Bibliographie und Schaffensdrang, 2003 bis 2011

Veröffentlichtes und Unveröffentlichtes.
Azadeh (Manuskript) – Rotkäppchen 2069 (Privat) – Was ist die Liebe, Katarine? (Theaterstück) – das dschunibert prinzip (gratis PDF) – Die Liebesnacht des Dichters Tiret (Taschenbuch) – Rotkäppchen 2069 (Taschenbuch mit Cartoons) – Schwarzkopf (Taschenbuch 1. Auflage) – Schwarzkopf (Taschenbuch 2.Auflage) – Brouillé (Taschenbuch) – Der blaue Smaragd (gratis PDF) – Madeleine (Crowdfunding Club der 99/ebook) – Die Erotik des Erik van der Rohe (ebook) – Der Fetisch des Erik van der Rohe (ebook) – 88/4 (Manuskript) – Penly (Manuskript)

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Die erotische Fiktion des Erik van der Rohe oder Du spielst die Hauptrolle

jetzt als E-Book für € 1,99 erhältlich

Gestern habe ich die hübsche Fiktion Die Erotik des Erik van der Rohe als E-Book bei beam online gestellt. Das Format des rund 147 Seiten Büchleins ist PDF und epub. Später sollte noch die kindle-Version für amazon hinzukommen. Gut. Wieder eine Veröffentlichung mehr. Und langsam dämmert es einem, dass man wieder nur einer von sehr sehr vielen ist. Auch wenn das Büchlein durchaus neue literarische Wege einschlägt und dem weiblichen Zielpublikum das Du-Wort anbietet. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die erotische Fiktion ist nämlich aus der Du-Perspektive erzählt. Gibt’s auch nicht oft, oder?

Jedenfalls, um den Inhalt kurz auf den (Höhe?)Punkt zu bringen: eine Leserin findet Gefallen an der autobiographischen Fiktion Der Fetisch des Erik van der Rohe (ja, das Buch kommt auch noch) und beschließt, Kontakt mit dem Autor aufzunehmen. Sie löst damit eine fesselnde Tour-de-Force aus. Haha. Das ist dann ja wohl der knappste Klappentext der Literaturgeschichte.

Möchte jemand eine Rezension oder Besprechung machen, werde ich gerne das E-Book weiterleiten. Gehört sich so. Über Erwähnungen in den einschlägigen sozialen Netzwerken (damit meine ich nicht youporn) würde ich mich selbstjafreilich freuen. Wer das Print-Buch vorbestellt bzw. bereits vorbestellt hat, erhält natürlich das E-Book ohne weitere Kosten zugesandt. Gehört sich so.

jetzt als E-Book gratis erhältlich!

Das Kapitel Lyida aus der autobiographischen Fiktion gibt es nun als Appetithäppchen gratis zum Herunterladen. Auch nicht schlecht, oder? Gut. Dann schauen wir mal, dass wir Erik in die weite Welt posaunen. *tröööööt*

Spanische Revolution, Arbeit die frei macht und andere Slogans

Gute Zusammenfassung in der HAZ über die spanischen Bewegung.

Prügelnde Sicherheitskräfte, die eine nicht genehmigte Demonstration auflösen, gab es schon immer. Das ist nichts Neues. Neu ist vielleicht, dass man diese Bilder im Web sehen kann. In den Mainstream-Medien bekommt man diese Bilder nur in speziellen Fällen zu Gesicht. Das hat Gründe. Zum Beispiel werden sie dann gezeigt, wenn es um ein gottloses, verruchtes Regime geht, deren Diktator Blut sehen möchte. Dass sich das Regime weigerte, US-Kredite anzunehmen (IMF, the rape club, you know?) und sich dadurch nicht bis in alle Ewigkeit von den westlichen Staatsmächten abhängig machen wollte, wird zumeist unter den Teppich gekehrt. Man möchte die Medien-Konsumenten ja nicht verwirren, heißt es dann lapidar.

Wenn wir uns also „Nachrichten-Sendungen“ im TV ansehen, dann gibt es immer einen Kontext, immer eine Psychologie. Eine objektive Sicht auf die Dinge gibt es nicht. Weil es immer eine Vergangenheit gibt, die in die Gegenwart hineinspielt. Gewiss, diese Vergangenheit mag nicht mehr im Kopf des Betrachters präsent sein, aber sie ist wesentlich, um das gegenwärtige Geschehen zu verstehen.

Die Spanische Revolution, wenn es denn eine ist, wird alsbald sang- und klanglos verklingen. Weil es kein Momentum geben kann. Gewiss, die jungen Bürger sind wütend und wollen sich Gehör verschaffen. Die „Jugend“-Arbeitslosigkeit in Spanien dürfte bald 40 % erreichen. Das ist enorm. Und zeigt, dass das System nicht funktioniert, nicht funktionieren kann, wenn man es nicht zum Funktionieren bringt. Aber keines an der Macht befindliche Regime will eine gravierende Veränderung des Status Quo. Die Angst, dadurch eine Lawine an Forderungen und Wünschen auszulösen, ist zu groß. Kleine und unbedeutende Zugeständnisse machen heißt die Devise. Nicht mehr. Versprechen dürfen natürlich gegeben werden, weil sie nicht gehalten werden müssen und sich in ein paar Monaten sowieso keiner mehr daran erinnern wird können. Das kollektive Gedächtnis des Menschen ist recht brüchig.

