Die Tiefenschärfe macht den Unterschied

Bevor ich gleich in medias res gehe, noch schnell eine Hervorhebung in eigener Sache: die wunderbare Wibke Ladwig hat sich nicht nur für den Club der 99 angemeldet, sondern dies auch auf ihrem facebook Profil verkündet. Und siehe da, zwei ihrer Freunde haben sich daraufhin ebenfalls bei mir gemeldet. So könnte also virales Marketing funktionieren. Tatsächlich aber ist es das erste Mal, dass durch die virtuelle Botschaft eines Förderers jemand anders auf den Club aufmerksam gemacht wurde UND die Bereitschaft zeigt, ebenfalls mitzumachen. Damit ist für mich bewiesen, dass die gute Wibke tatsächlich mit Sinn und Verstand kommuniziert. Das wollte ich nur schnell gesagt haben.

Gestern noch bis Mitternacht mit @medienpirat an den beiden Clips gearbeitet. Erstaunlich, was man heutzutage – mit dem nötigen filmtechnischen Equipment vorausgesetzt – zu leisten im Stande ist. Dass eine (freilich recht neue) Spiegelreflexkamera jede Videokamera in die Tasche steckt, sollte sich bereits herumgesprochen haben. Wer die Clips sieht, wird es sicherlich mit großem Erstaunen selber feststellen können. Die Tiefenschärfe macht den Unterschied. Während herkömmliche Videokameras (ohne Adapter) generell das Bild sehr flach aufnehmen und wiedergeben, verhält es sich bei einer Spiegelreflex analog einer Filmkamera, die Bilder sehr räumlich abbildet. Das ist nicht nur gut, das ist über die Maßen gut. Dadurch entsteht mit dem Verhältnis 1920 x 1080 (das ist bitteschön eine FULL HD Auflösung!) ein hübsches Kino-Breitbild-Feeling. Wie gesagt: muss man gesehen haben, um zu verstehen, was ich meine.

Heute werden wir wohl die beiden Clips endlich aus dem Schnittprogramm „herausspielen“, was – je nach Rechenleistung – schon ein paar Stunden dauern kann. Sodann gilt es, sich klar zu werden, was nun geschehen soll, mit den beiden Clips. Und der dritte ist ja ebenfalls schon sehr weit gediegen. Eventuell machen wir den auch gleich heute fertig. Das war’s dann. Fast. Eine Idee für einen kürzest Clip hätte ich auch noch. Diesmal betrifft es aber nicht Tiret oder Azadeh, sondern vielmehr den guten Erik. Das Konzept ist kurz, knapp, knackig und mit einer amüsanten Pointe versehen. Sagt der Erfinder. Eventuell könnte man dadurch wieder ein paar Interessierte zu euryclia locken, wo sie vielleicht, vielleicht auch nicht, eine Vorbestellung machen. Im Moment halten wir bei über 20 Subskriptionen. Das klingt nach wenig. Ist auch wenig. Aber mit der Zeit, werden es mit Sicherheit mehr. Immer ist die Frage, wann diese (ich nenne sie mal so) „kritische Masse“ erreicht ist, die dafür sorgt, dass etwas in Gang gehalten wird.

Soviel mal dazu. Die Buchmesse in Wien steht auch schon vor der Tür. Gestern eine hübsche Beschriftung für mich und meinen Kollegen Albert Knorr gebastelt. Sehr stilvoll. Das Augenmerk wollen wir dabei auf „Bücher aus Wien“ legen. Warum? Weil uns kein Schwein kennt. Sagt Albert. Vermutlich hat er recht. Während ich mich ja zumeist im virtuellen Raum aufhalte und mir denke: „Hey, man kennt mich hier!“ ist es in der Wirklichkeit des Lebens wohl umgekehrt: „Hey, man kennt mich hier nicht!“ – deshalb ist so eine Messe nicht unwichtig. Um sich auch bei der internetzlosen Masse einen Namen zu machen. Und die wichtigen Leutchen, die sind sowieso nicht im Web aktiv. Wozu auch? Große Geldgeschäfte werden persönlich eingefädelt und nicht dadurch, dass man jemand in facebook anstupst.

