Napoleon & Schwarzkopf

Was hat Napoleon mit Schwarzkopf zu tun? Auf den ersten (und vermutlich auch auf den zweiten) Blick natürlich nicht viel. Eigentlich geht es nur darum, ein Taschenbuch in der zweiten Auflage zu drucken. Keine große Sache, wenn man nicht eine daraus machen würde. Da kommt Napoleon ins Spiel und aufs gedankliches Schlachtengetümmel.

Der Feldherr der Grande Nation wusste jenen Moment zu erahnen, an dem eine Schlacht an der Kippe stand. Ohne noch länger zuzuwarten, warf er seine Reserven und Elitetruppen gegen jene feindliche Stellung, die mit einmal verwundbar schien. Durch diese Genieblitze erreichte er zuweilen das Unmögliche. Freilich, es kostete hundertausenden Männer das Leben, das sollten wir weder vergessen noch verschweigen. So genial also der französische Feldherr, so lähmend die österreichischen Generäle. Sie zauderten und zögerten. Konnten sich nicht entscheiden. Warteten. Und hofften. Ehe sie begriffen, was geschah, war die Schlacht auch schon vorbei. Ich glaube, es steckt in der österreichischen Seele. Dieses Zögern. Dieses Abwarten. Diese Hoffnung, dass sich morgen das Schlachtenglück zum Positiven wenden könnte. Nur nichts übereilen. Nur nichts riskieren. Wen wundert es also, dass die Österreicher so bedächtig agieren, zumeist reagieren. Damals wie heute. Ja, ja.

Ich habe nun den Buchumschlag von Photoshop ins InDesign übertragen. Das klingt lächerlich, kostet aber viele Stunden. Aber was bleibt über, wenn man professionell erzeugte PDFs an die Druckerei schicken will, vielleicht sogar muss. Früher reichte ein PDF, das ich aus Photoshop generierte. Heute geht das nicht mehr. Viele Einstellungen müssen getroffen, der schwarze Hintergrund korrekt angelegt  werden (K=100%). Natürlich in CMYK. An und für sich ist das kein Ding. Aber alsbald werde ich zu nichts mehr kommen, werde das Spielemagazin layoutieren. In 6 Tagen muss es zum Druck. Es werden wohl einige schlaflose Nächte folgen. Ich sag’s gleich mal hier und jetzt. Später werde ich wohl keine Gelegenheit haben.

Sodala. Genug geplaudert. Back to work. Hurtig!

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10 Kommentare zu „Napoleon & Schwarzkopf“

  1. Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein, Wilhelm von Tegetthoff, Eugen von Savoyen, Johann Freiherr von O’Brien, Andreas Hofer, Andreas Reichsgraf Hadik von Futak, Franz Moritz von Lacy, Gideon Ernst von Laudon, Rudolf I., Adalbert der Siegreiche, Don Juan de Austria und viele andere rotieren in ihren Gräbern ob des Vorwurfs des Zauderns. Pfui, Herr Breuer – schieb deine Unzulänglichkeiten nicht jenen in die Schuhe, die nicht bloß gezögert und abgewartet haben!

    1. Gehen’S, Herr G., ich weiß ja, dass Sie ein hehrer Kopf sind, aber müssen’S mir denn auch noch den Kommentar als SMS schicken? Über erboste Österreicher, die mit erhobenen Zeigefinger auf die Unzulänglichkeiten anderer hindeuten, ja, darüber ließe sich auch ein Buch schreiben. Werde ich vielleicht noch. Wer weiß, wer weiß.

      Replik auf Ihren Kommentar gibt’s nicht. Wer anfängt, Beispiele von der einen Seite aufzutischen, fordert es geradezu heraus, Beispiele von der anderen hingeknallt zu bekommen, was wiederum den anderen dazu auffordert … ein Ringelspiel, wie das richtige Leben auch. Ja, ja.

      Sodala. Genug simplifiziert. Ich trink jetzt meinen Kaffee. Und warte ab, was da so kommen mag. In Bezug auf die neue Ausgabe für das Spielemagazin, das ich vermutlich in den nächsten Tages- und Nachtstunden layoutieren werde. Deshalb nur ein kurzer Ausflug ins Kommentieren eines Kommentars.

      Schlapperlot.

      1. Du bringst die gesamte Tiret Reihe in einem Schmuckband heraus – in den Deckel ist ein Holzspan der echten Pariser Guillotine eingearbeitet – in Echtleder gebunden und in Golddruck.

  2. Zur Aufmunterung:

    Im Wartezimmer eines Psychiaters. Sagt ein Patient: „Ich bin Napoleon!“ Fragt ein Anderer: „Wer hat Ihnen eigentlich gesagt, dass Sie Napoleon sind?“ – „Der liebe Gott“, antwortet der Gefragte. Darauf steht ein anderer Patient empört auf und sagt: „Was soll ich schon wieder gesagt haben?!“

    🙂

    1. Soll mal einer sagen, in diesem Blog geht’s todernst zu. Marijke weiß, wie man müde Leser aufweckt. Ja, ja.

      Bastelst du schon an der tonalen Beklatschung für Schwarzkopf? Wenn du O-Ton brauchst, melde dich. Ich stottere gerne etwas für dich zusammen. Äh …

  3. hallo Rik! Ganz liebe Grüße aus Sachsen! Auch ich habe von dir den inzwischen wohl berühmten Schwarzkopf gelesen und bin dir noch feedback schuldig geblieben. Ich habe das Buch gefressen, das Layout ist wie bei allen deinen Büchern zum neidisch werden, und beim Lesen ist das Grinsen garnicht mehr von meinem Gesicht verschwunden! geiles Buch! Viele Grüße

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