richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Die 300 Seiten Madeleines

Jetzt liegt es also vor mir. Der Ausdruck von Band III der Tiret-Saga: MADELEINE. Etwa 300 Seiten sind es geworden. Die nächsten Tage werde ich diese letzte Version von vorne bis hinten  durchgehen. Fehler anstreichen. Doppeltes ersetzen. Kompliziertes vereinfachen. Aber immer, wenn man fürs Erste mit einem neuen Buchprojekt fertig ist, ist es diese Leere, die einen für die nächste Zeit auf Schritt und Tritt begleiten wird. Wobei, es gibt noch viel zu tun. Aber das Intensive ist dahin. Man sperrt sich nicht mehr ein. Hat keinen Grund mehr, sich von der Welt da draußen abzuwenden. Plötzlich werden einem wieder Augen und Ohren geöffnet. Nicht, dass man es unbedingt möchte. Es geschieht einfach.

Nach meiner Durchsicht wird das Manuskript, bereits im hübschen Taschenbuch-Layout, CH. und DG. geschickt. Sie wollen unbedingt eine erste Version von Madeleine lesen. Das ist erfreulich. Weil ich mir die eine oder andere Rückmeldung erwarten darf. Was auch immer ich damit dann mache. EL., mit der ich schon intensivst das eine oder andere Kapitel durchgekaut habe, wird auch beglückt werden. Freilich, die von mir in den letzten Tagen und Wochen gemachten Überarbeitungen schienen EL. nicht immer überzeugt zu haben, weil oftmals das Schnörkellose, Geradlinige nun ins Breite, Überladene kippte. Und diese eine Szene, meine Güte, wie viele Ansätze, sie „richtig“ zu machen, gab es da? Muss ich hierzu noch anmerken, dass es um Mann und Frau und einer inniglichen Umarmung geht? EL. hat mir da gehörig den Kopf gewaschen. Das war wohl notwendig. Und EJ. wird sich wundern, wie erwachsen und reif Madeleine nun geworden ist.

Ob Madeleine jemals als Taschenbuch erscheinen wird, steht in den Sternen. Ich möchte einen Versuchsballon starten (bitte pusten). Die Idee ist, 99 verbindliche Vorbesteller zu finden, die bereit sind, bereits im Vorhinein und im Voraus den offenen Betrag zu überweisen und dann so lange zu warten, bis die 99 Vorbestellungen fixiert sind. Im schlimmsten Falle könnte es geschehen, dass es nie dazu kommt und damit würde das Taschenbuch auch nie gedruckt. Der Vorbesteller erhält in jedem Falle nach Eingang der Zahlung das ebook (PDF, epub, mobi)  und – so er es wünscht – eine freundliche Erwähnung in der Danksagung (die auch im gedruckten Buch nicht fehlen wird). Warum ich gerade bei der  7. Veröffentlichung (das 5. Buch) so einen Versuch starte, wird später en detail erklärt.

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12 Antworten zu “Die 300 Seiten Madeleines

  1. nebenschauplatz Dienstag, 11 Mai, 2010 um 1:54

    nr 11 ist vorbestellt. herzlichst, m

    • Richard K. Breuer Dienstag, 11 Mai, 2010 um 10:36

      An und für sich hat die Vorbestellungsphase ja noch gar nicht begonnen, Maureen, aber weil du eine treue Seele bist, trara, bist du die No. 1 auf der Dankesliste. Ja, Madeleine muss bis nach Hong Kong gehen 😉 Ganz liebe Grüße aus Wien.

  2. Victoria Dienstag, 11 Mai, 2010 um 21:33

    Ich wedel‘ den Ballon in meine Richtung – man muss ja wissen, wie die andere Seite der Geschichte ausschaut.

    Oder, prosaischer gesprochen: neues aus der Revolution! Hip, hip, huzzah! Auf den Band kann man sich ja noch freuen, „Penly“ fürchte ich schon ein bisschen herbei, dank dunkler Andeutungen, Monsieur L’Auteur!

    • Richard K. Breuer Dienstag, 11 Mai, 2010 um 21:58

      Oh, Mademoiselle V. gibt sich die Ehre eines Ballons. Oui, oui, nach Madeleine wirst du wissen, was sich am Horizont von Penly zusammen braut. Dunkle Wolken. Aber jedes Ende ist ja bekanntlich ein neuer Anfang.

      Du bist Numero 2.
      Verneigung.
      Da liegt noch ein weiter Weg vor uns, aber mit ein wenig Spucke schaffen wir es, das gedruckte Buch vor deinem neuen zweiten im Regal zu haben, oder? 😉

  3. Victoria Dienstag, 11 Mai, 2010 um 22:55

    Das gute an der Sache ist – nach „Brouillé“ erwarte ich von Dir nichts als doppelte Böden; das heißt, selbst wenn der gesamte Hauptcast Madame Guillotine träfe, würde ich wahscheinlich irgendeinen Dreh erwarten; sogar, dass Du den doppelten Boden des doppelten Bodens einbaust, und alles So. Ist.
    Whoa, mindscrew.

