

    Ich hätte natürlich gerne noch mehr von Marijkes grenzgenialen Kommentaren gelesen, aber weil meine mit Stolz geschwellte Brust geplatzt ist *peng*, tue ich mir jetzt schwer, mit dem Atmen.

    Ich werd mir jedenfalls die Kommentare ausdrucken (Format A1) und damit meine Wohnung tapezieren. Vielleicht hänge ich sie auch beim Fenster einer Riesenrad-Gondel raus. Dann kann es jeder sehen. Ja, ja.

    Und vielleicht, wenn ich Marijke mit Wiener Süßigkeiten (Sachertorte, Manner-Schnitten, …) besteche, stellt sie „Schwarzkopf“ im Aachener Frühstücksfernsehen vor. Ei, das tät mir gefallen. Wäre sie nicht so fotoscheu (derweil ist sie ja bittschön eine fotogene Person).

    Jetzt suchen wir für Marijke nur noch ein Volontariat bei einem großen Radiosender und voilà, wir sind glücklich! Ich bin es eigentlich jetzt schon. Obwohl der Kopf ein wenig scheppert.

  25. D.G. Samstag, 30 Mai, 2009 um 12:12

    Hut ab Marijke! 🙂

    Du hat Schwarzkopf genial kommentiert!
    Deine Wahrnehmung von Schwarzkopf ist total lustig zu lesen! *grins*

    Ja es wird ein Bestseller, der Meinung bin ich auch 🙂

  26. pebowski Montag, 1 Juni, 2009 um 0:10

    Ganz schön viele Antworten dieser Thread – da kommt’s auf eine mehr auch nicht an, vor allem weil es eine wichtige ist: ALLES GUTE [im Nachhinein] ZUM GEBURTSTAG, HERR DICHTER!!!!

    Merci, Pebo. Der 25.05. ist halt ein tooolles Datum, net? 😉

  27. die Radiomarijke Donnerstag, 30 Juli, 2009 um 11:25

    ich bitte um Korrektur in der 2. Auflage: mittlerweile sind es 6 Leichen… Schwarzkopf hat eine Wespe erschlagen. Knallhart.

  28. Pingback: Schwarzkopf goes FALTER « richard k. breuer

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