richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Taschenbuchtaschen & A British Movie Masterpiece

Denn die Menschen sind so einfältig und gehorchen so sehr dem Eindruck des Augenblicks, dass der, welcher sie hintergeht, stets solche findet, die sich betrügen lassen.

Machiavelli (um 1514)
geschrieben für die Fürsten der Werbebranche des 21. Jahrhunderts

TBT & DVD & BE

Gestern die Taschenbuchtaschen (TBTs) von Miriam Spies, gONZo Verlag, bekommen. Sehr hübsch. Sehr trendy. Ich zeigte sie heute IMS., die ein wenig verwundert war, dass man Bücher schützen wollte, vor den Widrigkeiten des Lesers („ich lese in der Badewanne und beim Frühstück und man sieht es den Büchern an, deshalb borge ich mir keine aus!“) und machte den Vorschlag, sie für anderes zu verwenden („Schminkzeug“). Gut. IMS. ist demnach nicht die Zielgruppe für die TBTs. Andererseits hat sie natürlich auch wieder Recht. Das Täschchen ist für vielerlei Zwecke zu gebrauchen und dieser heiligt ja bekanntlich die Mittel. Übrigens, Miriam möchte klar stellen, dass sie  „zu keinem Zeitpunkt sexuellen Kontakt“ mit ihren Praktikantinnen hatte. Des Weiteren gilt noch zu sagen, dass die gute Miriam den Prelude und das Vorwort zu Tiret eingelesen hat. Wer sich ihre tolle Stimme anhören will, bitte sehr: LINK

Ich habe die DOUBLE DISC SPECIAL EDITION von The third man mit ins rechte Bild gerückt. Ist günstig in London zu bestellen. Das Bonus-Material (Dokumentation) muss ich mir erst anschauen. Die beiden TRAILERS sind jedenfalls erschreckend einfallslos und brüllen förmlich um Aufmerksamkeit. So haben die Trailers wohl vor sechzig Jahren ausgesehen. Trotzdem bleibt der Film ein Klassiker und muss man gesehen haben. Unbedingt.

Gestern ein Box-Package (Schwarzkopf & Tiret) bei RS. vorbeigebracht. Nett geplaudert. Über seine wissenschaftlichen Veröffentlichungen (Mathematik) und dass man an diesen nicht viel verdienen könne (die Autoren kümmerten sich auch um das Layout und Lektorat – der Verlag ließ es nur noch in Indien (!) drucken – ich schätze, die Rechnung könnte wirtschaftlich aufgehen). Er zollte mir Lob für Schwarzkopf, merkte aber noch einen Kritikpunkt an, den ich erklären konnte. Erfreuliches Gespräch. Schenkte ihm ein Rotkäppchen 2069 A2-Hochglanzplakat. Wenn er schon für eine tolle Quote sorgt, die am Plakat prangt, gehört sich das, nicht?

EH. rief mich am späten Abend an. Teilte mir mit, dass der FRICK am Graben keine Exemplare mehr von Schwarzkopf habe – jedenfalls konnte man keines finden (was nicht heißt, dass die guten Leute schon alle verkauft hätten, sondern dass es gut möglich ist, dass man die Bücher ausgelagert oder unter den Teppich gestapelt hat; werde dem wohl morgen nachgehen). In der MORAWA Filiale, Wollzeile, gab es noch drei Exemplare (Taschenbuchabteilung; sie wurden bei Neuerscheinungen eingereiht). Jetzt sind’s nur noch zwei. Gut. Ich bin zufrieden. Schlimm, wenn vor Weihnachten, der umsatzstärksten Zeit im Buchhandel, kein einziges Buch verkauft worden wäre. Andererseits, die Leutchen kaufen ja auch nicht alles, was ihnen vor die Füße fällt („Breuer, wer?“). Und falls der Buchhändler nicht dahinter ist, wird sich nicht viel tun („Dieses Buch kann ich nur empfehlen …“).

Carsten Tergast, Sachbuchautor aus dem hohen Norden,  den ich auf der Frankfurter Buchmesse und über Twitter kennen lernen durfte, schickte mir ein dickes Buchpaket. Wir vereinbarten einen Tausch. Unterm Weihnachtsbaum werde ich das Päckchen aufmachen. Seines hat er schon geöffnet. Konnte nicht warten. Sowas.

– in Vorbereitung-

Ein A0-Plakat will ich demnächst drucken lassen (Größe: ca. 120 x 80 cm).  Postkarten dito. Mal schauen.

Postkarte Schwarzkopf BE Rückseite

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12 Antworten zu “Taschenbuchtaschen & A British Movie Masterpiece

  1. Eponine Mittwoch, 23 Dezember, 2009 um 20:14

    Taschenbuchtaschen… das klingt interessant. Hätte wohl schon so manchen Pratchett, Rice und Co bei mir vor dem Ertrinken bewahrt.

  2. die Radiomarijke Donnerstag, 24 Dezember, 2009 um 13:29

    🙂 Samson und Laura hätten ihre wahre Freude am Schwarzi-Schminktäschchen gehabt 🙂

  3. Wortman Donnerstag, 24 Dezember, 2009 um 13:53

    Wünsche dir ein schönes und frohes Weihnachtsfest. Genieße die Tage.

  4. Richard K. Breuer Donnerstag, 24 Dezember, 2009 um 15:50

    Merci für die Weihnachtswünsche allerseits 🙂

  5. eliterator Mittwoch, 30 Dezember, 2009 um 20:07

    Ist das nicht eine quasi literarische Entweihung? Schminkzeug in der Taschenbüchertasche? Oder sind wir da nicht mehr so ausgangs der Nullerjahre?

    • Richard K. Breuer Samstag, 2 Januar, 2010 um 12:21

      Heutzutage ist nix mehr straight, sondern alles easy going. Jeder darf tun und lassen, was er und sie will. Das gilt natürlich auch für die Verwendung der TBTs. Jedem Tierchen sein Plaisirchen, sozusagen. Auch und gerade in den Nullerjahren. Ja, ja.

  6. ConnyD Samstag, 23 Januar, 2010 um 15:16

    Toller Blog, werde noch öfters kommen.

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