richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

JFK und ein kleiner Staatsstreich

»Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat.«
Voltaire (1694 − 1778)

update August 2011: Jackie O beschuldigt Lyndon B. Johnsen, JFK ermordet zu haben – das Interview von 1964 wird im September 2011 von ABC ausgestrahlt. Jackie O verlangte, dass das Interview etwa 50 Jahre unter Verschluss gehalten werden müsse. link

update März 2011: FBI-Agent bricht Schweigen: „Oswald war nicht der Kennedy-Mörder“ link

In einem Radio-Interview mit Douglas Horne, Jim Marrs und John Barbour (Kurzbios am Ende des Eintrags) kann man durchaus interessante Einblicke in die Art und Weise gewinnen, wie Politik gemacht wird. Ich schätze, wir sehen immer nur die Spitze eines Eisberges, bestehend aus einem Haufen durchgeknallter Psychopathen, die in ihrer ehrgeizigen Selbstverliebtheit gar nicht erst Gefahr laufen, ihr Tun reflektieren zu müssen. Gut, wenn wir in der Geschichte zurück gehen, dann kommen wir zum Beispiel zu einem gewissen Erich von Falkenhayn, der als Chef des deutschen Generalstabes im 1. Weltkrieg auf die famose Idee kam, eine „Blutpumpe“ in Verdun anzuwerfen. Frei nach dem Motto: wir lassen den Feind ausbluten, weil er es sich nicht erlauben kann, diese strategisch so wichtige Verteidigungsstellung zu verlieren. Und so wurden hunderttausende Soldaten zerrissen und zerfetzt, entfesselte die Artillerie auf beiden Seiten eine Hölle aus Bomben und Granaten, das jedes menschliche Vorstellungsvermögen sprengte.  Für Falkenhayn war es ein simpler, aber effektiver Plan (der  am Ende freilich nichts einbrachte). In seiner Biographie , die er nach dem Krieg verfasste, kam er gar nicht erst auf die Idee, diesen „simplen“ Plan mit kritischen Augen zu betrachten. Frei nach dem Motto: „Hey, Krieg ist nun mal kein Kindergeburtstag!“

Ich dachte mir damals, als ich darüber las, okay, dieser Falkenhayn entstammte einer Preussischen Offiziersfamilie. Der eiserne Militarismus wurde ihm sicherlich schon in die Wiege gelegt („Heute gibt es Leder zum Nachtisch, Erich!“). Kein Wunder, dass ihm der (ein wenig lasche, aber genauso ehrgeizige) österreichische Generalstab ein Dorn im Auge war (immer wieder  hat er die österreichischen Truppen als unfähig abgetan, wenn ich mich recht entsinne).

Ja, ich dachte mir, da gab und gibt es diese preussische Folklore und den „american way of life“. Yes, yes! In good ol‘ America, da würde alles ganz easy going ablaufen. Schließlich sind die Vereinigten Staaten ein freies Land. Die Leutchen haben sich vom Joch der englischen Monarchie freigemacht („Hey, das ist unsere Tee-Party!“), dafür ihr Leben gelassen und sich geschworen, sich nie wieder einer Tyrannei zu unterwerfen. Falls es doch geschehen sollte („Der Teufel schläft nicht!“), so hätte jeder Bürger die Pflicht (!), diese Tyrannei zu zerschlagen. Man lese bitteschön die Unabhängigkeitserklärung, die mit den Worten beginnt: „We the people …“ also „Wir, das Volk …“

Über John F. Kennedy wurde schon viel geschrieben. Er wurde zu einem Mythos hoch stilisiert,  was sicherlich nur noch mehr Widersprüchlichkeiten hervorruft. JFK hat provoziert. Das Loch in seinem Kopf beweist es. Die Frage ist nur, was muss ein Oberhaupt anstellen, dass man ihm einen Kugel verpasst? Falkenhayn machte keinen Hehl daraus, dass für ihn Soldaten nur Zinnfiguren im Großen Ganzen sind. Und US Präsident Richard Nixon erwägte in einem (aufgezeichneten) Gespräch mit Henry Kissinger die Atombombe einzusetzen. „Think big“, rügte Nixon seinen Ratgeber, weil dieser von der Idee nicht sonderlich überzeugt schien.

In den 1950er, während des kalten Krieges, schlagen die Experten der Regierung und des Kriegsministeriums („War Department“!) US Präsident Eisenhower vor, einen atomaren Erstschlag gegen die UdSSR und ihren Satelliten-Staaten zu unternehmen, bevor diese es tun. Eisenhower lehnte ab. Bei seiner Abschiedsrede von 1961 warnte er eindringlich vom militärisch-industriellen Komplex. Nebenbei machte er sich Sorgen, dass ein Präsident, der den Krieg  nicht persönlich miterlebte (Eisenhower war General im 2. Weltkrieg), sehr sorglos mit dem immensen Waffenarsenal umgehen würde (Okay, Falkenhayn ist diesbezüglich ein schlechtes Beispiel).

If the United States ever experiences an attempt at a coup to overthrow the Government it will come from the CIA.  The agency respresents a tremendous power and total unaccountability to anyone
The New York Times
October 3, 1963    p. 34
Arthur Krock [Quelle]

Dann kam John F. Kennedy und der militärisch-industrielle Komplex sah seine Chance gekommen („Endlich sind wir Ike los … und diesen irischen Weiberheld Kennedy werden wir schon weichklopfen!“). Sie drängten Kennedy, in Laos militärisch zu intervenieren, wenn nötig mit Atombomben. Kennedy weigerte sich. Dann die Sache mit Vietnam („Huh, Dominoeffekt!“). Aber Kennedy wollte keine militärische Lösung und drängte, die US-Truppen in den nächsten Jahren abzuziehen. Zu seiner Zeit waren dort Ausbildner und Experten („Advisors“), keine regulären Kampftruppen stationiert. Die kamen erst später. Genauso wie die heftigen Bombardements (der Luftkrieg im zweiten Weltkrieg war dagegen ein Kindergeburtstag!) von Südostasien (Laos wurde sprichwörtlich pulverisiert – obwohl sich die USA mit Laos nicht im Krieg befand).

Die „Lobbyisten“ des militärisch-industriellen Komplexes schäumten. Sie hatten viele Sterne und noch mehr Dollars zu verlieren, wenn die USA friedlich blieb. Und galt es nicht diesen üblen Kommunismus, der die Arbeiterschaft befreien wollte, aus der Welt zu bomben? Jenen Kommunismus, den wiederum einflussreiche angloamerikanische Bankiers erst ermöglichten, weil sie während der russischen Revolution Lenin und Trotzki und deren Bolschewiki, jene Geldmittel zur Verfügung stellten, die diese brauchten, um ihre Gegner zu eliminieren.

Also gut, dachten die „Lobbyisten“, dann ziehen wir eben unser Ding alleine durch und fallen in Kuba ein (das rote Tuch dieser Lobbyisten! Ein fideler Castro, der vor der Haustüre poltert und Zigarre pafft, war für sie ein Schlag ins Gesicht). Das geheime Unternehmen sah vor, Anti-Castro-Kubaner an der Schweinebucht anzulanden und diese für einen Staatsstreich auszurüsten (Waffen, Waffen, Waffen). Die Lobbyisten dachten, wenn das Unternehmen  „Mogelpackung“ so weit fortgeschritten ist, dass es kein Zurück mehr gäbe, würde Kennedy die militärische Unterstützung notgedrungen geben. Aber Kennedy spielte nicht mit. Das Unternehmen ging gründlich in die Hose. Der fidele Castro (paffend) machte sich dann auch noch über die USA lustig. Kennedy zog die Konsequenzen: er feuerte kurzerhand die Chefs des CIA: Director Allen Welsh Dulles,  Deputy Director for Plans Richard M. Bisell, sowie Deputy Director General P. Cabell. Anzumerken ist, dass Cabells Bruder Bürgermeister von Dallas war, als das Attentat geschah, und  dieser die Route des Konvois kurzfristig ändern ließ. Erst dadurch zuckelte der Konvoi jene Straße entlang, in der die Schüsse fielen. Kennedy hatte im Übrigen die Absicht, die CIA zu zerschlagen („splinter the CIA into a thousand pieces and scatter it into the winds“). Allen Dulles wurde später von Lyndon B. Johnson für die  Warren Commission herangezogen, um die Hintergründe des Attentats zu beleuchten („Hey, it’s f**ing dark in there“).

