richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Was zu tun befiehlt die Eitelkeit

Hurtig hingeschrieben. Bevor ich es wieder verschiebe oder vergesse. Mein todo. Kurz und knapp auf den springenden Punkt gebracht. Damit die Leserschaft (und ich gleich mit) sieht, ei, der Kerl faulenzt nicht herum, auch wenn es tropische Temperaturen sind, die das kreativen Wüten nicht hindern, aber doch ein klein wenig erschweren (würde es mir besser gefallen, in der Kälte des Winters zu zittern?).

Was gilt es also zu tun? Die Wiener Buchmesse im November, mit eigenem Stand, muss durchgedacht werden (Werbung, Marketing, Ankündigungen, Flyer, Prospekte, Plakate, Webseite, Blog, Twitter; möchte eine gesponserte Leseprobe verteilen; möchte die Werbetrommel rühren, Aufmerksamkeit erheischen; virales Marketing); Madeleine so gut wie fertig, in den nächsten Tagen zum Letztkorrektorat (EJ.), dann Korrekturen einarbeiten, dann noch mal ein Korrektorat beauftragen (doppelt hält besser!); Erik geht gut voran, überarbeite Kapitel um Kapitel; Simona ist mir da eine große Stütze (weil ich mir nicht gar so alleine vorkomme, in den Weiten des Textes), gibt mir zu meinem Geschreibsel die notwendigen Rückmeldungen; sind diese eingearbeitet, werde ich EJ. für ein Lektorat bemühen (sie weiß noch nicht, wohin die Reise geht, die erotische Züge trägt; in jedem Fall ist es eine Herausforderung für uns beide, da wir neues Terrain betreten); viele Ideen bezüglich der Umsetzung; möchte Erik zur Buchmesse präsentieren; erhoffe mir dadurch den essenziellen „Medien-Rummel“ (natürlich in Relation zu sehen: ich bin ein Kleinstverleger! Da kann schon eine Randnotiz in einem respektablen Printmedium Wunder wirken). Ein Kapitel ist aber noch nicht geschrieben. Bedeutet viel Arbeit, viel Mühe, viel Plackerei, während das Überarbeiten des alten Textes recht leicht von der Hand geht; zwei neue Kapitel („Trockentraining“ und „Spielsession“) en passent geschrieben. Ging so einfach, dass ich mich noch jetzt wundere (Simona meinte zum Trockentraining, dass es „gut gelungen“ sei). Oftmals mit den angestaubten Textstellen gar nicht zufrieden. Habe ich mich um so viel weiterentwickelt, die Jahre? Definitiv! Penly ist noch in der Rohfassung. Viel Arbeit kommt auf mich zu. Weil es einen neuen Ansatz für meine historsiche Reihe „Tiret“ verspricht und dabei Tarantinoeske Züge trägt. Das Absurd-Komische wird blutig, ohne dabei den Witz zu verlieren. Darin liegt die Schwierigkeit: die Ernsthaftigkeit nicht aus den Augen zu verlieren, denn tut man es, ist aller Aufwand umsonst und die epische Geschichte verkommt zur netten Beiläufigkeit, die vorgibt, mehr zu wollen (sprich: der Autor scheiterte kläglich). Dass Penly zur Buchmesse vorgestellt wird, ist unwahrscheinlich (auch wenn ich dahingehend immer Optimismus versprühe und lapidar anmerke, dass es an mir nicht scheitert. #99 – die Förderaktion geht nur schleppend voran. Es war wohl zu erwarten. Deshalb muss ich mich dahingehend mehr bemühen (die Annahme, die Förderer würden von sich aus tätig werden, andere zu „ködern“, hat sich nicht bestätigt; das ist nicht weiter schlimm, sondern zeigt nur, wie so eine Aktion in der Wirklichkeit des Lebens abläuft; darum mache ich dieses Förder-Projekt: um später den Interessierten sagen zu