richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Bedroom Chocolates & Race of the Bees

Gestern Nacht also im Chelsea (link), einer der ersten Lokalitäten in den Stadtbahnbögen, am Gürtel, wo laute Musik kein sonderliches Problem darstellt. Positiv ist hervorzuheben, dass die Bühne, im hinteren, von der Bar abgetrennten Bereich, technisch eine gute Figur macht. Dass im Event-Bereich nicht geraucht wird, freut den sensiblen Nikotin-Allergiker in mir.

Ehrlich gesagt, ich hatte gestern so keine Lust, zu später Stunde noch zwei Bands zu lauschen, die ich nicht kannte. Aber ich gab mir und meinem inneren Schweinehund einen tritt – außerdem hatte ich ja Chrys, 1/3 der Band „Race of the Bees“ versprochen, dass ich kommen würde. Da ich auch nen Flyer für die Band in Druck gegeben hatte (die Fotos und das Layout waren eigentlich so gut wie fertig) und das neue Buch „Suppe in LA“ von Chrys setzte, war bereits eine kleine  soziale Abhängigkeit vorhanden. Ja, so funktioniert das.

Den Anfang machte die Band „Bedroom Chocolates“ (link) und ich muss sagen, die Burschen und das eine Mädel an der Geige, sie machten einen fantastischen Gig. Ausgestattet mit akustischer Gitarre, Kontrabass, Cello, Geige und einem Schlagzeug, machten sie Musik, die sich wohltuend abhebt. Der Lead-Sänger „Heli“ erinnerte mich zuweilen an David Gray („White Ladder“), aber da ich die letzten Jahre musikalisch verschlafen habe, kann ich nicht sagen, ob es nicht bessere Vergleichsmöglichkeiten gäbe. Die Grazer Band hat jedenfalls mein uneingeschränktes Lob. Vielleicht hat auch die „Creamy Chocolate“ an der Geige ihren Anteil. Weil ich mich wieder erinnerte, dass ich mal in eine Geigerin verschossen war. Huh. Lange ist es her. Eine halbe Ewigkeit und 1 Tag. Immerhin hatte ich AF., so hieß das Mädel, viel zu verdanken. Okay, sie gab mir dann doch nur einen Korb, aber immerhin getraute ich mich, einen Schritt auf sie zuzumachen. Bei Glatteis eine gehörige Leistung. Soviel mal dazu.

„Heli“ sprach mich übrigens nach dem Gig an, wollte wissen, ob ich auch in einer Band spiele (Sind das meine langen Haare? Oder ist es, weil ich mit der runden Brille wie John Lennon/John Denver aussehe?). Sehr sympathisch, der gute Mann. Ich werde mich auf den Newsletter von ihnen setzen lassen. Vielleicht kommen sie ja wieder nach Wien, zu einem Gig. Ich bin jedenfalls wieder dabei. Ja, ja. Und auf facebook kann man/frau sich auch mit ihnen verknüpfen, wer das möchte: http://www.facebook.com/BedroomChocolates

Nach Schoko im Schlafzimmer, dann das Rennen der Bienen. Race of the Bees (link) besteht aus drei Leutchen. E-Gitarristin (Christa), E-Bassist (Chrys) und Schlagzeuger (Guzzi, der gerne mal oben ohne spielt). Die Vocals macht vorwiegend Christa, hin und wieder gibt sich aber auch Chrys die Ehre. Die Songs, und da sind wahrlich einige musikalische Leckerbissen dabei, stammen allesamt aus deren Federn. Respekt. Da geht dann schon mal ordentlich die fetzig rockige Post ab (dabei haben sie aber immer den Takt/Rhythmus kongenial im Griff!). Dass sie aber auch ruhige Songs im Repertoire haben (war da nicht auch ein Walzer dabei?), die wunderbar harmonieren, zeigt ihre musikalische Vielfalt. Überzeugen konnte mich jedenfalls Christas Stimme. Huh. Sie hat das gewisse Etwas. So soll’s sein, wenn man sich berufen fühlt.Yep. Beim nächsten Mal, da bin ich wieder dabei (jetzt, wo ich weiß, wie ihre Set-Liste aussieht, kann ich mich schon auf das eine oder andere Gusto-Stückerl freuen). Coolio!

Und weil die beiden Gigs so (überraschend) gut waren, gibt’s an dieser Stelle noch mal Applaus. So! Den haben sie sich verdient. Und wenn ich sie schon nicht mit barer Münze fördern kann, dann eben mit ein paar Zeilen in meinem Blog. Vielleicht hilft es ja. Ich würde es mir wünschen. Yep.

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3 Antworten zu “Bedroom Chocolates & Race of the Bees

  1. Chrys Donnerstag, 3 Februar, 2011 um 12:18

    Wow! Danke für das ungesparte Lob und auf ein baldiges weiteres…! Gern würd ich mich hier ja auch noch literarisch auslassen, aber je mehr zu offenbaren wäre, umso weniger wird geschrieben… oder nein… doch nicht… ja, das ist freilich viel zu kryptisch! 😀

  2. Pingback: Bald zwei Bücher mehr im Stall oder der Vorteil von E-Books für Kleinverleger « richard k. breuer

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