ein traumhaftes Abonnement

Werbeeinschaltungen in eigener und fremder Sache werden gerne überlesen. Ich mache das jedenfalls so. Weil ich mich nicht gerne beschwatzen lasse. Und Aufdringlichkeit kann ich schon gar nicht leiden. Dürfte angeboren sein. Vielleicht will ich mich nicht in Beschlag nehmen lassen. Na, da gibt es wohl viele Gründe. Wie dem auch sei, ich nutze die Gelegenheit, bevor ich wieder die letzten Kapiteln zu Penly angehe, noch schnell eine hübsche Werbeeinschaltung zu platzieren. Im letzten Heft von frisch gespielt habe ich mir erlaubt, ein bisschen aus dem Vollen zu Schöpfen.  Und weil mir die Umsetzung noch immer gefällt, so hübsch schwarz, so hübsch blond, will ich sie dem geneigten Leser nicht vorenthalten. Ja, ja.

Wer nun bis hierher gelesen hat, soll belohnt werden. Mit einer Traumsequenz, die ich letztens hatte. Freud hätte sicherlich seine Freude an mir. Und Christopher Nolan sowieso. Ein bisserl dürfte mich INCEPTION schon beeinflusst haben. Weil ich mich ja immer noch frage, worin der Unterschied zwischen Traum und Realität besteht. Okay, beim einen wacht man auf, beim anderen schläft man ein, aber im Traum selber sind die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion ziemlich verschwommen. Es fühlt sich jedenfalls echt an. Und für das Gehirn ist es das auch. Irgendwie. Jedenfalls beginnt der Traum damit, dass ich am Minoritenplatz stehe. Das hat natürlich eine literarische Bewandnis, aber davon später mehr. Ich warte auf Nathalie. Nennen wir sie so. Weil im letzten Kapitel von ERIK nämlich genau diese Szene angedeutet wurde: Eine „blinde Verabredung“ zwischen Erik und Nathalie, die vereinbaren, ohne ein Wort zu sagen, sich zu küssen. Einfach so. Um diesen sonst so sperrigen Anfang einer jeden Verabredung aufzulockern. Huh. Ob es in der Realität so einfach ist, kann ich nicht sagen, im Traum jedenfalls hat es wunderbar funktioniert. Nathalie kommt, ich warte. Sie geht auf mich zu. Und, voilà, ihre Lippen auf meinen. So einfach kann es also gehen. In einem Traum. Dann lösen wir uns. Ich glaube, wir lachen beide. Muss ja wohl sein, wie sonst soll man so seine verfängliche Situation wieder unverfänglich machen. Dann beginne ich ihr von Azadeh zu erzählen, vom Universum und wie hier Leutnant Märwald steht und zur Bankgasse geht, wo er dann auf die ominöse Billardkugel trifft (oder sie auf ihn) und sich umentscheidet. An der Ecke „Rosengasse“ und Bankgasse will ich Nathalie wieder einen Kuss antragen, aber sie weicht ein Stück zurück und meint, dass es nicht zum „Standardprogramm“ (das Wort weiß ich nicht mehr so genau, aber es kommt irgendwie hin) werden soll. Mein Traum-Ego ist da natürlich ein wenig enttäuscht, weil es ja nichts von einem Traum weiß und nicht volles Risiko gehen kann (im Nachhinein, wenn man aufgewacht ist, denkt man sich nur: warum habe ich mich nicht getraut, es hätte mir ja nichts passieren können). Dann gibt es diesen „traumhaften“ Schnitt und ich sitze mit Nathalie in einem Rosengarten (vermutlich waren es Nelken, aber das klingt dann nicht so gut), auf einer großen, langen Bank und wir sind sehr leidenschaftlich. Vermutlich hat es sich Nathalie anders überlegt und doch zum „Standardprogramm“ geschalten. Also, das war schon eine feine Sache. Mein Traum-Ego konnte gar nicht genug bekommen. Und Nathalie war sehr entgegen kommend – ist nicht immer so. Manchmal sind die Traum-Partnerinnen dann doch recht zickig und ablehnend. Eine Verabschiedungs-Szene gab es dann auch noch. Heiß und innig. Auf einer Brücke (Theatralik!). Dann ist sie gegangen. Ich habe ihr nachgesehen. Sie drehte sich noch einmal kurz zu mir um. Ich überlege, ihr nachzugehen. Dann wache ich auf und frage mich, ob es gut gewesen wäre, ihr nachzugehen – oder ob es die Magie nicht zerstört hätte.

Nach so einem hübschen Traum, den ich der Leserschaft nicht vorenthalten will (vermutlich, weil ich dadurch auf ERIK aufmerksam machen kann), stellt sich die Frage, ob ich nicht doch diese „wir-treffen-und küssen-uns“-Sequenz ausformuliere. Bis dato endet das Ganze ja, in dem Erik auf Nathalie wartet, in großer Anspannung, ob sie überhaupt kommt und ihn tatsächlich küsst (bei Frauen weiß man ja nie, was ihnen einfällt). Und weil mir ja M. erzählte, dass Glattauer bereits so ein Szenario beschrieben hat (aber wie ich später hörte, ebenfalls nur von den Protagonisten angedacht, nicht in ihrer Realität ausgeführt), muss ich wohl meine Feder anspitzen und zu Werke gehen. Manchmal sollte man einfach seinem Traum folgen. Auch wenn er nur aufgeschäumte heiße Luft ist, ein wahrer Kern steckt immer darin. Diesen Kern habe ich noch nicht gefunden, aber ich arbeite daran. Arbeiten? Stimmt. Penly ist jetzt mal an der Reihe. Und wer weiß, vielleicht kommt ja mal eine Nathalie in die Wirklichkeit des Dichters. Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Ja, ja.

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