richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Die Erstürmung einer Bastille

Am 14. Juli, dem Jahrestag der Erstürmung der Bastille (vulgo Französischer Nationalfeiertag), habe ich mich an die Alte Donau gesetzt und mich still und leise beschäftigt. Ins Tagebuch gekritzelt, Kaffee getrunken, über einen neuen Folder nachgedacht und dergleichen mehr. Dann, quelle Surprise, klopfte SZ. bei mir an, will heißen sie steuerte meinen Tisch an und leistete mir Gesellschaft. SZ. habe ich über ihren Blog the sandworm kennen gelernt (der natürlich eine dringende Lese-Empfehlung ist). Später dann die obligate Verbandelung – einfach so – auf facebook. Und über Twitter sowieso. Dass sie meinem virtuellen Aufruf, der Franz. Revolution an der Alten Donau zu gedenken, nachkommen würde, konnte ich nicht ahnen. Umso erfreulicher verlief dann unser mehrstündiges Geschwafel bei ein, zwei Glaserln Wein.

Gespräch

konspirative Gespräche im Grünen

SZ. ist Soziologin und Kriminologin. Was fällt uns dazu ein? Ja, vermutlich viele Profiler-Filmchen, aber damit hat die gute SZ. jetzt wiederum nichts am Hut. Vielmehr zählte ich eins und eins zusammen („Milchmädchenrechnung“) und kam zum Schluss, dass wir unbedingt gemeinsam dieses „verschwörererische“ Sachbuch machen sollten, das mir im Kopf herumspukt. Freilich, so schnell schießen nicht einmal die Preußen (angeblich), deshalb müssen wir uns vorerst an die möglichen Themen vorsichtig annähern und versuchen, einen gemeinsamen Faden zu finden (besser: einen Strang, an dem wir ziehen können). Ein Exposé für den Ueberreuter Verlag sollte die erste Ausbeute dieses Streifzugs werden. Sollten die Damen- und Herren Lektoren Interesse zeigen, könnte es zu einem realen Projekt werden, das – trara – Geld abwirft. Ist ja heutzutage nicht selbstverständlich. Schon Mercier sagte vor rund 200 Jahren:

Die Literatur, die Poesie, die schönen Künste und Wissenschaften,
die Erzeugnisse des Gehirns können niemals einen Menschen ernähren.

Was soll man da noch hinzufügen? Eben. Jedenfalls war SZ. eine sehr sympathische, sehr umgängliche und blitzgescheite Gesprächspartnerin, die durch ihre Auslandsaufenthalte auch in „fremde“ Kulturen geschnuppert hat.  Reiseschriftstellerin wäre ihr großer Traum. Bis dahin schreibt sie, was ihr unter die Finger kommt. In Wien und anderswo. So eine Mitstreiterin im sachbüchlichen Überlebenskampf kann man sich nur wünschen. Fein, sehr fein!

Später, als sich SZ. längst wieder in die „City“ aufmachte, besuchte mich EJ., meine Lektorin, dann noch Iris Maria, die, leicht bekleidet, gerade von einer abkühlenden Schwimmerei kam. Dass sie den Herzschlag der drei hinzukommenden Akademiker beschleunigte, soll nicht verschwiegen werden. Wobei, der Alt-68er-Künstler unter ihnen meinte später, dass bei ihm „nichts mehr flattere“. Ich gehe davon aus, dass er sein Herz, nicht die Libido meinte. Der Philosoph wiederum, der meinte lapidar, dass er auf der Uni vieles gelernt hätte, aber nicht, wie er zu einer Freundin käme. Ja, die beste Schule ist wohl immer noch das Leben, nicht?

fg 01/10

Und weil wir zwei gerade so nett plaudern, möchte ich noch eine erfreuliche Erfreulichkeit dem Leser nicht vorenthalten. Jedenfalls war es so, dass mich eine Nachricht erreichte. Von einer gewissen AR. aus der Steiermark. Sie bestellte das gesamte Breuer-Spektrum, also Tiret, Brouillé, Ro2069, Schwarzkopf. Und später, nach einer kurzen Aufklärung von meiner Seite, förderte sie bereitwillig Madeleine. Schlapperlot. Hat man das schon mal gesehen? Auf die Frage, woher sie von mir und meinen Büchern gehört habe, kam zu Antwort: frisch gespielt. Soll mal einer sagen, so kleine Werbeeinschaltungen würden nichts bringen. Apropos frisch gespielt. Das Spielemagazin (für diese mache ich das Layout, wer es noch nicht weiß) hat eine neue Webseite: www.frisch-gespielt.at – ein Blick auf diese zu werfen, kann nicht schaden, denke ich, wenngleich noch viele Ergänzungen und Erweiterungen nötig sind. Das neue Magazin ist übrigens noch keine zwei Wochen alt (und weil es gerade passt: das „Spiel des Jahres“ habe ich gestern mit den Ls. gespielt). Das wollte ich nur schnell gesagt haben.

Das unkomplizierte Abo (drei Ausgaben, keine Kündigung nötig) gibt es übrigens mit meiner Krimicomedy Schwarzkopf um schlappe € 25,- und ich schreibe es nur deshalb, weil man ja nie weiß, ob jemand genau so ein „Geschenk“ sucht, nicht? War das jetzt aufdringlich?

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2 Antworten zu “Die Erstürmung einer Bastille

  1. Patricia Astrid Imhof Derivaz Montag, 19 Juli, 2010 um 8:11

    Et dire qu’aujourd’hui, les Français fêtent la Prise de la Bastille avec pastis et pétanque 😉
    Salutations républicaines malgré tout…

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