richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Grenzen

Ich warte auf SPU (ich mache keine unbezahlte Schleichwerbung). Der Versanddienst soll mir meine neuen Flyer für „Schwarzkopf BE“ bringen. Derweil habe ich meine Kontaktlinsen im „Säurebad“ gereinigt und eingesetzt. Seit Anfang Dezember habe ich sie nicht mehr getragen. Ungewohnt. Notwendig. Eine Brille ist natürlich einfacher in der Handhabung, tut nicht weh und verrichtet auch ihren Dienst, wenn es stürmt. Aber die Sicht ist schon recht eingeschränkt, sie verzerrt die Dinge (auch wenn man sich daran gewöhnt), spiegelt und verschmutzt. Ich denke, keiner würde sich die Qualen antun, die (harte) Kontaktlinsen anfänglich verursachen. Bis sich die Augen an den sauerstoffdurchlässigen Kunststoff gewöhnen, muss man einiges erdulden.

Gestern mit BSM. (!) um 11 Uhr im Café Prückel. Im Nichtrauchersaal war die eine Hälfte besetzt, die andere geschlossen („Wir sperren den Teil erst um 12 Uhr auf!“). Aha. Also suchten wir eine Alternative. Falls sich  jemand fragen sollte, warum die Leutchen nicht mehr in die alten Kaffeehäuser gehen, sondern in eine  nikotinfreie US-Kaffeehauskette, dann liegt es wohl daran, dass unsereins keine andere Wahl hat.

Am Freitag im Theater. Mödling. EL. war so freundlich, mich einzuladen. „Was geschah wirklich mit Baby Jane?“ stand auf dem Spielplan. Spannend. Gut gemacht. Den Film mit Bette Davies kenne ich (noch) nicht. Werde ich mir anschauen.

Am Donnerstag im Theater. Akademietheater. MK. war so freundlich, mich mitzunehmen. „Adams Geist“ stand auf dem Spielplan. Erschreckend überstrapazierend. Der Versuch, eine Filmästhetik, eine Filmsprache auf die Bühne zu bringen, muss wohl als gescheitert angesehen werden. Das Stück pendelt zwischen humoristischen Zwischentönen und tierischer Ernsthaftigkeit. Alles wirkt übertrieben. Die Geschichte eines (gesellschaftlichen) Verlierers ist platt und lässt kein Klischee aus. Ein ähnliches Thema gab es unlängst im TV zu sehen: „Adams Äpfel„. Sieht man vom (aufgesetzten) Ende ab, ist der Film eine beeindruckende Achterbahnfahrt der Gefühle.

Gestern Gedanken gemacht. Über das Jahr 2010 und was es bringen soll. In kreativer, literarischer Hinsicht. „Brouillé“ ist auf Schiene. EJ. macht das Korrektorat. Umschlag ist – soweit – fertig. Die Danksagungs-Seite erledigt (sie kommt sehr unspektakulär daher), die „Werbung in eigener Sache“ dito. Nun heißt es, Vorbestellungen zu bekommen. Gar nicht einfach. Weil ich es in den letzten Jahren nicht geschafft habe, einen Stamm an Lesern (oder Interessierten) zu binden. Es gab ein Kommen und Gehen. Also muss ich tätig werden. Einen Newsletter werde ich basteln. Wenigstens jedermann und jederfrau die Frage stellen, ob sie an weiteren Nachrichten interessiert sind. Somit wird das leidige „soll ich oder soll ich nicht“ der Vergangenheit angehören. Da nur solche den Newsletter bekommen, die danach explizit verlangen, trennt sich die Spreu vom Weizen.

Azadeh“ und „Erik“ dümpeln seit Jahren in der Lade. Wird es jetzt vielleicht Zeit, die Manuskripte hervorzuholen und zu entsauben (sic!) ? An diesen gar weiterzuarbeiten? Da niemand weiß, wie viel Zeit und Geld einem bleibt, sollte man nicht trödeln (wobei: vieles lässt sich nicht erzwingen!).

Das Märchen „Der blaue Smaragd“ will illustriert (PK./ML.?) und veröffentlicht werden. Vermutlich als ebook, um Grafiken und Illustrationen zahlreich und farbenprächtig zu präsentieren.

Madeleine“ und „Penly“ abschließen.

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2 Antworten zu “Grenzen

  1. flattersatz Montag, 18 Januar, 2010 um 21:17

    Na, dann wünsch ich dir mal … klingt so ein bischen niedergeschlagen, dein beitrag.. auf deinen Brouillé warte ich übrigens. möcht ihn schon lesen. in bälde.

    liebe grüße
    fs

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