können, wie es funktionierte und was sich andere, die ähnliches planen, zu bedenken haben; die Idee wird generell wohlwollend aufgenommen (weil ich damit niemanden Böses tue, natürlich!). Aber schön, wenn dann im Buch (und das wird es geben, so oder so) die Namen der Förderer abgedruckt sind und der Leserschaft bewusst gemacht wird, dass Literatur nicht aus dem Nichts entsteht, genauso, wie der Mensch nicht von nichts abbeißen kann, auch wenn er es immer wieder versucht). Mobile Kunstaktion im 20. Bezirk ist nun schon bald zwei Wochen her und ich sollte daran gehen, darüber zu schreiben. Fotos von Laura bekommen. Anfang nächster Woche dann der  Blogbeitrag. Ich nehme es mir fest vor. Wie gehst du mit Kritik um?, lautet die Frage, die mir Alexandra vom Literaturblog „Bücherwahnsinn“ gestellt hat. Werde also daran gehen, eine ehrliche Antwort zu schreiben. Weil die Antwort auch für mich interessant ist. Weltmeisterschaft 2010 neigt sich dem Ende zu. Ich habe über jedes der Spiele (mehr oder weniger) ausführlich gebloggt. Heute noch das kleine Finale. Morgen das große. Dann noch das Resümee und der Fußball ist wieder für längere Zeit Geschichte. Die hochgegangenen Emotionen, in Bezug auf meine Deutschland-Schelte, sind in den Kommentaren nachzulesen. Ich habe mich bis dato noch nicht geäußert, weil es am Ende doch nur um ein Spiel geht. Nicht mehr. Nicht weniger. Eifelkrimi von Guido liegt noch in der Lade, ungelesen. Das ist mir schon sehr peinlich. Weil ich es sicherlich schon längst einmal wenigstens lesen hätte können. Und schlecht schreiben tut er ja nicht, der gute Guido (seine Kommentare, die er dann und wann in diesem Blog ablässt,  sind nicht nur köstlich, sondern auch durchwegs bestechend in der Formulierung). Aber ich befürchte, wenn ich mal anfange zu lesen, beginne ich im Geiste schon die neuen Passagen zu schreiben und dann komme ich von einem zum anderen und eh ich mich verseh, habe ich mir ein neues Projekt „aufgehalst“, wo es doch noch die anderen  gibt. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wirklich! frisch gespielt, das Magazin für Brett- und Gesellschaftsspiele in Österreich (und natürlich auch für Deutschland), für das ich das Layout mache, geht ins Web. Ich werde es, soweit es meine Zeit zulässt, begleiten und möchte dabei Social Media-Dienste nutzen. Die üblichen Verdächtigen halt (twitter, facebook). Das neue Magazin ist endlich fertig und druckfrisch. Punzengrubers Buch, für das ich das Layout mache, geht in die Endphase. Ich denke, es wird ein hübsches Buch. Für eine Comic-Krimi-Anthologie (Milena Verlag, Herbst 2011) hätte ich mich spontan bereit erklärt, einen Text abzuliefern. Zum Glück noch lange hin, trotzdem gilt es, eine Eingebung diesbezüglich zu finden – gut Ding braucht ja bekanntlich Weile. Am 14. Juli habe ich wieder vor, den ganzen Tag, den ganzen Abend im Café der Provinz (Maria Treu Gasse) Gasthaus NEUER an der Alten Donau zu verbringen, um der Französische Revolution zu „gedenken“. Die Leserschaft ist herzlich auf ein Schwätzchen eingeladen. Also vorbeikommen. Ich werde an dieser Stelle noch die Details bekannt geben. Ein paar illustre Leutchen habe schon mal (vorsichtig) zugesagt. Ich lasse mich überraschen. Wer kommt, der kommt. Anmeldungen sind bitteschön nicht erforderlich.

