Sechs Jahre später: Der blaue Smaragd

Wirtschaftsexperten? Was Blöderes finden Sie in keinem Tierpark!
Volker Pispers

Es war im Jahre 2005, als ich mich bemüßigt fühlte, an einem Literaturwettbewerb teilzunehmen. Es ging um das Thema Wasser. Schlicht um Wasser. Und ich setzte mich an den Schreibtisch und schrieb. Ein Märchen kam mir in den Sinn. Besser: eine hübsche Parabel, die den menschlichen Irrsinn zum Thema hatte und hat. Es geht darum, dass wir in einem System leben, das uns dazu bringt, immer nur die falschen Fragen zu stellen. Dürfen wir uns dann wundern, wenn wir nur falsche Antworten hören, auch wenn sie richtig klingen. Auf eine falsche Frage kann es keine richtige Antwort geben. Das ist das Dilemma, in dem wir uns bewegen. Ich gab dem Text den wohlklingenden Titel: Der blaue Smaragd

Die Parabel habe ich nun wieder aus der Lade geholt und abgestaubt, weil ich am Dienstag einer Schulklasse daraus vorlesen werde. Zwischen 9 Uhr und 10 Uhr versuche ich, die Schüler zu einer richtigen Frage zu führen. Die restliche Zeit wird man dafür sorgen, sei es im Schulischen, sei es im Privaten, dass Kinder und Jugendliche wieder jene Fragen stellen, die im Allgemeinen als richtig und notwendig erachtet werden, aber weder der Welt, noch der Menschheit weiterhelfen. Kein Stückchen. Tja.

Auch schwebt mir die Idee vor, nach reiflicher Überarbeitung den Text kreativen Menschen unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, die ihrerseits die Wörter und Sätze mit Zeichnungen oder Malereien verhübschen sollen. So würde einerseits der Text die Verbreitung finden, die er sich verdient hätte – nicht unbedingt, weil er (literarisch) so gut geschrieben ist, sondern vielmehr, weil er die gegenwärtige verfahrene Situation unserer Welt auf einfache Art und Weise erklärt.

Natürlich konnte ich nun, sechs Jahr später, auch die Mechanismen des Kapitalismus detaillierter andeuten. Ging es vorher nur um die Verschwendung mit der Ressource Wasser und die Abkehr von der natürlichen Balance – Geben und Nehmen – so fügte ich dem Ganzen noch die Crux Geld bzw. virtuelle Credits hinzu. Somit wird auf rund sieben A4 Seiten gezeigt, woran unser System krankt, welche falschen Fragen gestellt werden und wie die Zukunft schlussendlich aussieht.

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2 Kommentare zu „Sechs Jahre später: Der blaue Smaragd“

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