richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

9/11 oder Was würde Columbo sagen?

Fire Commissioner O’Hagan says he does not like to think
what would happen if a plane crashed in the World Trade Center.

What are your Chances of Surviving a High-Rise Fire?
New York Magazine
27. Mai 1974

Cover of the New York Magazine 1974 May 27

New York Magazine 27. Mai 1974

Bevor wir in medias res gehen sei mir noch ein kleines psychologisches Spielchen erlaubt, um Ihre Sinne zu schärfen. Bereit? Okay. Nehmen wir an, ich würde an dieser Stelle posten, dass ich vor wenigen Wochen durch Zufall in Jack Bronkowitz gelaufen bin. Jack ist Filmproduzent in Hollywood und Berlin und ich habe die Gelegenheit beim Schopf gepackt und ihm die ins Englische übersetzte Synopsis von Schwarzkopf, meiner absurden Wiener Krimicomedy, in die Hand gedrückt. Tage später läutete das Telefon und der Assistent von Jack unterbreitete mir ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte. Ich bin demnach ein gemachter Mann. Yep.

Glauben Sie mir das? Ich gehe davon aus, dass sie Zweifel haben. Gewiss. Es sei denn, Sie gehören zu jenem Menschenschlag, der davon ausgeht, dass jeder die Wahrheit sagt – oder wenigstens die besten Absichten hat. Wenn Sie demnach die Skepsis packt, werden Sie google anwerfen und meinen Sachverhalt prüfen. Aha. Merken Sie, worauf ich hinaus möchte, mit diesem kleinen Psycho-Spielchen? Was wäre für Sie ein stichfester  B e w e i s  meiner Behauptung? Jeder kann sagen und schreiben, dass es sich so verhalten hat. Beweise auf den Tisch, heißt es dann nicht umsonst. Gut. Ich kann Ihnen leider das Bronkowitz-Paper nicht zukommen lassen. Es gilt ja ein gewisses Maß an Vertrauen in diesem Bizness, nicht? Also gut. Wie zuvor gesagt, Sie tippen die Keywords in google ein und schauen sich mal an, was da so ausgeworfen wird. Jetzt können Sie sich gleich mal die Frage beantworten: Wann würde ich ein unwahrscheinliches Ereignis als wahr bzw. als gegeben akzeptieren?

Wenn ein oder zwei andere, private Webseiten über dieses Ereignis berichten? Wenn es zwanzig sind? Hundert? Oder richten Sie Ihr Augenmerk auf   o f f i z i e l l e   Webseiten? Also Webseiten von Medien-Unternehmen und öffentlicher Stellen. Würde also http://www.orf.at – in Österreich eine der meistbesuchten News-Seiten, erstellt vom Öffentlich Rechtlichen Rundfunk Österreichs – würde also orf.at über meinen Deal berichten, Sie würden mir gratulieren, nicht? Oder es gäbe eine Erwähnung im Spiegel Online. Dann wäre meine unwahrscheinliche Story doch hieb- und stichfest, oder? Warum sollte man diesen Unternehmungen nicht trauen? Man kann ja nicht jede Meldung skeptisch und mit Argusaugen betrachten. Kann man nicht? Hm. Vielleicht sollte man es aber.

Zurück zu Beweisen, die nichts beweisen. Eine Meldung wurde von anderer Stelle bestätigt. Punkt. Sie gehen davon aus, dass diese Stelle ihren Job ordentlich macht. Will heißen, sie wägt die Fakten ab und entscheidet dann, die Meldung zu bringen. Was, wenn der Redakteur  oder die Belegschaft mit anderen, wichtigeren Dingen beschäftigt ist? Zum Beispiel die neue Praktikantin übers Knie zu legen? Wissen wir denn, wer welche Meldungen bearbeitet, in einer Redaktion? Kann es nicht auch der Azubi sein, der normalerweise die Brötchen und den Kaffee holt? Oder wäre es nicht denkbar, dass die Meldung automatisiert generiert wird? Durch einen News-Feed? Die Presse-Agenturen bereiten ja die Meldungen bereits hübsch vor. Copy & Paste war gestern. Direkt einstellen ist heutiger. Der Azubi kann dann gerne ein paar Sätze oder Floskeln einfügen.

Kommen wir nun zu 9/11. Sie wissen noch, oder? Freilich. Es hat sich in unser Gedächtnis eingebrannt. Flugzeug. Twin Towers. Bumm. Entsetzen. Flugzeug. Twin Towers. Bumm. Entsetzen. Bangen. Es nicht begreifen wollen. Einsturz des Südturms. Man zwickt sich. Entsetzen². Einsturz des Nordturms. Man zwickt sich erneut. Möchte sich eine Ohrfeige geben. Entsetzen³. Tja. Dann sitzt man vor dem TV und versucht zu begreifen.