    Bei meinem derzeitigen Arbeitstempo ist DIE SERIE komplett, bevor Das Neue Pojekt das Licht der Regale erblickt, oi. (Abgabetermin ist Februar. Ab Herbst gehe ich vermutlich in Klausur. Wie letzten Frühling).

    • Richard K. Breuer Mittwoch, 12 Mai, 2010 um 8:58

      Ja, in Klausur gehen, das hat schon was. Die 3 Folgebände zu Tiret entstanden ja auch im Herbst, abgeschieden von der stumpfsinnigen Welt da draußen 😉

      Brouillé ist ja dem Element Wasser zugeordnet und wie wir wissen, ist ein Fluss kein beständiger Boden, ob doppelt oder dreifach sei dahingestellt. Madeleine wiederum ist Erde. Da wird dann geschaufelt und gegraben. Gruben und Gräber. Oui, oui.

      Okay, Abgabetermin Februar klingt noch seeehr weit weg.

      • Victoria Mittwoch, 12 Mai, 2010 um 19:20

        Ah, ja genau, die Sache mit den Elementen. Fouché. 😉 Und jetzt mach‘ mich nur ruhig weiter neugierig, mit den Gruben und Gräbern – dann muss ich Dich doch um eine Beta-Version zum vorablesen anbetteln, auch wenn Bücher traditionell in gedruckter Form mir irgendwie lieber sind. =)

        DREI Romane in EINEM Herbst? Fühl‘ Dich an dieser Stelle virtuell angeglotzt. (Es sei denn, es war so ein „als ich am ersten November vor die Tür trat, merkte ich, dass es Mai geworden war“-Herbst. Aber selbst dann – Kompliment). Wie gesagt, mir macht schon der Februar Sorgen… nachdem ich an der Maskerade alles in allem irgendwas um die zwei Jahre gewerkt habe. Oi.

      • Victoria Mittwoch, 12 Mai, 2010 um 19:23

        Und das sollte natürlich „Touché“ heißen. Mit einem T wie „Talleyrand“, nicht mit einem F wie… „Fouché“.

        Die Revolution übernimmt meine Tippfähigkeiten. Hilfe. 😀

      • Richard K. Breuer Mittwoch, 12 Mai, 2010 um 19:36

        „Fouché“ und „Talleyrand“, die beiden werden ja vom Stefan Zweig köstlich beschrieben, im Besonderen, wenn auch noch Napoleon mit von der Partie war. So ein Tippfehler trägt Früchte.

        Eigentlich wollte ich nur einen Band schreiben, daraus sind dann zwei und am Ende gar drei geworden. Ist mir passiert, sozusagen. Wobei, man muss schon ehrlich sein und dazu sagen, dass es die Rohfassungen waren, die da hingerotzt wurden. Die Überarbeitungen (wegwerfen und neu) zogen sich natürlich auch dahin. Und wäre nicht „Schwarzkopf“ dazwischen gekommen, wer weiß, ob aus „Brouillé“ überhaupt ein Kriminalstück geworden wäre.

        Nach dem ersten Buch geht vieles leichter. Wirst sehen, Vic, nach dem du die erste Seite gefüllt hast, sprudelt es nur so aus dir 🙂

      • Richard K. Breuer Mittwoch, 12 Mai, 2010 um 19:37

        Ach so, ja, natürlich schick ich dir mal ne Vorabversion. Momenterl …

      • Victoria Donnerstag, 13 Mai, 2010 um 15:33

        Entschuldige, dass ich Dir Deinen Blog zuspamme, aber: wo hat Zweig über Napoleon geschrieben? Das klingt verdächtig nach einem literarischen Crowning Moment of Awesome, und ich kenne es nicht. Oi.

        Und jetzt würden mich natürlich die Hintergründe der Urversion zu „Brouillé“ brennend interessieren – vor allem, was es war, als es noch kein Kiminalfall war. Sozusagen. =) Was alles hätte sein können…

      • Richard K. Breuer Freitag, 14 Mai, 2010 um 9:42

        Huh. Die Urversion von „Brouillé“ sah tatsächlich gänzlich anders aus. Von Agatha Christie war da noch lange nichts zu sehen. Eher der Versuch, die Gier des Menschen in allen Rangstufen abzubilden. Aber vielleicht nehme ich das Thema wieder auf und verwurste es in einen der nächsten Bände. Who knows?

        Stefan Zweig beschreibt in „Fouché“ die Zwistigkeiten zwischen den zum Größenwahnsinn neigenden Napoleon, dem intriganten und berechnenden Fouché und dem Aristokraten par excellence Talleyrand. Köstlichst!

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