Die Lobbyisten schäumten. Kennedy war ihnen ein Dorn im Auge. Aber dann kam ihnen der glückliche Umstand entgegen, dass Castro bei Chruschtschow (gegenüber Stalin war er nur ein polternder Teddybär) ein paar Raketen mit Atomsprengköpfen bestellte („Gibt’s die auch in einer Sonderlackierung?“). Die Lieferung erfolgte auf dem Seeweg. Die US-Geheimdienste erfuhren davon und unterrichteten den Präsidenten. Nun, sagten die Lobbyisten, gäbe es keine andere Möglichkeit, als Kuba platt zu machen. Und wenn nötig, die UdSSR gleich dazu. Tja. Wie hätten diese Lobbyisten auch ahnen können, dass Kennedy auf die Idee kam, direkt mit Chruschtschow zu telefonieren („Is that the Kreml? Yah, here is the White House!“) und somit ihren teuren Geheimdienstapparat zu umgehen? Schließlich wurde die Krise gütlich beigelegt. Kein einziger Schuss war gefallen. Dafür sollten später in Dallas mehrere abgegeben werden. Angeblich nur von einem einzigen Schützen. Einem gewissen Lee Harvey Oswald (der wiederum eine Zeit in Russland verbrachte, bevor er wieder zurück nach Texas ging).

Nun zurück zum Thema. Douglas P. Horne ist ein US-Beamter, der im Assassination Records Review Board mitgearbeitet hat. Dieses Board untersuchte alle Akten und Unterlagen zum Attentat von John F. Kennedy. Das Ergebnis dieser Untersuchung veröffentlichte er Ende 2009 in einem 5bändigen Werk. Ich habe es nicht gelesen, aber ich hörte mir das Radio-Interview an, in dem er die wichtigsten Punkte anführte. Nun könnte man meinen, der gute Horne ist auch nur einer von vielen Beamten, die einem nicht ganz geheuer sind (wir dürfen nicht vergessen, dass die „cover ups“, also das Verwischen von Spuren und Vernichten von Beweisen, hauptsächlich von Polizei-, Geheimdienst-, Regierungs-, und Staats-Beamten auf vielen Ebenen durchgeführt wurden), aber der Journalist und „Truth-Seeker“ Jim Marrs, der sich eingehend mit Vielerlei „Verschwörungstheorien“ auseinandergesetzt hat, kommt zum selben Ergebnis: das Attentat auf John F. Kennedy war ein coup d’état, ein Staatsstreich.

Wir halten fest: im November 1963 kam es in den Vereinigten Staaten, dem mächtigsten Land der damaligen Welt (ex aequo mit der UdSSR), zu einem … Putsch. Was in Bananenrepubliken oder Diktaturen an der Tagesordnung ist (zu meist vom CIA finanziert) macht uns keinen schweren Kopf. Same procedure as every year, sozusagen. Aber wie hätte der aufgeklärte Bürger 1963 reagiert, wenn er in seinem Schockzustand – und ja, es war ein heftiger Schock für die Bürger der westlichen Welt, vermutlich nicht unähnlich den Ereignissen  um 9/11 – mitgeteilt bekäme: „Wir bekommen gerade die Nachricht herein, dass es sich beim Attentat auf Präsident John F. Kennedy um einen Putschversuch handelte. Und nun zum Sport.“

Über vierzig Jahre später bekommen die meisten Leutchen das Gähnen, wenn man ihnen mit dem Attentat von JFK kommt. „So what?“. Das ist die Crux an der Sache. Die Zeit heilt alle Wunden (abgesehen von jener im Kopf eines Präsidenten) oder besser: lässt vergessen machen. Was bekümmert einen, was vor vierzig Jahren geschah, for gods sake?! Okay, Oliver Stone machte daraus einen respektablen Film (und auf der DVD soll weiteres, neu recherchiertes Material hinzugekommen sein), der bereits Andeutungen machte, aber die Drahtzieher nicht nannte. Einerseits, weil es keine eindeutigen Beweise gab, andererseits, weil diese vermeintlichen „Knallt den irischen Mistkerl endlich ab!“-Lobbyisten und ihre Nachfahren noch immer einflussreiche Positionen im Staat bekleideten und bekleiden.

