richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

#fbm10 und ein erster Blick von Wien nach Frankfurt

update (in eigener Sache): ich packe ein Exemplar „Schwarzkopf“ und „Brouillé“ in den Koffer. Wer also wissen will, wie die Bücher des Herrn Eigenverleger so gemacht sind, voilà, einfach bei mir anklopfen. Und meine ungarische Druckerei Prime Rate ist am Mittwoch vor Ort – falls jemand Kontakt zu ihnen herstellen möchte. Ich kann die Druckerei jedenfalls nur wärmstens empfehlen. Ja, ja.

Vor einem Jahr war ich das erste Mal auf der Frankfurter Buchmesse (hier der Artikel, den ich auch auf freitag.de postete und der immerhin die Aufmerksamkeit eines gewissen Jakob Augstein erregte). Damals wie heute eine spontane Entscheidung. Freilich, ohne der guten AS., die mir eine hübsche Unterkunft im Taunus gewährt(e), würde ich mir diese teure Strapaze nicht auf mich nehmen. Andererseits, wer in der Verlagsbranche ein wenig auf sich hält, ist von Mittwoch bis Freitag wenigstens einen Tag vor Ort. Am Wochenende strömt dann bekanntlich der lesehunrige Publikumspöbel durch die Hallen. Meiner Seel, für eine zart besaitete kreative Seele sind die Massen und das Gedränge ein Graus. Nein, nein, am Wochenende verlässt man das überquellende Schiff (so man es kann).

Letztes Jahr hatte ich keinen sonderlichen Plan. Wer noch nie mit eigenen Augen (und eigenen Beinen) das Messegelände erkundet hat, der weiß nicht, von welchen  überborderden Ausmaßen hier die Rede ist. Ja, die Buchmesse in Frankfurt kann einen schon erschlagen. Da ist Leipzig klarer strukturiert und übersichtlicher – aber sie ist auch keine Fachbesuchermesse, sondern eine Publikumsmesse. Frankfurt zuckt da nur mit der Schulter: take it or leave it, wird einem da ständig unter die Nase gerieben; jedenfalls, letztes Jahr, ich war ein Verlorener und irrte kopflos in den Hallen und am Gelände herum – fand ich schließlich Zuflucht in Halle 4.0 – ja, dort fühlte ich mich zu Hause. Warum? Weil sich hier alles um die Dienstleistungen für Verlage und Buchhandel drehte. Ich sprach mit Druckereien, mit Veredelern und wurde nicht nur ernst genommen, sondern hie und da auf ein Gläschen oder einen Kaffee eingeladen. Immerhin war ich damals auf der Suche nach einer Druckerei – und hätte ich das nötige Kleingeld, ich würde Bücher machen, die man so noch nicht gesehen hat. Prinzipiell ist alles machbar (Geruchslack? Yep!), wenn man es bezahlen kann. Ach, Halle 4.0 war ein wenig wie das verlegerische Schlaraffenland. Und dass sich hier nicht die Massen tummelten freute mich auch sehr. Hier konnte man wieder atmen, zur Ruhe kommen. Die Uhren tickten hier anders, im Gegensatz zu den Hallen mit den renommierten Verlagen, wo ein dichtes Gedränge herrschte.

Letztes Jahr also zwei Tage gebraucht, um mich aus einer schieren Fassungslosigkeit zu lösen. Der Freitag – letzter Tag für mich – war dann schon eine angenehme Angelegenheit. So, als wäre ich ein alter Fuchs, der weiß, wie und wo der Hase läuft. Ja, so schnell kann es gehen. Vor einem Jahr begann ich eigentlich der Frankfurter Buchmesse wegen ernsthaft zu twittern. Erst dadurch lernte ich den einen oder anderen aus der germanischen Verlagsbranche kennen. Und das Twittagessen förderte nicht nur den Austausch, sondern auch das Kennenlernen. Dieses Jahr werde ich wieder an beiden Twittagessen teilnehmen und es tut gut, zu wissen, dass man viele schon persönlich kennt. So macht eine Buchmesse Freude. Ja, man fühlt sich einer großen Familie zugehörig. Wenigstens für ein paar Tage im Jahr.

Übrigens, am Donnerstag, von 12.00 bis 13.00 hält Leander Wattig im Forum Zukunft  [4.0 D 1352] einen Vortrag „Flattr, Kachingle & Co“, in dem ich (scheinbar) auch Erwähnung finden werde. Nein, ich weiß nicht, was er über mich sagen wird, aber ich klopf mir trotzdem mal auf die Schulter. Und wenn ich damit fertig bin, gebe ich Autogramme. Ist das jetzt abgehoben? Hey, wir sind auf der Frankfurter Buchmesse, Baby! Take it or leave it!

P.S.: am trifft sich übrigens am Freitag, ab 17:30 beim Hotspotting in der Halle 4.2 P451 – Social Media goes Frankfurt, sozusagen. Wer mich also in einer ungezwungenen Atmosphäre treffen möchte *hicks*, ist dort goldrichtig!

P.S.S: ich würde ja gerne zeitnah von der Messe berichten, aber WLAN gibt’s dort nur für die Aussteller und wenn ich keinen becircen kann, mich hie und da ins WLAN zu lassen („Bitte, Bitte …“), wird es wohl meine Eindrücke erst nach der Messe geben.

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3 Antworten zu “#fbm10 und ein erster Blick von Wien nach Frankfurt

  1. simona Dienstag, 5 Oktober, 2010 um 9:53

    Hey Richard,

    na, dann sehen wir uns ja in Frankfurt auch endlich mal persönlich, sei es nun bei BibCamp / BuchCamp, Flattr & Kachingle, einem der Wurstbudenflashmops (aka Twittagessen) oder am Ende beim Hotspotting. Ich werde wohl auch – außer einer gelegentlichen SMS – nicht live twittern können. Aber man soll ja auch was erleben können, ohne darüber sofort zu schreiben (hab ich irgendwo gehört 😉

    LG und bis denne, Simona (@doncish)

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