richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Ein paradoxes Gewinnspiel gefällig?

Also, weil mich T. heute darauf angesprochen hat, dass sie die Graffitis im Blog-Banner äußerst köstlich findet, dachte ich mir, ich werde ein Gewinnspiel machen:

Nennen Sie mir im Kommentar einen guten Grund, warum Sie E-Books ablehnen oder sogar hassen und dafür erhalten Sie von mir ein E-Book Ihrer Wahl. Kennwort: Paradox! Das Gewinnspiel läuft bis zum 30. Juni 2011. Teilnehmen darf jeder, der das Wort paradox versteht (oder wenigstens schon mal gehört hat).

Advertisements

23 Antworten zu “Ein paradoxes Gewinnspiel gefällig?

  1. Bernhard Dienstag, 21 Juni, 2011 um 20:26

    Vorab ich mag meinen Kindle und ich magauch die Bücher drauf – find das ganze sehr sehr praktisch – aber (m)ein Grund hin und wieder Ebooks abzulehnen (von Hass würd ich nicht sprechen) ist, dass es einfach nicht dasselbe Gefühl ist den Kindle in die Hand zu nehmen im Vergleich zu einem „echten“ Buch.

    • Richard K. Breuer Mittwoch, 22 Juni, 2011 um 8:01

      Die Antwort lasse ich gelten. Das Zauberwort heißt „hin und wieder“. Sehr gut gelöst. Falls du ein kindleskes E-Book als Gewinn haben möchtest, gib Bescheid und ich schick es dir zu. Falls du ein „echtes“ Buch von mir in die Hand nehmen möchtest, muss ich dir leider eine ungehörige Summe an Münzen aus der Tasche ziehen.

    • Bernhard Montag, 27 Juni, 2011 um 16:54

      Vielen Dank!
      bin schon gespannt darauf…wird eines der nexten Bücher sein die ich lese 🙂

  2. Alessandro Mittwoch, 22 Juni, 2011 um 10:21

    E-Books sind einfach widerlich. Die nehmen einem dreisterweise die Möglichkeit für viel Geld teure und schwere Bücherregale aufzubauen, die wahnsinnig viel Platz weg nehmen, gepflegt werden dürfen, ja sogar regelmäßig geputzt werden dürfen. Und damit nimmt man den Leuten die verdiente Möglichkeit ihr Wissen großkotzig zur Schau zu stellen, jedem zu zeigen wie viel besser man doch ist. Jetzt wo schon jeder nen 52″er Flachbildschirm im Badezimmer hat, kann man uns doch nicht ein weiteres Statussymbol wegnehmen! Bald hat ja jeder eins…. und dann? Sind wir dann alle gleich oder was? Was für eine Vorstellung…. -.-

    • Richard K. Breuer Mittwoch, 22 Juni, 2011 um 13:40

      Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Mensch ohne Seele, soll mal einer kluger Kopf gesagt haben. Andererseits sollten wir auch festhalten, dass gedruckte Bücher in der Herstellung teuer sind und dementsprechend kosten. Studenten wissen ein Lied zu singen, von dicken Schmökern, die es nur in kleinen Auflagen gibt und die man sich nur ausborgen kann, weil zu teuer in der Anschaffung. Vielleicht gibt es mal die persönliche Bücher-Tapete mit allen Büchern, die man elektronisch in einem Verzeichnis abgelegt hat.

      Also, Alessandro, falls du eines meiner E-Books auf einem 52″-Flachbildschirm im Badezimmer lesen möchtest, gib Bescheid.

  3. Michael Horak Mittwoch, 22 Juni, 2011 um 12:03

    Ich empfinde, dass ein Sammelobjekt vergeht. Eventuell das gleiche Gefühl, das durch das Dezimieren der Schallplatteneinkäufe entstanden ist, nur noch stärker da Bücher ein größeres Representativum eines Wissen, intellektueller Potenz in einem Regal ausmachen.
    Bücher ohne Poser-Erlebnis sind wie Krieg und Frieden als Hörspielkassette gehört zu haben: einfach nicht intellektuell sexy genug
    Somit vergeht auch für dein Einzelnen die Möglichkeit so exakt nachzuvollziehen, was wo gelesen wurde. Wie bei _irgendeiner_ Website, die statt einer Zeitung, Magazin, … gelesen wird: das lässige Zitieren von Textstellen wird schon durch die Reduktion auf ein File statt ein physisches Erlebnisding nicht mehr vorkommen, aber vermutlich formen wir unsere Hirne mittlerweile anders & mehr auf Strg+F geprägt.
    Sprich: meine Hassliebe lässt sich einfach damit kompensieren, dass ich an einem gemütlichen Tag in die Buchhandlung fahre & die Buchrücken abfotografiere & für das Regal ausdrucke 😉

    • Richard K. Breuer Mittwoch, 22 Juni, 2011 um 13:44

      Ich würde sagen: Wir erleben gerade eine tiefgreifende Veränderung. Beim digitalen Fotoapparat hat es so gut wie niemanden gejuckt, dass das kleine Fotoatelier ums Eck zusperrt, weil keiner mehr Filme ausarbeiten will. Tja. So ist das mit Veränderungen und „Poser-Erlebnissen“ (hübsches Wort).

