richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Das Ende eines Urlaubflirts, der Anfang einer Affäre

Der Sommer ist dahin. Man merkt es gleich, wenn man seine Nasenspitze aus dem Fenster hält. Es ist dieser Duft der Vergänglichkeit, der einem traurig schöne Bilder in den Kopf zaubert. Der Sommer, diese vielleicht zwei so müßiggängerischen Monate, muss dem Herbst weichen. Ist so. War schon immer so.

Wer demnach im Sommer einen lustvoll leichten Flirt findet, mag sich wundern, wie dieser im beginnenden Herbst an Leichtigkeit einbüßt. Warum scheint klar. Weil diese Ferienzeit in Belangen einer lustlosen Tätigkeit ein „jetzt sofort“ nicht kennt. Man hat es leicht, sich gehen zu lassen und unbequeme Termine in den September zu verschieben. Aber ist einmal dieser September angekommen, erinnert man sich wieder an all diese Termine, die einem unangenehm im Magen zwicken.

Und der sommerliche Urlaubsflirt? Der verwandelt sich zu einer herbstlichen Affäre, in der Wetterumschwünge und kühle Nächte genauso dazugehören, wie die letzten lauen Sonnentage, die einem den Sommer in Erinnerung rufen. Und wenn es dann kalt wird, also wirklich kalt, dann träumt man sich in den Juli und rückt näher zusammen.

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