Wenn man eine Revolution zu einem Erfolg führen will, braucht es ein Ziel, das in einer kurzen Parole zusammengefasst werden kann. Seitenlange Abhandlungen sind zwar demokratisch und aufgeklärt, führen aber zumeist nur zu einem Schulterzucken. Wenn eine demokratische Bewegung etwas erreichen möchte, muss sie sich an der Werbung orientieren. Sie zeigt, wie die Chose heutzutage läuft: kurze prägnante Sätze, die mit Emotion unterlegt sind. Heutzutage verkauft man keine Gegenstände mehr, sondern Emotionen. Sogar ein Flasche Mineralwasser wird mit Sex emotionalisiert. Und wenn man eine Flasche Mineralwasser vögeln kann, dann kann man das auch mit demokratischen Forderungen, oder? Eben.

In Wien gab und gibt es die Uni brennt Bewegung, die sich gegen Sparmaßnahmen im Bildungsbereich ausspricht. StudentInnen haben sich im Audimax versammelt und diesen besetzt gehalten. Ich war sogar mal dort und habe mir das angesehen. Innerhalb einer Stunde wurde mir klar, dass eine basisdemokratische Bewegung keine Gefahr für ein autoritär geführtes Regime darstellen kann. Nimmst du nämlich zehn Demonstranten bekommst du zehn verschiedene Forderungen zu hören (die natürlich ähnlich klingen, aber für Außenstehende trotzdem unterschiedlich wahrgenommen werden). Es ist somit ein leichtes, sie gegeneinander auszuspielen.

Was demokratische Bewegungen brauchen sind die besten Werbefachleute, Grafiker, Designer und Konzeptionisten. Dann braucht es Musiker, Models und Moneten. Schwuppdiwupp, schon bekommt eine Bewegung mehr Aufmerksamkeit als wenn frustrierte Bürger hundert Plätze besetzt halten. Desweiteren braucht es Juristen, die die Gesetzeslage in- und auswendig kennen. Wer das Gesetz auf seiner Seite hat, kann sich keines Verbrechens schuldig machen, oder? Sodann braucht es einen charismatischen Führer, der eine Bewegung in Bewegung hält. Ach so, ja, damit haben wir in Österreich und Deutschland so unsere Probleme. Die Vergangenheit strahlt noch immer in die Gegenwart aus. Aber ohne Führung versandet jede Bewegung. In einem Unternehmen wird eine autoritäre Führungsstruktur nie in Frage gestellt. Interessant, nicht? Die freie Marktwirtschaft klingt nach Freiheit, in Wirklichkeit schafft es aber die gröbsten Abhängigkeiten – die der aufgeklärte Bürger nicht nur erduldet, sondern sogar gutheißt oder als gottgegeben ansieht. So weit haben wir es dahingehend gebracht.

Gut. Wollen wir zu einem Ende kommen.

Was bringt es also, auf die Straße zu gehen, zu demonstrieren, einen Platz zu besetzen, ohne einer knackigen Forderung? De facto nichts. Auch wenn heute eine Million Österreicher am Stephansplatz gegen die hohe Arbeitslosigkeit und Inflation demonstrieren würden, was könnte das Regime, pardon, die Regierung schon ändern? Man würde Versprechungen machen und den guten Willen zeigen. Und dann gehen die Demonstranten nach Hause und die Welt dreht sich weiter und nichts hat sich verändert. Tja. Anders wäre es, wenn man eine Forderung zur Hand hätte, die umgesetzt und deren Umsetzung auch kontrolliert werden kann. Ich hätte einen Vorschlag.

Das Bedingungslose Grundeinkommen. Voilà. Damit lösen wir zum Beispiel sofort die Jugendarbeitslosigkeit und die Angst vor Arbeits-Migranten aus dem europäischen Ostraum (Ausländerfeindlichkeit ist m.E. vorwiegend der Existenz-Angst zuzuschreiben). Falls jemand einwirft, dass wir uns ein Grundeinkommen für alle nicht leisten können, so ist mir das herzlich egal. Wenn US-Präsidenten Kriege anzetteln, die auch keiner bezahlen kann, stellt das niemand in Frage. Scheinbar sind wir Bürger dermaßen auf negative Destruktion fixiert, dass wir eine positive Konstruktion gar nicht mehr ins Hirn bekommen. Und dass rund 1 % der Superreichen beinahe 50 % des gesamten Vermögens auf diesem Planeten besitzen, nun, da könnte man als guter aufgeklärter Demokrat die Frage stellen, ob diese Gruppe denn nicht so freundlich wäre, ihren Kuchen mit uns zu teilen?

Ach ja. Das zweite Totschlag-Argument dürfen wir freilich auch nicht vergessen: Wer würde dann überhaupt noch arbeiten, falls jeder ein Grundeinkommen erhält? Wenn wir also davon ausgehen, dass der Mensch ein faules Aas ist, dass dieser jede Tätigkeit vermeidet und sich nur auf seinem dummen fetten Hintern breitmachen möchte, nun, dann würde ich vorschlagen, wir sehen die Demokratie als gescheitert an und installieren ein faschistisches Regime, das jeden zum Arbeiten zwingt (Slogan: „Arbeit macht frei“). Entweder oder. Dazwischen gibt es nichts.

Wie Fernsehen dein Leben ruiniert hat oder Wir brauchen alle einen Charlie Brooker. Jetzt! Sofort!

TV anno 1958 / Wiki

Wieder einmal eines dieser Zufälle, ohne die man im Web nicht weit kommt. Wirklich. Folgt man immer nur den üblichen Verdächtigen, dreht man sich alsbald im Kreis. Aber es gibt Möglichkeiten. Möglichkeiten, die das TV nicht bietet. Nun ja, das stimmt auch nicht ganz. Die Möglichkeit, das TV abzudrehen gibt es immer. Aber wie schwer es ist, weiß jeder, der es schon mal probiert hat. Durch die Trillionen TV-Kanäle zu zappen ist wie am Amazonas nach Gold zu suchen. Irgendwie hofft man, ein Stückchen vom Reichtum abzubekommen.

Jedenfalls, wollen wir nicht abschweifen, kann ich hier eine dringende Empfehlung aussprechen: Die TV-Show(s) von Charlie Brooker für die BBC: How TV ruined your life sowie Charlie Brooker`s Screenwipe. Auch wenn man sich schwer tut, mit dem Englischen (das britische Englisch ist vermutlich eine eigene Fremdsprache, im Gegensatz zum US-Englisch), man sollte Charlie Brooker eine Chance geben. Und wenn es nur diese köstlichen Momente sind, wo er eine TV-Show für minderbemittelte Teens formvollendet in der Luft zerreißt und sich dabei gehörig in Szene setzt. Das ist herrlich. Wirklich. Ich schätze, dieser scharfzüngige Humor, gewürzt mit ironischem Zynismus, ist den Briten in die Wiege gelegt worden. Da könnte man beinahe neidisch werden.

Wer jetzt die obligate Frage stellt, wo man diese Shows sehen kann, nun, das weltweite Netz bietet natürlich (noch) die Gelegenheit dazu. Entweder suche man nach den Clips oder schaut sich meine youtube-Favoriten-Liste an. Dort findet man vielleicht noch das eine oder andere Juwel.

Das ist jetzt alles, was man wissen muss. Ich stelle mir natürlich die Frage, wie es sein kann, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen immer mehr zu einem teuren Privatsender mutiert und sich mehr Sorgen um die Quote macht, als um die gesellschaftliche Verblödung, die um sich greift. Dank Gratisblätter und Privat-TV und Werbe-Müll ist gewährleistet, dass es auch in naher Zukunft keine Gesundung geben wird. Die Medien-Unternehmen mit den intelligentesten Mitarbeitern dieses Planeten prügeln sich förmlich darum, die dümmsten gesellschaftlichen Beiträge abzuliefern. Und das beste ist, dass sich diese abgehobene Spezies auch noch selber feiert. Natürlich. Quote, Umsatz und Profit? Yeah. Das ist geil, Mann. Um in so einem zynischen Gewerbe zu bestehen, nicht seinen Verstand zu verlieren, braucht es Alkohol, Drogen und Sex. Gut, gut, vielleicht tue ich den Leuten unrecht und sie sind brave konservative Familienmenschen, die nur das Wohl der Gemeinschaft im Sinn haben und gezwungen sind, dem Publikum das vorzusetzen, was dieses von ihnen verlangt. Hey, wir machen nicht das Programm, heißt es dann lapidar. Ich frage mich gerade, ob sie ihren Kindern erlauben, mit scharfen Messern zu spielen. Oder von ihrem Pupu zu essen. Ist der Vergleich an den Haaren herbeigezogen? Und wenn schon. Shit bleibt shit. Nächster!

So! Die Erotik des Erik van der Rohe gibt’s in Bälde.

Voilà, ich bin am besten Weg mit dem guten ERIK. Titelei für die erotische Fiktion gefunden. Cover erstellt. Durchaus zufrieden. Die nächsten Tage werde ich dann das Büchlein als E-Book zum Verkauf anbieten. Zuerst gibt es die PDF-Version, danach die epub-Version. Später folgt die autobiographische Fiktion. In einem seriösen dunklen Umschlag gehalten. Höherpreisig. Ja, ja. Man will ja seine erlebte Fiktion nicht verschleudern – im Gegensatz zu den erotischen Phantasien in diesem Buch. So! Weiter geht’s. Gerastet wird im nächsten Leben. Da fällt mir ein, dass ich wieder um ein Jahr älter geworden bin. Huh. Wer da wohl die ganze Zeit am Rad dreht? Man kommt gar nicht mehr nach, mit dem Zählen der Monate und Jahre, die da so – schwuppdiwupp – vergehen. Ja, ja.