Hab ich was vergessen? Ach ja. Der obige Beitrag ist nicht qualitätsgesichert. Dafür reicht jetzt die Zeit nicht 😉

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14 Antworten zu “Was zu tun befiehlt die Eitelkeit

  1. buchfieber via TWITTER Samstag, 10 Juli, 2010 um 19:18

    Boah, so viel arbeite ich nicht mal für Geld 😉 RT @dschun „Was zu tun befiehlt die Eitelkeit“ http://bit.ly/9pEkzT

  2. Guido M. Breuer Sonntag, 11 Juli, 2010 um 10:09

    gar nicht schlecht, die offene ToDo-Liste des gläsernen Verlegers und Autors. Da kann ich ihm noch nicht mal böse sein, dass er mein Manuskript verlegt hat, nur dummerweise in einer Schublade 😉
    Er ist ja clever, der Richard, und schmiert mir hier öffentlich Honig ums Mäulchen, er weiß halt was Autoren brauchen … aber lass erstmal die WM vorbei sein, dann das machen, wozu die bestehenden Vertragspartner einen netterweise zwingen, und dann machen wir Kohle mit dem wienerischen Eifelkrimi! Denn wo der Eifelbreuer mitmacht, tut auch immer was bei rumspringen (dieser Satz nur zum Beweis meiner Sprachkünste); ich bin nämlich ein seltenes Exemplar der geldgeilen Autoren, die ohne Bezahlung keinen Satz von sich geben. Ach so – Richard, wieviel bekomm ich noch mal dafür, hier diese blöden Kommentare reinzuschreiben?

  3. Guido M. Breuer Sonntag, 11 Juli, 2010 um 10:56

    hör mal, ich bin Künstler, ich brauche regelmäßig meine Schläge – und wenn ich die nicht unaufgefordert bekomme, hole ich sie mir ab 😉

  4. Victoria Sonntag, 11 Juli, 2010 um 16:15

    Ja, schon gut, mach‘ den LeserInnen nur den Mund wässrig, obwohl sie in absehbarer Zeit KEIN Penly bekommen werden.

    Find‘ ich jetzt nicht gesteigert anständig 😀

    V,
    die GEDULDIG Wartende

    • Richard K. Breuer Sonntag, 11 Juli, 2010 um 18:11

      Schlapperlot, die gute V. sehnt sich nach Penly. Das liest man gerne und wird seine Wirkung bestimmt nicht verfehlen.

      Vielleicht möchte V. zwischenzeitlich in „Erik“ blättern? Ich bin sicher, er würde die notwendige Zerstreuung bringen. Vielleicht auch den einen oder anderen Hitzeschub.

      R.
      der TUENDE

      • Victoria Sonntag, 11 Juli, 2010 um 20:52

        Gerne! Ich brauch sowieso noch Zug & Flugzeugslektüre!

        (Hab‘ ich Dir eigentlich jemals die Geschichte vom Rückflug von der Buchmesse Leipzig samt Brouillé und einem sehr ungehaltenen Sitznachbarn erzählt?)

      • Richard K. Breuer Montag, 12 Juli, 2010 um 0:10

        Oha. Die Geschichte „Brouillé und der ungehaltene Sitznachbar“ klingt verdächtig nach Loriot. Ich bitte um detaillierten Bericht 🙂

        „Erik“ gibt es aber nur als PDF. Kannst du das im Zug/Flugzeug lesen?

    • Richard K. Breuer Montag, 12 Juli, 2010 um 9:35

      Madame V., du hast mal das erste Kapitel „Lydia“ im virtuellen Postfach liegen. Falls es gefällt und dir eine leichte Schamröte ins Gesicht zaubert, dann gibt’s natürlich noch weitere Kapitel. Ja, ja.

      • Victoria Montag, 12 Juli, 2010 um 13:42

        Danke, schon gesehen! =) Das Problem ist nur, dass ich vor 15. (wenn ich wegfahre) nicht wirklich zum Lesen kommen werde; insofern hau‘ ich Dich jetzt ganz SCHAMLOS gleich um ein paar weitere Kapitel an, damit ich mir dann unterwegs einen vertieften Gesamteindruck verschaffen kann. Bittebittebittedanke? 😉

        (PDF ist kein Problem, ich reise mit Alexander, dem Nerdbook)

      • Richard K. Breuer Dienstag, 13 Juli, 2010 um 10:53

        Na, wenn Madame V. so sehr bittet und bettelt, dann kann man(n) ihr ja keinen Wunsch abschlagen, oder? Also gut, ich werde dir ein paar Kapiteln mehr mit auf die Reise geben. Ich hoffe, dein Nerdbook wird nicht zu warm dabei 😉

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