richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Ein belgischer Krimi mit österreichischer Beteiligung

Gestern. Fußball-EM-Qualifikationsspiel Belgien : Österreich. Am Ende hieß es 4 : 4. Unentschieden. Aber wie diese 8 Tore zustande kamen, das war schon hitchkockesk und an Dramatik kaum mehr zu überbieten. Nur vergleichbar mit der EM 2008 und der Türkischen Nationalelf, die das Kunststück zuwege brachte, ihre Spiele in allerletzter Minute zu gewinnen. Gestern wurde die Dramatik auf die Spitze getrieben. In der 87. Minute gleichen die Belgier aus. In der 9o. Minute gehen sie in Führung. Und zwei Minuten später, weit in der Nachspielzeit, gelingt den Österreichern der Ausgleich. Schlapperlot. Wann hat man so etwas schon mal erlebt? Noch dazu mit der östereichischen Nationalelf? Zumeist spielten sie einen müden Kick, der nur zum Wegschauen einlud. Ja, man war peinlich berührt. Gestern hingegen, da spielten sie groß auf und hatten das Glück auf ihrer Seite (das sollte man nicht vergessen). Immerhin. Das wollte ich jetzt nur schnell gesagt haben. Weil ich weiß, dass man später einmal darüber grübeln wird, wie es denn gewesen sei, dieses so unglaubliche Match.

Als ich heute zu Mittag über diesen Blog-Beitrag sinnierte, da fiel mir wieder das Gespräch zwischen meiner jungen Lektorin und mir ein. Es ging um Fakt und Fiktion, um wahre, um erfundene Begebenheiten. Ich meine ja, dass reale Erlebnisse einen stärkeren Eindruck vermitteln, als erdachte. Nun, eine Sportveranstaltung scheint es jedenfalls zu bestätigen. Niemand würde sich ernsthaft für ein Fußballspiel interessieren, das so tut, als wäre es echt. Würde jemand das gestrige Match genauso inszenieren, man würde als Zuseher natürlich auch mitfiebern, aber am Ende weiß man, dass es nur Fiktion und dem Kopf eines Drehbuchautors entsprungen ist. Das Spiel hätte auch anders ausgehen können, wenn der Kreative es so wollte. Aber in der Wirklichkeit des Spiels gibt es keinen Drehbuchautor (lassen wir mal Gott beiseite, ja?), die Geschichte schreibt sich demnach von selbst. Deshalb mein Versuch einer autobiographischen Fiktion. In den nächsten Tagen wird man eine Kostprobe davon auf euryclia.de „anlesen“ können. Be prepared!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: