richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Romantasy? Gotcha!

Am Freitag, bei einem familiären Twittagessen, das in den Räumlichkeiten von @meta_physik abgehalten wurde (by the way, das Tiramisu von @fainest und @nungee war hervorragend), im Gespräch mit @ahabicher,  @danimrich und MF. (kein twitter-account!) über die literarische und filmische Welt befunden. Da merkt man erst, was Geeks und Buffs ausmacht. Respekt. Ich habe erstaunt gelauscht, als über Twilight und Buffy befunden wurde. Ich kannte die Filme bzw. Bücher nur vom Weghören. Faszinierend jedenfalls, welche Wirkung dieser Stoff haben kann. In Fachkreisen nennt man dieses Genre Romantasy – eine Verquickung zwischen jugendfreier* Romanze und spannender Fantasy – zu meist beinhaltet der Text Vampire und Werwölfe. Soweit so gut.

Dass der Trend nun in Richtung Historismus geht, ist nur die logische Konsequenz, will heißen: eine jugendfreie Romanze in einem historischen Setting mit spannender Fantasy (Vampire, you know).

Heute Morgen, als ich so im Bett lag (immer ist es diese Phase zwischen nicht mehr schlafen und noch nicht ganz munter sein, wo die Inspirationen anklopfen), kam mir die Idee, eine Fortsetzungsgeschichte zu fabrizieren. Die Idee ist nicht neu – auf der Frankfurter Buchmesse erfuhr ich letztes Jahr, dass es eine chinesische Literatur-Plattform gab, wo jeder Texte einstellen und verkaufen kann. Diese Plattform richtet sich verstärkt an Fortsetzungsgeschichten, die jeder für ein paar Cent elektronisch herunterladen und lesen kann. Die Autoren sind somit gezwungen, in regelmäßigen Abständen Stoff für ihre gierige Leserschaft zu produzieren. Ich fand die Idee ziemlich gut. Es ist die Fortführung der TV-Serie auf literarischem Niveau. Immerhin.

Jedenfalls, wie ich so über diese Idee nachdachte, fasste ich den Entschluss (nie ist es die Idee alleine, immer fängt es mit einem Entschluss an, der in die Tat umgesetzt wird), einen Cover-Entwurf zu machen. Somit hat man gleich ein Bild. Und ein Titel musste ja auch gefunden werden – samt Tagline. Ich bin zufrieden. Für rund zwei Stunden Arbeit (inklusive dieses Blog-Beitrags) darf man nicht mehr erwarten, oder?

Bücher verkaufen sich ja bekanntermaßen vorwiegend durch Buchumschlag, Titelei und Klappentext. Der Inhalt ist nicht mehr so wichtig. Gut, gut. Der Klappentext, der gehört ja zum schwierigsten Teil eines jeden literarischen Projekts. Er muss griffig sein und Lust auf mehr machen. Die Schlagworte Liebe, Macht, Gefahr, Tod, Vampir dürfen natürlich nicht fehlen. Aber sonst? Tja. Gerade kommt mir die Idee (der Leser wird Zeuge einer Inspiration), dass es sich natürlich um eine Dämonin handeln soll, die viele eigentümliche Facetten hat und deren Ursprung im Dunkeln liegt (ich habe ja selber noch keine Ahnung, so what?) – sie ist Autorin und schreibt Fantasy-Bücher. Sie weiß, was ihre Leserinnen wollen, ist aber unglücklich, weil die Wirklichkeit, ihre Wirklichkeit, ganz anders ausschaut. Da ist nicht alles eitel Wonne. Mitnichten.

Also gut. Eine Dämonin. Mit einem dunklen Geheimnis. Vielleicht sind es sogar mehrere. Je nach dem, was einem da so einfällt. Wichtig ist die Liebe. Natürlich. Diese Dämonin – im Körper einer jungen, attraktiven Frau (natürlich!) – ist unsterblich, aber eine unangenehme Facette ist, wenn sie sich sich in einen Menschen verliebt (müssen es Männer sein? Ehrlich gesagt, ich würde es lieber sehen, sie verguckte sich in andere Frauen – da tue ich mir dann leichter, bei der Beschreibung ihrer Liebschaften), also, wenn sie sich verknallt und es kommt zu einem Kuss, dann wechselt sie den Körper. Tja. Dumm gelaufen. Mit anderen Worten, es ist Segen und Fluch, oder?

Die Frage ist, ob man damit eine Serie füllen kann? Hm. Nun. Wenn ich diese Idee weiter spinne, dann hat es natürlich Potenzial Weil sie in den Körper der Frau schlüpft und deren Leben einnimmt. Damit ist es möglich, in die verschiedensten Settings einzutauchen. Einmal ist die Frau eine Lehrerin, das andere Mal eine erfolgreiche Bizness-Unternehmerin, das andere Mal eine Alkoholikerin. Hier wäre natürlich viel Spielraum für soziale Kritik – auch wenn das die Leserinnen nicht sonderlich juckt. Aber hey, wir leben alle auf dem selben Planeten.

Apropos Planet. Der neue Film von Lars van Trier – Melancholia – ist vom Grundplot ein perfektes Drama. Während Kirsten Dunst heiratet, erfährt man, dass die Erde nicht mehr lange existieren wird, da ein anderer großer Planet auf unsere Erde zurast. Gewiss. Nichts Neues. Neu ist vielleicht, dass es keine (spektakuläre) Rettung gibt. Das Ende kommt. Und wie gehen die Menschen damit um, wenn sie wissen, sie haben nicht mehr lange zu leben und alles geht vorbei?

So viel dazu. Jetzt suche ich mal die Ostereier.

* wie mir RP. mitteilte, kann dieses Genre auch heftigeres Material beinhalten. Ei, das freut mich.

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