richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

mediale Sandkastenspiele und erschreckende Wahrheiten

Seltsam. Wirklich. Durch Zufall bin ich in facebook auf ein Posting gestoßen, das die Transparenz der deutschen Waffenindustrie, in Bezug auf Libyen, mit einem ironischen Unterton hinterfragte. Der Name Konstantin Neven DuMont sagte mir nichts. Ehrlich. Aber seine Postings gefielen mir, soweit ich sie mir durchsehen konnte. Auch der Rest des Profils machte einen ordentlichen Eindruck. Da wollte jemand die Welt zum Besseren verändern. Das sage nicht ich, das stand und steht als Zitat im Profil.

 

eine bloggende Schlammschlacht

Wie dem auch sei, hörte ich später, dass es eine Affäre gegeben haben muss. Eine bloggende und kommentierende Schlammschlacht, zwischen einem Medienjournalisten und dem Sohn eines mächtigen Verlegerpatriarchs aus Köln. Unter dem Titel Ein Sandkasten für Konstantin Neven DuMont kann man nachlesen, was der eine dem anderen vorwirft. Bis dato hält dieser Blog-Eintrag bei stolzen 3.647 Kommentaren. Der Originalbeitrag datiert vom Jänner 2010, ist also schon eine Weile her. Übrigens, mit ein wenig Schadenfreude durfte ich erkennen, dass der Artikel gerade 9 Mal geflattrt wurde. Wenn man sich also diese intensive Kommentarfrequenz vor Augen führt, ist diese Flattr-Ausbeute beschämend gering. [Flattr ist die Möglichkeit, den Blog-Schreiber für einen Artikel oder für seinen Blog mit einer primär sehr kleinen Geldsumme zu fördern – mein Account kann man hier einsehen: link]

 

Querdenker mit Machtanspruch

Was mir auffiel. Bei der Geburtstagsfeier des jungen DuMonts im Jahre 2009, wo hochkarätige Wirtschaftsleute und Politiker anwesend waren, hielt er eine Rede, in der er die Finanz- und Politikerkaste kritisierte. Der Rest, wir können es uns denken, ist ein Beispiel, wie mit Querdenkern, die eine mediale Machtposition inne halten, in den zivilisierten Ländern umgegangen wird. Wenn ich über die korrupten Machenschaften einer Elite schreibe, juckt es niemanden in den Chefetagen. Das ist nun mal so. Aber wenn es um den zukünftigen Verlagschef von Mediengrößen wie der Frankfurter Rundschau, Berliner Zeitung und Hamburger Morgenpost geht, dann sieht die Sache freilich anders aus. Siehe dazu den Artikel in der Die Presse. Dass darin „anonyme Mitarbeiter“ zitiert werden, ist, nun ja, nicht gerade die feine Presse-Klinge und sollte in einem objektiven Bericht nichts zu suchen haben. Es sei denn, die Redaktion hat sich bereits ein Urteil über die (verfahrene) Situation gemacht.

 

Die Wahrheit?

Im Übrigen kann man sich mit dem jungen DuMont in facebook anfreunden. Dann hat man die Möglichkeit, aus erster Hand über die (zurückliegenden) Geschehnisse informiert zu werden. Natürlich ist das nur eine Sichtweise – aber man sollte eines nicht vergessen: Nur weil eine »Wahrheit« in mehreren Zeitungsblättern abgedruckt wird, ist sie noch lange nicht wahr.

 

Terror? Christoph Hörstel spricht Klartext!

Die Medienlandschaft ist, leider, leider, nicht mehr frei und unabhängig. Am besten, man sieht sich dieses Interview mit dem ehemaligen ARD-Korrespondent und Nahost-Experten Christoph Hörstel an. Der Mann weiß, wovon er spricht. Und auch wenn nur die Hälfte wahr ist, ist diese schon erschreckend genug.

Terrormanagement im 21. Jahrhundert – Interview mit Christoph Hörstel

Im Interview geht Hörstel davon aus, dass westliche Geheimdienste in den großen Terroranschlägen der letzten Zeit involviert waren. Sei es 9/11, sei es Madrid, sei es London. Das ist natürlich höchst brisant. Scheint aber die Medienwelt in keiner Weise zu interessieren. Da ist der gute, aber leider tote Knut, der Eisbär, natürlich wichtiger für die Menschheit. Ja, ja.

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