New York Magazine May 27 1974 Illustration High-Rise FireWissen Sie, was wirklich geschehen ist, am 9. September 2001? Niemand weiß es. Obwohl wir der Meinung sind, wir haben es alle gesehen. Gemeinsam. Als wären wir vor Ort gewesen. Diese Bilder haben sich so in unser Bewusstsein eingebrannt, dass dieses Ereignis Teil unseres kollektiven Gedächtnisses geworden ist. Aber Bilder und Töne allein machen noch keinen Sinn. Und da wird es jetzt natürlich spannend. Wir, als teilnahmslose Voyeure bzw. Beobachter, müssen das Geschehen einordnen, müssen einen Kontext zum Erlebten herstellen. Nur dann können wir beruhigt zu Bett gehen. Wer möchte schon Schlafpillen einwerfen? Eben!

Wenn Sie wissen wollen, was wirklich geschah, nun, dann sollten Sie die Fakten von der Story unbedingt trennen. Aber das ist dann nicht gerade befriedigend, weil sie dann vor einem Trümmerhaufen stehen – im wahrsten Sinne des Wortes – der keinen rechten Sinn ergibt. Aber sollten Sie Fakten und Story trennen, dann darf ich Ihnen gratulieren. Well done! Nur so kommen wir der Wahrheit – so es überhaupt eine geben kann – näher.

Wenn Sie hingegen von der Story zu den Fakten überleiten, dann können Sie an dieser Stelle aufhören, auch nur einen weiteren Gedanken an einer möglichen Wahrheitsfindung zu verschwenden. Es wird Ihnen nicht gelingen. Kennen Sie Inspector Columbo? Eine wunderbare Serie, die mehr Kammerschauspiel, denn Detektivgeschichte war. Der running Gag war, dass der intelligente Verbrecher der Meinung war, er wäre dem schusseligen Inspector haushoch überlegen. Am Ende musste aber jeder der Mörder einsehen, dass er Columbo unterschätzt hatte. Tja. Dumm gelaufen. Jedenfalls, nehmen wir an, Sie würden nicht von Anfang an wissen, wer der Mörder ist. Würden Sie dann nicht den Inspector für einen konspirativen Sonderling halten, weil er einem unbescholtenen Bürger, der ja ein Alibi vorweisen kann (das natürlich nicht so wasserdicht ist, wie es den Anschein hat, aber das wissen wir ja noch nicht), auf die Pelle rückt? Und geht aus den polizeilichen Untersuchungen nicht klar hervor, dass eine Straßenbande das Verbrechen verübt hat? Warum also schnüffelt Columbo noch immer an einem so gut wie abgeschlossenen Fall? Ist das nicht lächerlich? Einfältig?

Die große Stärke von Columbo ist, dass er die Story der anderen aufnimmt, mit ihr spielt, sie weiterführt, verfremdet und neu zusammensetzt. Während die Schulterzucker von der Story ausgehen und die Fakten in die richtige Richtung biegen, macht es Columbo umgekehrt. Er nimmt sich die Fakten und biegt die Story in die richtige Richtung. Vielleicht wäre es an dieser Stelle nötig, anzumerken, dass weder Columbo noch der Verbrecher zu den Guten gehören. Jeder hat eine Agenda. Jeder hat ein Motiv, das zu tun, was er eben tut. Das kann gut, das kann schlecht sein, wie auch immer, aber man sollte es in jedem Fall im Hinterkopf behalten, weil: Niemand ist völlig frei und losgelöst von allen irdischen Zwängen. Was aber nicht heißen soll, dass man nicht Partei für jemanden ergreifen kann. Aber wenn Sie es tun, bedenken Sie, dass Sie damit der Wahrheit schon wieder einen Schritt hinterher sind. So ist das eben.

Würden wir also Columbo nach 9/11 fragen, was würde er in sein kleines Notizbuch kritzeln (abgesehen von der Einkaufsliste für seine Frau)? Was könnte man als Fakt und was als Beiwerk der (patriotischen) Story ansehen? Wer sich eingehend mit den Fakten auseinandersetzen möchte, dem kann ich diesen Blog stevenwarran sehr ans Herz legen. Ich bin erst vor wenigen Tagen durch Zufall auf diesen gestoßen und habe viel Zeit darauf zugebracht. Beeindruckend, mit welcher Akribie und Detailverliebtheit der Verfasser zu Werke geht. Er schreckt auch nicht vor persönlichen Anschuldigungen zurück und nennt Namen oder stellt Listen ins Netz, die irrtümlich vom FBI geleakt sind. Gewiss, auch stevenwarran ist kein Kind von Traurigkeit. Davon können wir ausgehen. Und auch er wird nicht alles richtig einordnen können. Aber er versucht es wenigstens. Das ist ihm hoch anzurechnen. Sein Job müssten eigentlich die Medien-Vertreter, die Journalisten, die Reporter, die News-Macher tun. Aber keiner fühlt sich bemüßigt, auch nur einen Finger krumm zu machen. Das ärgert mich. Und dann wundern sich die Manager in den Medienhäusern, dass die Leute nicht bereit sind, für diese News etwas zu bezahlen. Haha. Selten so gelacht.

In wenigen Monaten jährt sich 9/11 zum 10. Mal. Wir dürfen davon ausgehen, dass die offizielle Story, die Narration, wieder gedehnt und aufgeblasen wird, um den Blick auf die Fakten zu verhüllen. Dann wird wieder nur um den heißen Brei gefeiert. Apropos heißer Scheiß. Haben Sie eigentlich gehört, dass US Verteidigungsminister Rumsfeld einen Tag vor 9/11 in einer Pressekonferenz einräumen musste, dass rund USD 2,3 Billionen (also 2300 Milliarden!) in den Büchern des Pentagon nicht mehr auffindbar bzw. die Ausgaben nicht nachvollziehbar seien?

Für 2300 Milliarden Dollar, also, da erzähle ich Ihnen eine Story, die glaubt sogar ein pubertierender Junge, dem die ganze Welt am Allerwertesten geht. Period! Und jetzt wachen Sie verdammt noch mal auf. Okay?

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22 Antworten zu “9/11 oder Was würde Columbo sagen?

  1. Michael Horak Dienstag, 5 Juli, 2011 um 11:12

    Die 9/11-Verschwöung ist, solange sie nicht komplett in Ideologien abdriftet, ein gutes Beispiel einer Verschwörung. Es wird teilweise Dialog geführt, wie eine Sprengung/Flugzeugcrash vonstatten gehen würde.
    Aber wie du auch eingangs schreibst muss man sich selbst auch bewusst sein, dass man da in ein Konfliktfeld begibt, von dem man keine Ahnung hat & zum Spielball offensiver Rhetorik wird. Das gelingt vor Allem bei großen Firmen, unangenehmen Staaten und isolierten Bevölkerungsgruppen extrem gut.
    Bei Warren gefällt mir nicht, dass er sich in lauter Kleinstdetails hineinsteigert und dadurch einen extrem großen selective observation bias erzeugt. Es läuft nicht alles perfekt in der Welt, deswegen muss nicht alles manipuliert worden sein, sondern ist schlicht aus Dummheit/Profitgiersparwahn/… vernachlässigt worden; zB Fukushima. Nach einem 3min Gespräch mit Warren könntest du ihn sicher davon überzeugen, dass die chin. Regierung in das AKW-Unglück involviert war: lange keine Wartungen, zurückhalten der Infos, Nichtanspringen der Pumpen, keine Löschroboter, auch die Rechenzentren in den Regionen sind nicht ausgefallen…
    (besseres Bsp eines Verschwörers wäre Steven Jones, aber der geht auch nicht ideologiefrei vor & verrechnet sich zu seinen Gunsten – natürlich im Auftrag, die Wahrheit zu finden)

    • Richard K. Breuer Dienstag, 5 Juli, 2011 um 22:37

      „Es läuft nicht alles perfekt in der Welt, deswegen muss nicht alles manipuliert worden sein, sondern ist schlicht aus Dummheit/Profitgiersparwahn/… vernachlässigt worden …“

      Sehr richtig. Aber es wäre die Aufgabe der „objektiven“ Medien und der investigativen Journalisten, genau diesen Sachverhalt herauszufinden. Genau das dürfte aber schon seit längerer Zeit nicht mehr geschehen. Ob die Medienkonzentration daran Schuld ist? Die „freie Marktwirtschaft“? Korruption? Profitgiersparwahn? Was auch immer der Grund sein mag, daran krankt unsere Demokratie. Und was und wer auch immer hinter 9/11 und all den anderen „Terror“-Anschlägen steckt, mir ist alles recht, aber gebt mir Untersuchungskommissionen, die wirklich untersuchen und Zeitungen, die wirklich berichten und TV-Sender, die Neuigkeiten bringen.

      Mehr will ich ja gar nicht. Scheinbar verlange ich da schon zu viel. Wen wundert es also, wenn im Web unzählige „Verschwörungstheorien“ um sich greifen? Manche sind stark zu bezweifeln, andere aber durchaus eine Überlegung wert. Im Moment amüsiere ich mich köstlich über dieses Forum hier:

      http://www.cluesforum.info

      Der September dieses Jahr wird ein heißer Tanz werden. Be prepared!

