richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Chapter 6

[from alternet.org] Who will DO anything about it? Certainly do not rely on anyone in Washington. As for the World Court, well, Cheney has to leave the country before he can be nabbed and held somewhere secure. OUR government isn’t going to do anything like that. These guys will be punished at about the same time that the Supreme Court Five are impeached. Cheney can no longer be impeached because ie is out of office. And no other politician has the balls to have him indicted because Cheney knows where all the bodies are buried and would take anyone down with him that he could. Give it up. They will get away with everything, unless there is a real revolution and heads roll. Think that’ll happen? Fat chance. The only people ready to revolt are the scary right wingers whose leaders have taken their methods from Hitler’s playbook. Check out Chap 6 of MEIN KAMPF and see what sounds eerily familiar. When THAT revolution starts, I want to be far far away.

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2010-02-18 12:22:53
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Ist es nicht interessant, dass ein US-Bürger aus einem Buch zitiert, das ein Österreicher  geschrieben hat, das in Deutschland verlegt wurde und das der gewöhnliche öster. Staatsbürger nicht offiziell zu Gesicht bekommt. Man könnte meinen, dieses Buch hätte geheimnisvolle Kräfte, eine Art von Voodoo- oder Hexen-Magie. Wie kommt es eigentlich, dass es im 21. Jahrhundert Bücher gibt, die auf dem Index stehen und in keiner Buchhandlung verkauft werden dürfen? Ich schätze, es gab eine Zeit, da hatte das gedruckte Wort noch eine große Macht. Die Leute lasen. Die Leute verstanden. Bücher, Pamphlete und Flugzetteln konnten Regime stürzen, Könige enthaupten und Feinde benennen. Je nach Geschichtsbild änderten sich nur die Namen der Regime, Könige und Feinde, der Inhalt der Bücher, Pamphlete und Flugzetteln blieben zumeist gleich. Aber heute hat das gedruckte Wort kaum mehr Gewicht. Wenn wir eine uns genehme Statistik bemühen, das ist meine Erfahrung, dann kommt man zum Schluss, dass die gewöhnlichen Leutchen nur noch die passive Werbeberieselung als wichtig, richtig und wahr erachten. Was soll gegen die tagtägliche Verblödungs-Bombardierung (Genfer Konvention?) ein Buch ausrichten? Ein Buch, das gelesen werden muss.
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Die Regierungen der westlichen Zivilisation haben die längste Zeit versucht, den mündigen, aufgeklärten Bürger unmündig und abhängig zu machen. Kurz: man hat regelrecht verdummt. Trotz Schule. Gerade durch Schule. Weil es nur darauf ankommt, dass der Schüler jenes behirnt, was er später im Job anzuwenden hat. Nicht mehr, nicht weniger. Und um den letzten Rest von skeptischen und kritischen Gedanken aus den Köpfen zu bekommen, versüßt man den Bürgern das Leben mit übermäßig Zucker, der billig herzustellen ist und somit nichts kostet (außer der Gesundheit) oder mit leicht zu beschaffenden Drogen in Form von Alkohol *hicks* und Nikotin *hust*. Des Weiteren flüstert man dem Bürger ein, dass er alles erreichen könne, wenn er sich nur redlich bemühe (diese Werbebotschaft wurde vermutlich von einem Creative Director erfunden, der dafür ein Honorar erhielt, das für zwei Kleinwagen reicht) und falls er nicht alles erreichte, nun, dann müsse er natürlich den Fehler bei sich und nur bei sich suchen (alternativ: die Familie, das Umfeld, die Gene; in keinem Fall: die Regierung, das Regime, den König, das System). Falls der Zucker nicht hilft und die Leutchen rumoren, nun, dann muss wohl die Peitsche für Recht und Ordnung („Law and Order“) sorgen. Interessanterweise schwingen wiederum unkritische /angepasste Menschen die Schlagstöcke („Das ist ein Befehl, den ich auszuführen habe!“), die als Kinder wiederum von unkritischen/angepassten Menschen erzogen wurden („Das hat dich nicht zu interessieren, Max! Zuerst machst du die Addition!“) und in einer Rund-um-die-Uhr-Propaganda-Maschine („Alles ist möglich!“) groß geworden sind, die wiederum, also die PR-Maschine, von unkritischen/angepassten Menschen als hoch angesehener und lukrative Kreativ-Job verstanden wird („Wow, mein Chi-Spot ist supercool, ha? Die Dummys kaufen wie verrückt“).

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Das Seltsamste, das einem bewusst wird, wenn man sich so umschaut (Augen öffnen!) ist, dass niemand gezwungen wird, das zu tun, was er tut, um ein (menschenunwürdiges) System am Laufen zu halten, das ein Regime, eine Regierung, einen König am Leben erhält. Naom Chomsky, Prof. am MIT, meinte in einem Vortrag, dass eine „Corporation“ (also ein Unternehmen) das autoritärste System ist, das die Menschheit bis dato erfunden hat (wenn ich mich an die Worte recht entsinne). Und weil ich natürlich jedes Zitat prüfe, wenn ich es blogge, habe ich mich auf die Suche nach diesem Zitat gemacht. Gefunden habe ich es (natürlich) nicht, nicht auf Anhieb. Statt dessen fand ich einen Vortrag von Chomsky, der zeigt, dass es noch Menschen gibt, da draußen, die über das Geschehene reflektieren, es in einen Zusammenhang bringen (ja, die Geschichte wiederholt sich, google hin oder her)  und (wichtig!) es auch öffentlich zur Sprache bringen (also keine Angst haben, dass man sie verdammt oder verhöhnt). Er erwähnte in seinem Vortrag Richter Robert Jackson und seine auf den Punkt gebrachte Aussage: „We are handing the defendants a ‚poisoned chalice‘, and if we sip from it, we must accept the same judgement.“

Hier, in Nürnberg, schließt sich der Kreis. Dort hat Robert Jackson über jene Auswüchse und Phantastereien gerichtet, die der eingangs erwähnte öster. Autor ausgelöst und zum größten Teil verschuldet hat. Aber merke: ein Mann kann die Welt nicht unterjochen, dazu bedarf es immer einer Armee, die bereit ist, es zu tun!

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