      Falls du eines meiner Bücher als Hörspielkassette wünscht, äh, ja, da muss ich dich enttäuschen. Die Retro-Welle kommt vermutlich erst in zwanzig Jahren. Aber dann gewaltig.

      Übrigens, jedes E-Book lässt sich de facto ausdrucken und spiralisieren.

  4. Meinungsmacher Mittwoch, 22 Juni, 2011 um 19:25

    Ich kann auch nicht davon sprechen, dass ich eBooks nicht leiden oder gar hassen kann. Es ist eine interessante Neuerung auf dem Markt. … und das Rad kann doch neu erfunden werden. 😀
    Und wie viele in den einschlägigen Foren auch, so denke ich, dass das eBook nur eine Modeerscheinung ist, die niemals das gedruckte Buch vollends ersetzen wird.
    Es wird – im günstigsten Fall – ein Beiwerk sein, dass relativ viele Anhänger haben wird und neben dem normalen Buch existieren kann.

  5. kerstin Donnerstag, 23 Juni, 2011 um 14:46

    Ich lehne jeglichen Technikkram ab und weigere mich, mich damit auchnoch in meiner freizeit zu befassen, ich weigere mich, auf einen Bildschirm zu starren und wörter davon abzulesen. Um ein buch zu lesen sollte man auch ein buch in der hand halten und nicht einen bescheuerten Bildschirm!

    • Richard K. Breuer Donnerstag, 23 Juni, 2011 um 15:08

      Oh. Das sieht mir nach einem klaren Gewinner aus. Respekt. So eine Anti-E-Book-Tirade liest man zwar nicht selten, aber du hast es auf den Punkt gebracht. Damit hast du dir den Gewinn von einem E-Book redlich verdient. Wirklich.

  6. Jo Samstag, 25 Juni, 2011 um 8:06

    E-Books lehne ich ab, bzw. muss sie ablehnen, wenn ich in der Badewanne lese, da ist mir die Gefahr zu groß, dass der gute Kindle im Wasser landet. Badewanne, Freibad und Strand gehen nunmal immer noch am besten mit einem Taschenbuch.

    • Richard K. Breuer Samstag, 25 Juni, 2011 um 8:26

      Habe gerade auf deinem Blog den Artikel über die kindle-Anschaffung erspäht. Werde ich dann gleich mal verlinken.

      Ja, Badewanne ist natürlich gefährlich. Mal gucken, wie lange es braucht, bis der erste Krimi erscheint, in dem eine ältere Dame in der Badewanne von ihrem E-Reader einen elektrischen Schlag bekommt, weil der Reader in die Wanne fällt. Haha. Am besten, die ältere Dame wäre eine Verlegerin der alten Schule.

      Möchtest vielleicht ein E-Book für deinen kindle haben? Wie du das E-Book draufspielen kannst, tja, das ist vermutlich nicht so einfach, oder?

  7. schandmaul12 Samstag, 25 Juni, 2011 um 17:04

    Ein echtes Buch ist doch was anderes.

  8. Jürgen Schütz Sonntag, 26 Juni, 2011 um 15:19

    … weil man in e-books keine Eselsohren reinmachen kann um sich die Seite zu markieren bei der man stehenblieb – Lesebändchen hat´s ja ebenso nicht und für ein Lesezeichen gibts keinen Eischubschlitz und man kann nicht angeben damit in der U-Bahn weil man net erkennt, dass man grad eben einen Ziegelstein wie Don Quixote, Moby Dick oder 2666 liest.
    Liebe Grüße
    Jürgen

    • Richard K. Breuer Montag, 27 Juni, 2011 um 9:40

      Herr Verleger, denken Sie in großen Bahnen! Man könnte in der U-Bahn vom Septime Verlag hören und sich on the fly eines der hübschen Bücher herunterladen. Und wenn man es unbedingt auf Papier haben will, na, kein Problem, dann bestellt man es eben und darf dann so viele Eselsohren rein machen, wie man Lust hat 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: