richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Frederic Morton in Wien, 2011

Frederic Morton besucht sein altes Gymnasium 2011 by Peter Bosch

Gäb’s nur mehr, solcher sympathischen und klugen Menschen, wie es der Exil-Wiener und Schriftsteller Frederic Morton ist, die Welt wäre wohl eine bessere. Oder wenigstens eine amüsantere. Alter schützt vor Humor nicht. In Wien war der junge Fritz Mandelbaum ein mäßiger Schüler – nur in Turnen und in Latein gehörte er zu den besten. Mit Englisch hatte er so seine Schwierigkeiten. Wenige Jahre später, in den USA, wurde Fritz ein Vorzugsschüler. Nicht, weil er nun fleißiger war oder anständig lernte, sondern weil das amerikanische Schulsystem keine all zu gr0ßen Anforderungen stellte. Sagt Morton. Wie kam er zu diesem Namen? Als sein Vater in einer Fabrik in den frühen 1940ern einen Job in Aussicht gestellt bekam, musste dieser den Namen von Mandelbaum in Morton ändern, da die Gewerkschaft keine Juden in ihren Reihen haben wollten.

Vor wenigen Wochen habe ich Frederic Morton mit seiner Tochter Rebecca in einer Gesprächsrunde im Haus der Musik gesehen. Seine Tochter versteht ein wenig deutsch, spricht es aber nicht und stellt den Archetypen der intellektuellen, aber zuweilen neurotischen New Yorkerin dar. Woody Allen lässt grüßen. Sehr sympathisch🙂

Eine Antwort zu “Frederic Morton in Wien, 2011

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