Die Hilflosigkeit des Users

Mit einmal schließt sich ein Programm nach dem anderen und der PC wird heruntergefahren. Was soll man da machen? Man kann nichts machen. So ist das. Man ist nur noch Passagier auf einem untergehenden System. Wer auch immer meinte, Software, die mechanische Arbeiten übernimmt – wie eben das Ein- und Ausschalten – würde das Leben erleichtern, der wird früher oder später eines Besseren belehrt. Wie jene Autos, die nicht mehr starten wollen, weil die Software es ihnen nicht erlaubt. Bin ich deshalb technikfeindlich, weil ich mir diese Gedanken mache? Und würde ich sie mir machen, wenn mir dieser sonderbare Absturz nicht passiert wäre? Immer bedarf es eines Auslösers, um einen Gedankenstrom einsetzen zu lassen.

Und weil ich gerade noch ein paar Minuten Zeit habe, möchte ich festhalten,  dass unsere Regierung eine Annonce in der Presse lancierte, wo sie auf das große Budgetdefizit und die Notwendigkeit hinwies, dass WIR sparen müssen. Nun, vielleicht entgeht es der Regierung, aber vielleicht sollte sie sich mal die letzten 30 Jahre anschauen und herausfinden, wer denn zu guter Letzt in den guten Zeiten am meisten profitiert hat. Die Arbeiterklasse wenig, die Mittelschicht ein bisschen. Wer hat also den Kuchen gierig gegessen? Und jetzt, wo nur noch Krümel übrig sind, da lösen sich die Gewinner in Luft aus – oder tun so, als hätten sie nie satte Profite gemacht.

Advertisements