Ich sage nicht, dass ich es wüsste oder das es hierzu eindeutige Beweise gäbe. Sagen wir, es gibt ein vages Indizien-Konstrukt, das sich der eine oder andere zusammengebastelt hat. Im Kontext mit den politischen zukünftigen Ereignissen passt es perfekt ins Bild. Kurz: der militärisch-industrielle Komplex hat einerseits John F. Kennedy aus dem Amt und seine Marionette, Vizepräsident  Lyndon B. Johnson, ins Amt geschossen. Hier zeigt sich wieder, dass Machiavelli Recht hatte, als er meinte, dass alles Übel in dieser Welt daher rühre, dass man nicht gut genug oder nicht schlecht genug sei. Als fest stand, dass John F. Kennedy gegenüber seinem Gegner Lyndon B. Johnson das Rennen im nächsten Wahlkampf für die Demokraten machen würde, machte ihm Kennedy den Vorschlag, als Vizepräsident mit ihm anzutreten. Zur Überraschung der Kennedys (Robert Kennedy war an der Seite seines Bruders) schlug Johnson das Angebot nicht aus, sondern nahm dieses an. Dumm gelaufen. Die Kennedys dachten nämlich, Johnson würde dieses (nicht ernst gemeinte) Angebot ablehnen. Tja. Hätten die beiden damals die höflichen Gepflogenheiten außer Acht gelassen, vielleicht wäre vieles anders verlaufen. Naja. Müßig darüber zu befinden, nicht?

Mit Präsident Lyndon B. Johnson bekam der militärisch-industrielle Komplex endlich jene Wichtigkeit, die sich die Lobbyisten seit dem Ende des zweiten Weltkriegs so sehnlichst herbeiwünschten (und einiges dazu beitrugen). Johnson entfesselte die Vietnam-Apokalypse, ohne auch nur eines Funken Verstandes oder Mitgefühls (okay, daran hat sich über die Jahre nichts geändert!). Der Kriegsgrund für die Intervention in Vietnam wurde freilich erfunden („Hey, die Charlies haben unsere Flotte mit Booten angegriffen!“). Außerdem operierten die US-Seestreitkräfte nicht mehr in internationalem Gewässer, sondern bereits in Küstennähe, verlegten dann aber diese „Zusammenstöße“ ins offene Meer. Johnson und seine Meute (besser: die Meute und Johnson) begannen eine Kriegsmaschinerie anzukurbeln, die satte Profite abwarf und von lästigen Problemen ablenkte („Neger sitzen im Autobus hinten, ist das klar?“). In Vietnam wurde auf Teufel komm raus an den konventionellen Waffensystemen gearbeitet („Okay, wenn wir kein Nuke einsetzen können, dann blasen wir die Charlies eben mit Napalm aus ihren Löchern!“). Entlaubungsmittel wurden Tonnenweise versprüht („Agent Orange“) und schädigen vermutlich noch heute die Menschen in diesen Gebieten nachhaltig. Da wurde mit Drogen experimentiert („Wir brauchen keine verweichlichten Soldaten, sondern Berserker, die keine Schmerzen kennen und voll belastbar sind. Ja, LSD klingt gut.“) und Bombenteppiche gelegt, die die Abwürfe im zweiten Weltkrieg als Kinderparty erscheinen lassen. Wie viele Millionen Zivilisten in den Jahren der US-Intervention starben, ist nie offiziell ermittelt worden. Ich habe mich mal mit einem älteren GI unterhalten, dessen Aufgabe es war, Leichen zu zählen. Um sich nicht in Todesgefahr zu bringen, hat er zumeist irgendwelche Zahlen ins Formular eingetragen und ist in seinem Unterstand geblieben.

