to b’ebook or not to b’ebook

Ich habe mich redlich bemüht. Ehrlich. Aber so ein eBook zu erstellen ist keine triviale Sache nicht. Man fühlt sich zurückerinnert an die Erstellung der ersten Webseite mit HTML-Editoren, die alles andere als komfortabel waren. Mit der richtigen Software ist es ja heutzutage keine allzugroße Hexerei mehr, eine schmucke Website zu erstellen (trendy: Flash).

Ich habe mir zwei Programme angesehen. Das eine ist Calibre, das andere MobiPocket. Beide Programme punkten mit einfachen Konversionen (Konvertierungen?) von einem Format ins andere. Das ist primär eine tolle Sache, falls man seine Texte nicht im pdf-Format vorliegen hat, das rundherum designt und gestaltet wurde (Fußnoten, Anmerkungen, Fonts, Einschübe, …). Also heißt es, mit der Hand das unnötige Beiwerk zu entsorgen. Ja, noch habe ich keine Möglichkeit gefunden, meine Bücher (eigentlich wäre ich schon mit der Leseprobe zufrieden) auf einfache Weise in ein eBook zu verwandeln, ohne dabei in einem immensen Arbeitsaufwand zu versinken (blubblubb).

Ganz klar ist mir das Konzept der eBooks freilich nicht. Es gibt derer vieler (gut, die Platzhirschen sind im Moment Amazon und Sony) und alle haben sie unterschiedliche Displaygrößen bzw. kann man die Schrift (welche?) kleiner oder größer stellen. Einen Typographen braucht es damit nicht mehr. Das wird die Verlage freuen. Eine Schriftart, keine typographischen Schnörkel und der Umbruch der Wörter erfolgt … irgendwie (oder gibt’s da eine eingebaute Silbentrennungslogik?).

Bleibt nur der Blick zu Adobe und dieser überdrübersuperduper Digital Edition. Vielleicht kann die ja so ein eBook aus dem InDesign-Ärmel zaubern. Who knows?*

*) tatsächlich kostet Adobe Digital Editions nix! Aber nur CS3 und CS4 unterstützen den Export in ePub. Tja. Ich hab CS2, also nix mit one-click-solution (wobei, wenn man den Leutchen in den Foren zuhört, dürfte auch das nicht so einfach sein). Sieht so aus, als würde man hier allerweil Hand anlegen müssen.

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6 Kommentare zu „to b’ebook or not to b’ebook“

  1. Ich bin immer noch der Meinung, dass auch dieser Anlauf eine Totgeburt ist. Komplizierte Erstellung, die Verlage müssen zahlen, wenn die e-books einstellen wollen, die Buchhändler müssen monatlich was zahlen, wenn sie ebooks anbieten(!), die Geräte sind sauteuer und der Nutzen für die Anwender hält sich sehr in Grenzen (manche „billigen“ Geräte (so um die 200 Euro) haben nicht mal eine Suchfunktion).
    Wenn schon teuer, dann muss das Ding zumindest so sexy sein, dass es jeder haben will (siehe Apple) Oder so billig, dass man die Kosten über andere Wege reinbekommt (siehe Handys). Oder so unverzichtbar, dass man es unbedingt braucht (siehe Klopapier). Wenn aber keines der 3 zutrifft, dann wird es eng. Bitte alle aufzeigen, die in der letzten Zeit ernsthaft mit dem Gedanken gespielt haben, sich einen Reader zu kaufen! Na, nicht so zaghaft!

  2. CS3 kannst du bei mir gerne ausprobieren, wenn dich der unbändige Wunsch dazu überkommt. Und falls dein Typographenherz das überhaupt will. RKB-Bücher auf e-book???! Schlägt da nicht die Urangst vor Selbstkastration durch??!!! 😉

  3. Alles eine Frage der Zeit. Und dank der Marketing-Fuzzis sehnen wir uns alsbald nach so einem Ding, das vielleicht keiner braucht, aber jeder haben muss.

    Der große Vorteil ist ja, dass man tausende Literaturklassiker mit sich tragen kann (die auch nix kosten, weil das Copyright abgelaufen ist). Somit wird auch die größte Dumpfbacke zwitschern, dass sie in Kafka und Grillparzer reingelesen hätte.

    Ja, so ein eBook(Reader) ist eine Reduzierungsmaschine. Fragt sich nur, wann die Schreiber auf 0 reduziert werden, weil die Maschinen es besser können.

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