richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Über-Flutend

Seltsam. Der Fluss, das Dao, bahnt sich seinen Weg, umfließt das Harte und kann nicht aufgehalten werden. Das wusste schon Lao-Tze. Vor rund 5000 Jahren sagte er, dass das Weiche das Harte bezwingen wird. Nicht gleich. Nicht sofort. Es braucht seine Zeit. Aber immer ist es das Weiche, das über das Harte obsiegt. Wie das Wasser, das den Stein höhlt. Gewiss, diese philosophisch anmutenden Zeilen bewirken in einem nüchternen Zeitgenossen, wie ich es durchaus sein kann, nur ein Nicken. Nicht mehr. Aber wenn man Glück hat, wenn der Zufall einem die richtigen Karten spielt, dann erfährt man am eigenen Leib, wie sich das Dao seinen Weg bahnt. Das kann beängstigende Züge annehmen. Aber das Leben, will man es leben, will man es in all seinen Möglichkeiten auskosten, dann führt kein Weg daran vorbei, das Abenteuer Leben zu wagen. Ja, ja.

Wenn ich heute FB. treffe, werden wir über PENLY, über ERIK plaudern. Es gilt, auf Spur zu kommen. ROTKÄPPCHEN 2069 in einer überarbeitenden Version neu auflegen? Der Club für MADELEINE wird demnächst in die Halbzeit gehen, vorausgesetzt, „Frau Heike“ findet ihren TAN und der eine oder andere besinnt sich seiner Reservierung. Vorgestern PK. die restlichen Kapiteln von ERIK ausgedruckt übergeben. Sie fand ja die ersten beiden Kapiteln nicht so prickelnd, hätte sich mehr „Würze“ erhofft. Schauen wir mal, wie es ihr mit den anderen Kapiteln geht. Andererseits, ERIK soll ja keine erotisch-pornographische Erzählung darstellen, sondern einfach nur vom Leben erzählen, so wie es sein, so wie es gewesen sein könnte. Und die Wirklichkeit schert sich nicht um die Dramaturgie, sie stellt Banales, Langweiliges neben Außerordentliches, Über-Flutendes.

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4 Antworten zu “Über-Flutend

  1. Petra Freitag, 14 Januar, 2011 um 11:29

    Mein lieber Richard! Das hätt ich ja nicht vermutet – du und Laotse…da sei nur angemerkt, der Fluss ist nicht das Dao und du brauchst auch kein Glück bezüglich Dao, das IST einfach 🙂 Alles Liebe Petra

  2. flattersatz Dienstag, 18 Januar, 2011 um 18:22

    !Andererseits, ERIK soll ja keine erotisch-pornographische Erzählung darstellen, sondern einfach nur vom Leben erzählen, so wie es sein, so wie es gewesen sein könnte. Und die Wirklichkeit schert sich nicht um die Dramaturgie, sie stellt Banales, Langweiliges neben Außerordentliches, Über-Flutendes.“

    aber vllt lesen wir ja gerade, weil wir das leben selber leben und im buch das suchen, was uns über das hinaus bringt….
    (aber nicht, daß du dich jetzt bemüßigt fühlst, deinen erik pornographisch aufzupeppen und dann alles auf mich schiebst… 😉
    lg
    fs

    • Richard K. Breuer Mittwoch, 19 Januar, 2011 um 10:18

      Also, wenn du mich fragst, mich interessiert primär das wirkliche Leben, nicht pornographischer Sex mit Außerirdischen. Schon möglich, dass manche genau das suchen, aber ich bin’s nicht.

      Aber ein bisserl aufpeppen, ja, das schadet nicht 😉

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