Seit dem Tod Kennedys hat die USA mehr Kriege und Umstürze vom Zaun gebrochen, Konventionen gebrochen, und Vereinbarungen für nichtig erklärt, dass man guten Gewissens behaupten kann, dass die US-Regierung nicht in den Händen freiheitsliebender und republikanischer Leutchen ist, sondern von Lobbyisten durchdrungen ist, deren Ziel es ist, den militärisch-industriellen Komplex an der Macht zu belassen. Was eignet sich dazu am besten? Natürlich Kriege und Terror-Ängste. „Hey, wir brauchen noch ein paar Billionen mehr!“ – Freilich, ohne Geld spielt keine Musik. Der militärisch-industrielle Komplex wiederum ist nur die Marionette der Banksters (Huh, da gäb’s Geschichten zu erzählen!), die durch ihre Geldpolitik Staaten stürzen oder stützen.

Bleiben wir beim Thema. Wer sind also die Drahtzieher des Attentats? Nun, wie gesagt, reine Spekulation. Aber man muss sich nur anschauen, welche Leutchen in den Jahren nach 1963 an die Macht gekommen sind. Wer bitteschön war ein gewisser Richard Nixon? Watergate, you know!  Gerald Ford? Ach ja. Der ehemalige Marine-Offizier war in der Warren-Kommission und sollte die Hintergründe des Attentats aufklären. Wie sieht so eine „Fordsche“ Verbrechensaufklärung aus? In dem er Anweisung gab, in den Akten festzuhalten, dass eine der Kugeln durch Kennedys Hals ging, obwohl sie tatsächlich in seinem Genick/Rücken eindrang (eine entscheidende Einflussnahme in der Beweisaufnahme – davon später einmal mehr). Nixon ernannte später Ford zu seinem Nachfolger, nach dem ihm das Wasser (Watergate) bis zum Hals gestanden war. Ford ist demnach der einzige Präsident in der Geschichte der USA, der nicht gewählt wurde. Oder ein George H. W. Bush? Über dessen Großvater mütterlicherseits erschreckende Dinge in Erfahrung zu bringen wären! Der „ein Mann des Militärs“ ist (sagt sogar Wiki!) und Gouverneur von Texas (Dallas liegt in Texas, folks!), sowie  Leiter des CIA war. Was machen die US-Geheimdienste doch gleich mit ihren Milliardenbudgets? 2008 war das offizielle Budget satte USD 50 Milliarden schwer. Ach ja, sie investieren in Umstürze und Putschversuche. Ist bekanntlich ein lukratives Geschäft, nicht? Das der „Erdnuss-Farmer“ Jimmy Carter Gerald Ford ablöste, war ein bedauerliche Zwischenfall für die Lobbyisten des militärisch-industriellen Komplexes (man muss sich nur das Foto auf Wiki anschauen, das Ford mit Cheney und Rumsfeld zeigt – beide hatten damals noch mehr Haare am Kopf – und man bekommt ein Gefühl für die politischen Verstrickungen, die natürlich immer nur die sichtbare Spitze eines unsichtbaren Eisberges sind!). Auf Jimmy Carter wurde übrigens auch ein (medial wenig beachtetes) Attentat verübt, nach dem er sich kritisch über den Konsumwahnsinn seiner Landsleute äußerte. Vielleicht wollte man ihn auch nur einschüchtern.