Apropos Geschäfte. Nächste Woche trifft sich die österreichische Verlags- und Filmwelt auf ein „get together“ – initiiert durch die Vienna Filmcommission, die diese beiden Welten zusammenbringen möchte. Aha. Da werde ich dann ja wohl wieder bekannte Gesichter sehen, die vermutlich interessiert tun, wenn ihnen SP. Exposé und Hochglanz-Faltblatt von Der vierte Mann – das abgespeckete Script zu Schwarzkopf – in die Hand drückt. Die Filmcommission bevorzugt Stoffe, die mit Wien als Drehort zu tun haben. Aha. Ich meine, eine Krimikomödie, die sich auf den Klassiker Der dritte Mann bezieht, also, hey, mehr Wien-Bezug geht nicht mehr. Wirklich nicht. Aber statt sich damit mal ernsthaft auseinanderzusetzen, gehen die Vorstellungen der Entscheidungsträger wieder in Richtung „Kabarett-Film“, „Ex-TV-Serien-Film“ und „Horror-Filmchen“. Nur ja nix Neues ausprobieren. Ich seh schon. Vielleicht muss man nur ein paar Jahre warten, bis man sogar Kinofilme durch Crowdfunding finanzieren wird können. Gut, da braucht es dann schon mehr als 99 Förderer, die mal 25 Münzen klimpern lassen. Huh.

.

Advertisements

8 Kommentare zu „Die Tiefenschärfe macht den Unterschied“

  1. Einen Videoclip zu Erik finde ich klasse. Ich freu mich drauf! Bei euryclia sind es inzwischen 30 Vorbestellungen. Das ist immer noch wenig. Aber für nicht einmal drei Wochen, die Erik jetzt auf euryclia online ist, halte ich das für einen vielversprechenden Start. Den Erik darf man nicht unterschätzen. Im Auge behalten!

    1. Zugegeben, ich habe noch gar nicht ERIK in die weite Welt verschickt – weil ich ja noch warte, bis meine Lektorin das Kapitel Lydia nach Strich und Faden durchgesehen hat. Man will sich ja nicht gleich zu Beginn blamieren, nicht 😉

      Richtig, Marion, im Auge behalten! Und Videoclip wäre in der Tat klasse. Muss nur noch meinen Schnittmeister und die hübsche Nachbarin von nebenan überzeugen …

  2. Ja, ja, DSLR als Video hat schon was, damit’s von der Bedienung her als Filmkamera taugt, braucht man halt wieder Zusatzgeräte. Aber der Zug fährt eindeutig in die Richtung. Für mein 4/3 System (Olympus) kommt ja jetzt schon die erste Filmkamera von Panasonic raus (allerdings ca. 5000 Euro). Sobald was rauskommt, was mich wirklich überzeugt, schlage ich zu. Momentan bin ich zwar von der Ergebnissen überzeugt, aber noch nicht von der Technik. Aber ich werde es wissen, wann es für mich so weit ist. Vor 20 Jahren hat mich ein Freund gefragt, wie es mit Videos am PC ausschaut. „In ein paar Jahren“ hab ich damals gesagt (die Festplatten hätten damals maximal für 1 Stunde Material gereicht ;-))

    1. Also, mich hat die DSLR vollkommen überzeugt. Musst du dir dann angucken, die Clips. Zusatzgeräte brauchte er nicht. Er verwendete eine recht neue Canon (werd ihn noch fragen, dass er die Details herausrückt) – hatte sogar ein Weitwinkel, mit dem man den Stephansdom hübsch ins Bild brachte.

      Und das Equipment ist für ambitionierte Filmemacher durchaus finanzierbar.

      1. Das hier erklärt’s ganz gut, warum eine DSLR nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss fürs Filmen ist:
        http://de.sevenload.com/videos/mTEtBbZ-Folge-11-Videozubehoer-fuer-DSLR-Kameras

        Wenn nur vom Stativ und geplant ist das natürlich eine andere Sache, aber da zwingt dir halt die Kamera eine gewisse Arbeitsweise auf. Aber da kommt in den nächsten Jahren sicher einiges auf uns zu. Hab’s ja für Okto auch schon überlegt, aber für meinen Verwendungszweck eindeutig zu früh.

      2. Naja, Pebo, der Artikel/Video zu diesem Beitrag ist auch schon ein Jahr alt. Zwischenzeitlich hat sich da schon einiges getan. Ich hab den @medienpirat aka Flow mal gefragt, ob er uns hier nicht seine Eindrücke schreibt. Ich bin jedenfalls super angetan, vom Ergebnis. Wirklich. Aber bei den Feinheiten kenn ich mich natürlich nix aus. Da sollte man den Mann vom Fach das Wort überlassen 😉

  3. Ja, ja, kein Zweifel. ich bin ja von den Ergebnissen auch angetan, ist ja auch das, was ich mir immer gewünscht habe! Der Will-ich-haben Wunsch ist bei mir ja auch groß!!! Ich will da überhaupt nicht dagegen reden – woran ich nur zweifel, ob die Bedienung einer DSLR gescheit ist fürs Filmen, da hat sich (konstruktionsbedingt) wenig getan. Aber ich bin sehr, sehr, sehr interessiert auf einen Erfahrungsbericht. Bitte, bitte, bitte!!!!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s