Und ist es nicht ein seltsamer Zufall, dass Robert Kennedy, der eine Politik des Friedens, der Rassengleichheit propagierte, aus dem Rennen um die Präsidentschaft und Nixon in die Präsidentschaft geschossen wurde? Der „alleinige“ Attentäter gab die Schüsse von vorne ab, interessanterweise wurde Kennedy mehrmals von der Seite getroffen. Ist es nicht ein seltsamer Zufall, dass Ronald Reagan mit 7 Kugeln beinahe aus dem Amt und George H. W. Bush ins Amt geschossen wurde? Übrigens, der „alleinige“ Attentäter hatte nur einen sechsschüssigen Revolver bei sich. Während Reagan im Krankenhaus lag, leitete sein Vize, George H. W. Bush, die Amtsgeschäfte und soll das Okay für die geheimen Waffenlieferungen an den Iran (oha!) gegeben haben (mit dem Geld wurden die Contras finanziert, die in Nicaragua putschen sollten und nebenbei die USA mit Kokain überschwemmten – natürlich mit Wissen des CIAs). Die Aufdeckung des Skandals (Iran-Contra-Affäre) brachte nur einen unbedeutenden Offizier hinter Gittern. Procedure as usual, folks!

Wenn man also die politischen Gegebenheiten in den USA nüchtern betrachtet *hicks*, kommt man zum Schluss, dass wir es hier mit einer obskuren Bananenrepublik zu tun haben, wo der Anführer jederzeit ausgeknipst wird, wenn er vom Kurs der Lobbyisten abweicht. Ist das eine demokratische Republik? In der Schule habe ich nicht gelernt, dass es rechtlich einwandfrei wäre, jemanden über den Haufen zu knallen, wenn einem die politische Ausrichtung nicht gefällt. Interessanterweise werden immer nur jene Präsidenten (oder Anwärter) Opfer eines Attentats, die eine vernünftige und humane Politik machen wollen. Martin Luther King, jr., der einen gewaltfreien Protestmarsch nach Washington organisierte, kam keine Meile weit. Und John Lennon, der sogar die US-Regierung verklagte und sich immer wieder gegen den Wahnsinn des Krieges aussprach, tja, bekam auch ne Kugel in den Schädel.

Ich frage mich, warum es immer nur die „good guys“ erwischte, nie die „bad guys“. Derweil gäb’s viel mehr von den „bad apples“, als von den „good apples“. Fallen nur mir solche Fragen ein?

Wenn wir also davon ausgehen, dass es durchaus üblich ist, Attentate im In- und Ausland zu verüben, dann könnte man ja den Einsatz ein wenig erhöhen, und sogenannte  „false flag“ – Operationen durchführen, um „hehre“ Ziele zu erreichen, oder? In der Vergangenheit erfreuten sich diese Unternehmungen größter Beliebtheit. Die Nazi-Schergen zündelten den Reichstag an und schoben es den Kommunisten in die Schuhe. Innerhalb kürzester Zeit wurden alle Kommunisten verhaftet und Gesetze erlassen, die das republikanische Deutschland – Stück für Stück – zu einer Diktatur werden ließen.

Schon in den 1950er und 1960er Jahre kamen die Lobbyisten auf die famose Idee, „kubanische“ Anschläge in den USA zu verüben. Dazu könnte man ein „Flugzeug“ nehmen, dieses mit „ausgesuchten Passagieren“ bestücken und über Kuba abschießen, so dass die Schuld unweigerlich auf das kommunistische Regime fällt. Natürlich müsste dieser hinterhältige Abschuss mit einer Invasion der Insel beantwortet werden („Hey, endlich gibt’s dort wieder Spielcasinos für die Mafia!“ – Mafia? Ach ja. Der Chef des FBI, Edgar Hoover (er hatte die hübsche Vorliebe, in Damenkleidung  zu posieren), bestritt lange Zeit, dass es in den USA ein organisiertes Verbrechen gäbe (er wurde vermutlich erpresst). Erst Robert Kennedy machte nach etlichen Untersuchungen klar, dass es sehr wohl organisierte  Verbrechen gäbe und führte in einem Ausschuss des Senats viele Anhörungen durch, die dies bewiesen. Ich denke, die „netten Gangster“ hatten viel Grund zur Freude, als der junge Kennedy, am Boden liegend, verblutete). Edgar Hoover soll ein Memo an die Polizeibehörde von Dallas geschickt haben, in dem er unmissverständlich klar machte, dass Lee Harvey Oswald als alleiniger Täter überführt werden musste. Jener Oswald, der drei Schuss innerhalb von sechs Sekunden abgegeben haben soll (obwohl es Indizien gab, die auf mehr als drei Schüsse hindeuten – aber mehr als drei Schuss konnte Oswald in den sechs Sekunden unmöglich abgeben; hier sei noch angemerkt, dass der Konvoi mit dem Auto des Präsidenten langsamer wurde und beinahe zum Stehen kam, als die Schüsse abgefeuert wurden). So nebenbei nahm sich das FBI aller polizeilicher Unterlagen (Fotos, Filme, Akten, Interviews, …) an und hatte 4 Tage Zeit, diese zu sichten (manipulieren?), bevor diese für weitere Untersuchungen herangezogen wurden.  Der Parafin-Test (falls jemand eine Waffe abfeuert, hinterlässt es Pulverspuren an Händen und Gesicht) von Lee Harvey Oswald war negativ, wurde aber in den Unterlagen nicht weiter berücksichtigt.

Gäbe es da noch die Taktik der gezielten Anschläge in den USA („a new Pearl Harbour“), um die eigene Bevölkerung zu „motivieren“, mehr Geld für den militärisch-industriellen Komplex auszugeben einerseits, andererseits um sich selbst die Fesseln anzulegen („Patriot Act“, „Homeland Security“), erfreuen sich größter Beliebtheit. Mission completed, folks!

Wenn man sich die hoffnungsvolle Hysterie vor Augen führt, die der junge Kennedy während seiner Wahlkampftour auslöste, dann erinnert es frappant an den Obama-Hype im Jahr 2008. Nach dem Prinzip „never change a running system“ hätte demnach der gute Obama nicht weit kommen dürfen. Interessanterweise hat man ihm kein Haar gekrümmt. Was sagt uns das? Ich schätze, die Lobbyisten schalten und walten, wie sie es für richtig halten – immerhin haben sie ja Einfluss auf die konzentrierte Medienmacht. Es tut nichts mehr zur Sache, wer als Präsident im Weißen Haus einzieht, die mächtigen Leutchen sind nämlich schon längst dort.

Douglas Horne graduated Cum Laude from The Ohio State University in 1974 with a B.A. in History. He worked for the Navy in various capacities for 20 years before joining the staff of the Assassination Records Review Board in 1995. Doug served on active duty in the Navy as a junior officer for ten years, achieving professional qualification as a Surface Warfare Officer in 1976, and was stationed onboard three surface combatants in the Pacific Fleet: USS Ouellet (FF-1077); USS Reeves (CG-24); and USS Worden (CG-18). Mr. Horne subsequently worked for the Navy for an additional ten years in a civil service capacity, in support of a vital Cold War antisubmarine warfare program. Following his ARRB experiences, Doug filled the post of Manager, Visitor Services Branch at the U.S. Holocaust Memorial Museum. He now works for the State Department. [taken from amazon.com]

Jim Marrs is an award-winning journalist and author. After graduating from the University of North Texas with a degree in journalism, Marrs worked for and owned several Texas newspapers before becoming an independent journalist/author. Marrs is the author of the New York Times bestsellers, Crossfire: The Plot That Killed Kennedy, the basis for the Oliver Stone film JFK, and Rule by Secrecy. His in-depth overview of the UFO phenomenon, Alien Agenda, is the best-selling non-fiction book on UFOs in the world, having been translated into several foreign languages. He is a frequent guest on several nationwide radio talk-show programs and television programs. [taken from amazon.com]

John Barbour: Lucille Ball’s favorite writer, aside from the wonderful writers of her show, was John Barbour. She said for the ten years that John was the film critic for Los Angeles Magazine, she couldn’t wait for the beginning of the month just to read his reviews. And watch him on KNBC’s six o’clock news! And when Bob Wood was President of CBS TV he said, ‚If Mark Twain had a microphone and camera, he’d be doing a lot of what John is doing!‘  When John was crafting the number one show in TV for three years, his commitment was always to STORY and PURPOSE! [taken from his website johnbarboursworld.com]

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Eine Antwort zu “JFK und ein kleiner Staatsstreich

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