  2. Martin Schwarz Mittwoch, 6 Juli, 2011 um 0:37

    911 gehört zu den Ereignissen, zu denen ich mir KEINE Meinung bilden will. Die Struktur dessen, was sich meinen Sinnen hier bietet, ist isomorph zu den Wahrnehmungsstrukturen von Mondlandung, Ufo bei Roswell, Briefbombenterror in Österreich und Kornkreisen, um nur einige zu nennen.
    In allen genannten Fällen (und in vielen anderen) widersprechen sich sowohl die üblichen Verschwörungstheoretiker als auch die offiziellen Stellen (oder zumindest das, was von den offiziellen Stellen durch die Medien zu mir dringt) jeweils selbst. (Dass sie einander widersprechen, versteht sich von selbst.)
    Beispiel Mondlandung, offizielle Stellen: A1) man kann die zurückgelassenen Landeplattformen von der Erde aus nicht lokalisieren, weil die Auflösung der Teleskope nicht reicht versus 2) die Apollo-Besatzung hat Spiegel aufgestellt, die regelmässig mit Laserstrahlen erfasst werden versus 3) die genauen Landekoordinaten wurden nicht aufgezeichnet bzw, verschlampt. B1) wir fliegen derzeit nicht bemannt zum Mond, weil die Strahlung des Van-Allen-Gürtels tödlich wäre (leider kann ich die Quelle nicht mehr genau angeben, es war aber die Aussage eines NASA-Sprechers in einem Zeitungsinterview ca. vor 5-10 Jahren) versus 2) die Apollo-Besatzungen hatten Geigerzähler mit, wiesen aber keine erhöhten Strahlenwerte auf.
    Es ist so, dass man zu all diesen Themen keinerlei „Wahrheit“ mehr finden wird. Unter sämtlichen Meldungen zu 911 könnte tatsächlich die „Wahrheit“ publiziert worden sein, aber sie hat nun mal kein „Mascherl“. Als Logiker lehne ich daher eine Meinungsbildung strikt ab.

    • Richard K. Breuer Mittwoch, 6 Juli, 2011 um 9:06

      Die Wahrheit ist so weiß wie Schnee, singt schon Wolfgang Ambros in den 1980ern. Yep. Widerspruch ist für offiziellen Stellen natürlich ein wesentliches und wichtiges Element. Ich denke, in jeder „Verschwörungstheorie“ steckt zumindest ein Körnchen Wahrheit. Ich versuche zumeist das Ereignis auf eine Meta-Ebene zu ziehen und mir Motiv und menschliche Gedankengänge vorzustellen. Das bringt natürlich keine Lösung, zeigt aber eine Tendenz auf.

      Ad Mondlandung: die US-Polit-Elite und die NASA standen unter Zugzwang, in den 1960ern. Noch mehr als die UdSSR den ersten Mann (vermutlich nicht Gagarin, sondern ein unbekannter Astronaut) in die Umlaufbahn brachten. Wenn du ein hochrangiger NASA Mitarbeiter bist, dem gesagt wird, dass die hochriskante Mondlandung (mit der Rechenpower von etwa 2 x Commodore VC64) ein Erfolg sein muss, koste es, was es wolle, also, da würde mir viel einfallen (noch mehr, wo Geld so gut wie keine Rolle spielte).

      Eines ist jedenfalls sicher: niemand von den Entscheidungsträgern wäre das Risiko eingegangen, Live-Bilder eines Desasters zur Erde zu schicken. Das hätte psychologisch gesehen die Amerikaner um Jahrzehnte im Kalten Krieg zurückgeworfen. Das durfte einfach nicht passieren. Und siehe da: es ist auch nicht passiert. Im besten aller Fälle hat man also die Mondlandung filmisch inszeniert, während die echte ohne viel Tamtam im Hintergrund abgelaufen ist. Wie gesagt: im besten aller Fälle. Die anderen Varianten will ich hier besser nicht ausführen, das wäre dann doch sehr spekulativ.

      Die „Wahrheit“ ist zumeist ein Zusammenspiel mehrerer Facetten – und je nach Blickwinkel kommt man zu dem einen oder zu dem anderen vorläufigen Schluss. Je nach Fakten- und Beweislage. Aber auch wenn es kein „Mascherl“ gibt, so ist es m.E. die Pflicht eines jeden Bürgers die offiziellen Vorgänge in einer Demokratie kritisch zu hinterfragen. Wenn demnach offizielle Stellen Fotos und Videos von Ereignissen veröffentlichen, an denen manipuliert / photoshopt wurde, dann stellt sich die Frage, warum. Das heißt natürlich nicht, dass es eine großangelegte Verschwörung gegeben hat. Es heißt nur, dass irgendjemand etwas getan hat, was nicht in Ordnung ist. Und im Normalfall gibt es eine Befehlskette. Diese muss man zurückverfolgen. Und voilá, schon bringt man vielleicht wieder ein Stückchen Licht in dubios dunkle Angelegenheiten.

  3. Michael Horak Mittwoch, 6 Juli, 2011 um 12:07

    @ Martin Schwarz
    Es wäre in dem Fall tatsächlich interessant, welche Quellen dir diese Fragmente „von offizieller Seite“ zugeflüstert haben. Ja, es gibt die Reflektoren, ja die Lokalisation ist bekannt, ja, der van Allen Gürtel wurde problemlos durchquert. (vllt war bei dem Interview vor 5-10 Jahren die Mars-Mission gemeint?) Auf Wikipedia, bzw bei Scienceblogs.de gäbe es viel sachdienliche Infos dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Verschwörungstheorien_zur_Mondlandung#St.C3.BCtzende_Argumentation_f.C3.BCr_die_Mondlandung
    Aber selbst wenn die NASA hochauflösende Detailbilder der Landestellen liefern würde, dann wären sie für die Mondlandungsverschwörer ohnehin nur gephotoshopped.

    @ Richard
    warum hat dann die USA nicht einfach den 1. Mann im All gefaked? das Wär doch viel einfacher prestigeträchtiger gewesen. _Irgendwas_ raufschießen, eine „Landung“ auf der Erde inszenieren usw.
    Bzw: warum ist es den Russischen Geheimdiensten nicht gelungen, die Mondlandungslüge zu enttarnen?
    Wie peinlich wird es in wenigen Jahren sein, wenn die Russen problemlos mit einem Superteleskop die Landungsstelle fotografieren & nichts da ist (vllt haben die das ohnehin schon getan). Was für einen Skandal könnten China, Russland,… da auslösen?

    Das soll jetzt nicht untergriffig wirken, aber die beiden Kommentare spiegeln, was in den meisten Verschwörungsdiskussionen auftritt: verschiedene Personen stützen zwar ihre Argumente nicht (im, Gegenteil sogar) sind aber der Meinung, dass die offizielle Version nicht stimmt. Dein Kommentar liest sich so, als hätte die Landung stattgefunden, die Bilder wären gefaked. Martins Kommentar liest sich so, als gäbe es keinen Anlass die „Landungslüge“ zu glauben. Ich komm jetzt her & sage, es gibt genug unabhängig untersuchte Indizien (zB das Mondgestein), die die Landung belegen & gelte somit trotzdem als Außenseiter, obwohl sich eure Argumentationen unter der Meta-Ebene ebenfalls nicht wirklich decken.

  4. Michael Horak Mittwoch, 6 Juli, 2011 um 12:26

    Nachtrag:
    ad Mondlandungsbilder im Studio entstanden
    Ich glaube, das wäre technisch massiv schwer umsetzbar gewesen, v.a. wenn mans ich bei Bewegungsabläufe ansieht & wie der Sand fällt. Das ist nicht einfach, wie oft fälschlich behauptet wird, „langsamer abgespielt“ sondern entsprechend der Gravitation. Sektenleiter Sheng-Fui hat es mMn treffend erklärt
    „Dies lässt nur einen Schluss zu: Die Mondlandung wurde in einem Filmstudio mit Schauspielern simuliert und der Weltöffentlichkeit als echtes Ereignis untergeschoben! Über den genauen Standort des Filmstudios kann derzeit nur spekuliert werden, aber aufgrund der physikalischen Gegebenheiten muss sich dieses Filmstudio auf dem Mond befunden haben.“

    ad 9/11
    ich gebe dir da auf jeden Fall recht. Aber wo ziehst du die Grenze? Wenn die Frau von Werlhof meint, es gibt Beweise, dass HAARP die Erdbeben & Tsunamis usw auslöst & somit die US Armee die Folgen von Haiti zu verantworten hat, muss das nachgeprüft werden?
    Gerade bei 9/11 sind so viele Selbstdarsteller aufgetaucht die keinen Bezug zum Thema haben und auf pseudomathematische Art & Weise ihre Theorie stützen wollen um ihre Bücher zu verkaufen — nein, das soll jetzt kein Ansporn für dich sein bitte 😉
    Ich war damals in Wien im Austria Center bei der Loose Change Truther-Veranstaltung, wo auch der letzte Mensch war, der das WTC verlassen hat, ein Putzmann. Ja, es war nett, aber so wirklich dabei war nichts, wo ich mir gedacht hätte: das verlangt nach investigativem Journalismus.
    Bei welchen Argumenten findest du, dass dies der Fall wäre?

    • Martin Schwarz Mittwoch, 6 Juli, 2011 um 23:54

      Ich habe geschrieben, dass ich KEINE Meinung zu den genannten Ereignissen habe und bitte, diese Aussage vollinhaltlich zu akzeptieren.
      Ich kann nicht allen Quellen vertrauen. Welcher Quelle kann ich dann vertrauen?
      Ich kann zu den meisten Themen nicht einmal ein minimales Fachwissen vorweisen. Wer kann das?
      Wir glauben, was wir zu sehen glauben. Wir fühlen uns wohler, wenn wir einer Gruppe Gleichgläubiger angehören dürfen.

      1. Ich habe mir doch einige Videoberichte zum Flugzeugabsturz im Pentagon angesehen, offizielle Presse, verschwörungstheoretische Abhandlungen, alles dabei. Mein völlig ungeschultes Auge sieht da keine Flugzeugteile. Ein Experte hat erklärt, das Flugzeug sei durch die Wucht des Aufpralls „pulverisiert“ worden. Das Pentagon hat natürlich die sichersten und massivsten Mauern der Welt, weshalb es das relativ unbeschadet überstanden hat. (Als das Spaceshuttle abstürzte, waren hingegen viele Teile zu sehen.) Die USA hatten verständlicher Weise gute Gründe, nicht alles Bildmaterial und nicht alle Untersuchungsergebnisse freizugeben.

      2. War die Freiheitsstatue „weg“, als sie vor einigen Jahren von dem Supermagier „weggezaubert“ wurde? Warum war auf den Kameras der Hubschrauber und auf dem Radar nichts zu sehen? War dort nichts zu sehen? Kann man den üblichen Spiegeltrick in dieser Grössenordnung durchführen? War es Magie? Illusion? Schummelei?

      Aber wem soll ich jetzt Glauben schenken? Meinen Augen? Meiner Logik? Meinem Gefühl? Ich glaube eben lieber gar nichts. So schauts aus.

  5. Michael Horak Donnerstag, 7 Juli, 2011 um 9:44

    Ich habe geschrieben, dass deine Argumentation auf mich subjektiv suggestiv wirkt, als würdest du die Verschwörungsversion bevorzugen.

    ad 1)
    Man hat das Flugzeugteil klar auf den Fotos gesehen, würde das nicht Pulverisiert nennen.
    Kompakte Info findest du dazu hier: http://www.popularmechanics.com/technology/military/news/debunking-911-myths-pentagon
    Weniger kompakt die offiziellen Prüfungsberichte http://wtc.nist.gov/
    und noch weniger kompakt die schrittweise Widerlegung des Verschwörungsfilms Loose Change http://www.loosechangeguide.com/LooseChangeGuide.html

    ad 2)
    Das war nichtmal ein Spiegeltrick, sondern die Plattform hat sich so gedreht, dass dort tatsächlich keine Statue war, also kann auch das Radar keine Statue entdecken.

    Tendenziell schenkt man Leuten Glauben, die nicht mit ihren Meinungen Bücher & DVDs verkaufen, in denen sie simple Lösungsvorschläge präsentieren und oft nur eine Bevölkerungsgruppe als Auslöser dasteht. Aber dieser Ratschlag hat vor fast 2000 Jahren auch schon nicht funktioniert (aja, Funfact: und damals waren es auch schon die Juden die hinter allem stecken)

  6. Michael Horak Donnerstag, 7 Juli, 2011 um 9:46

    Nachtrag schon wieder…
    die Aussage bzgl Pulverisiert stammt offenbar eh auch von loose change, keine Ahnung wo die das wieder her haben. Ein „Oberexperte“-Insert ist schnell verteilt http://www.america.gov/st/webchat-english/2009/May/20070330134723abretnuh0.9919245.html

  7. Richard K. Breuer Donnerstag, 7 Juli, 2011 um 10:10

    Gut, gut. Bevor es hier hin und her geht, müssen wir wohl eines feststellen: die Wahrheit lässt sich mit unserem (gegenwärtigen) Wissen nicht feststellen. Mit „unserem Wissen“, meine ich dich, Michael, und mich. Wir beziehen uns auf „Beweise“ und „Fakten“, die andere vorgelegt oder präsentiert haben (und die sich vielleicht wiederum auf andere „Beweise“ und „Fakten“ beziehen) und bilden uns darauf hin eine Meinung. Ich würde sagen: wir interpretieren – und bei Interpretationen muss wohl alles erlaubt sein. Wichtig dabei ist, zu berücksichtigen, dass die Interpretation einer Mehrheit nicht automatisch richtig ist, nur weil es die Interpretation einer Mehrheit ist.

    Erinnern wir uns an die „Beweise“ der Irakischen „Massenvernichtungswaffen“, die Grund genug waren, einen Krieg auszulösen. Später räumten dann verantwortliche Stellen ein, dass es doch keine Massenvernichtungswaffen gegeben hätte und die Beweislage manipuliert wurde. Aha. Die New York Times, wenn ich mich recht entsinne, hat sich bei ihren Lesern entschuldigt, weil sie die damalige Sachlage nicht eingehender untersucht hat. Tja. Heute kräht natürlich kein Hahn mehr danach, aber Fakt ist, dass die Bürger von offizieller Stelle belogen worden sind und die Medien mitgespielt haben. Ob aus Unfähigkeit, Unwissenheit oder aus Vorsatz lasse ich dahingestellt.

    @ „pulverisiert“: in einem Interview erklärte einer der Feuerwehrleute, dass der größte Teil, den er im Schutt gefunden hatte, die Tastatur eines Office-Telefons gewesen wäre („Da war kein Schreibtisch, kein Computer, …“). Aber freilich, soll man diesem Kerl trauen? Überhaupt, wem oder was soll man trauen? Den Bildern und Aufzeichnungen sind jedenfalls zu misstrauen – andererseits bieten sie uns (also dir, Michael, und mir) die einzige Möglichkeit, aus dem Ganzen schlau zu werden.

  8. Michael Horak Donnerstag, 7 Juli, 2011 um 16:03

    Erkenntnistheoretisch lässt sich die Wahrheit ohnehin nie feststellen, aber Annäherungen halte ich sehr wohl für möglich. Nach Ockhams Rasierklinge und den Abstimmungen, wo wie profitiert wird bzw Abhängigkeiten bestehen, fällt mir auch bei 9/11 schwer, an eine COINTELPRO/False flag Aktion zu glauben*.

    Bush hatte defacto bis auf minimale Republikaner-PR doch eh keine Hinweise auf WMD. Das sagt sogar der, der die Aktion im Irak geleitet hat, siehe 2004 http://articles.cnn.com/2004-01-25/world/sprj.nirq.kay_1_top-weapons-inspector-david-kay-large-stockpiles?_s=PM:WORLD & war ja auch der Grund, warum .de, .fr. .ru usw gegen den Irakkrieg vor diesem Hintergrund waren (https://pastel.diplomatie.gouv.fr/editorial/actual/ael2/bulletin.gb.asp?liste=20030211.gb.html) Sry für den Link-müll, aber siehe auch da http://en.wikipedia.org/wiki/Iraq_disarmament_crisis#UNSC_disagreement
    Würde also vor allem Vorsatz & das Über-ziel, bin Ladens Einfluss & Al Kaida zu beseitigen vermuten.

    * in dem Zusammenhang find ich aber kurios, dass die 9/11-Veschwörung in den USA nicht so beliebt ist wie in Europa, hingegen verhält es sich beim Holocaust genau andersrum.

  9. Martin Schwarz Freitag, 8 Juli, 2011 um 10:00

    Noch ein mathematischer Nachtrag zu den Spiegeln am Mond: wenn so ein Spiegel 1 Meter Durchmesser hat, entspricht das von der Erde aus gesehen einem Winkel von 0,0000000745 Grad. Das entspricht einer Genauigkeit von 130 Wasserstoffatomen auf der Erdoberfläche, das heißt, sollte es auch nur irgendeine minimale Erschütterung geben oder ein Staubkörnchen (Feinstaubpartikel haben einen Durchmesser von ca. 1000000 Wasserstoffatomen) dazwischen sein, würde man den Spiegel schon nicht mehr treffen. Wenn der Strahl auch noch den Rückweg antreten und hier wieder „eingefangen“ werden soll, halbieren sich obige Zahlen noch.
    Ich weiss nicht, wie gut eure mathematische Vorstellung funktioniert, aber sollte das ganze tatsächlich technisch möglich sein, wäre ich doch sehr erstaunt.
    Wieder gilt: wie könnte man das ganze nachprüfen?

    • Martin Schwarz Freitag, 8 Juli, 2011 um 11:24

      Es geht noch weiter: 1. Der Spiegel steht am Mond. Dort ist es staubig.
      2. Das Licht braucht von der Erde zum Mond ca. 1.25 Sekunden. In dieser Zeit hat sich der Mond in seiner Bahn um ca. 1 Kilometer bewegt. Wenn der Strahl zurückkommt, hat sich die Erde um ca. 1 Kilometer weitergedreht. Alle Bewegungen sind nicht „glatt“, sondern „ruckeln“ ganz ordentlich, wenn man sie aus der Perspektive von 130 Wasserstoffatomen betrachtet.
      3. Es gibt auch ein massives Lokalisierungsproblem: einmal angenommen, die Koordinaten des Spiegels wären präzise bekannt. Wenn der Spiegel auf den Erdmittelpunkt ausgerichtet werden sollte, reicht eine Abweichung der Spiegelachse um einen Winkel von 0.25 Grad – das entspricht ca. 2 Millimetern – und der Lichtstrahl trifft die Erde überhaupt nicht mehr. Das heißt: könnte man den Spiegel präzise finden, und das kann man nur mittels eines Laserstrahls, welcher reflektiert und wieder eingefangen wird, dann könnte man einen Laserstrahl senden…
      Übrigens habe ich mir das alles selbst überlegt und ausgerechnet. Da ich in Mathe nicht so schlecht bin, traue ich meinen Berechnungen. Meine Zahlen mögen nicht ganz präzise sein, aber das ändert an den Größenordnungen übergaupt nichts. Sollte der Spiegel 10 Meter Durchmesser haben, dürfte die Abweichung 1300 Wasserstoffatome betragen und die Achse um 2 Zentimeter verdreht werden.
      Daraus folgt für mich, dass es sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich ist, einen Spiegel auf dem Mond zu treffen.

  10. Michael Horak Freitag, 8 Juli, 2011 um 12:55

    gute Frage, aber scheinbar muss der Strahl nicht so extrem Präzise auftreffen. Die Reflexion ist durch corner-cube Spiegel deutlich erleichtert.
    Das ganze haben auch die Russen am Mond gabs also auch in der Form, die technisch viel komplexer ist, die sich selbst aufstellen ] justieren.
    Dein erster Absatz beschreibt btw genau den Grund, warum dieser Reflektor da oben ist: um die Position präziser messen zu können
    http://en.wikipedia.org/wiki/Lunar_Laser_Ranging_experiment

  11. Richard K. Breuer Freitag, 8 Juli, 2011 um 15:34

    Also, bei Wikipedia-Artikel bin ich generell vorsichtig, nach dem ich bereits mit der Wissens-GESTAPO unliebsame Bekanntschaft machte.

    Martin trifft mit seinen Fragen genau den Kern der Sache: für den skeptischen Bürger stellen sich eine Reihe von Fragen, die zumeist unbefriedigend beantwortet werden. Wenn die „offiziellen Stellen“ verlauten, dass es sich zum Beispiel mit dem Spiegel so und nur so verhält (und alle Medien- und Meinungsmacher es abnicken), muss man es glauben/akzeptieren, so unwahrscheinlich die Umstände auch sein mögen.

    Wirklich sensationell ist (für mich) der Umstand, dass die Astronauten mit ihren gewöhnlichen LeicaHasselblad-Fotokameras perfekte, künstlerisch anspruchsvolle Fotos schossen. Man muss aber bedenken, dass sie nicht durch den Sucher gucken konnten und ihre Kameras an der Hüfte befestigt haben. Wer schon mal versucht hat, mit analogen Kameras so ein Kunststück zuwege zu bringen, der weiß, dass es ein Wunder wäre, auch nur ein gelungenes Foto zu bekommen. Aber wie gesagt, wenn es sich so verhalten hat, so unwahrscheinlich es auch anmutet, dann muss es wohl akzeptiert werden. Nein, müssen tut man freilich nichts.

    • Michael Horak Freitag, 8 Juli, 2011 um 17:51

      @ Richard
      ad Fotoqualität:
      aus aktuellem Anlass:http://www.dailymail.co.uk/news/article-2011051/Black-macaque-takes-self-portrait-Monkey-borrows-photographers-camera.html , du flögest zum Mond, wie viele hunderte, wenn nicht tausende Bilder würdest du machen? Genauso haben die das auch gemacht http://www.clavius.org/photoqual.html

      ad Wikiartikel
      ich achte bei Wikilinks immer sehr darauf, dass das alles mit Quellen hinterlegt ist* – in dem Fall Publikationen in Journals in die man nur mit solider Datenbasis kommt.

      ad Unwissen & Infofluss usw generell…
      natürlich tragen die Medien eine große Schuld daran, dass sie alles was nicht entertaining genug auf 1 Seite Platz findet nicht erwähnen. Aber dann haben die Medien noch immer die Ausrede, dass es ja das Internet gibt, das genau diese Funktion erfüllt.
      Zahlreiche wissenschaftliche Journals sind mittlerweile open access und auch Wikipedia ist mMn auch in nahezu allen Fällen eine verlässliche Sammlung an geprüftem Wissen.
      Zu dem kommt noch, dass die Konkurrenz überall gegeben ist; sobald ich einen großen Fehler in einer Forschung mache, oder die NASA oder irgendwer, darf man nicht unterschätzen, wie viel anderen daran liegt, das in der Luft zu zerreißen…
      Das soll nicht heißen, dass nun unser endgültiges Wissen damit bewiesen ist & alles als Fakt hingenommen werden kann. Sicher nicht, aber es soll unterstreichen, dass die Gründe, auf dubiose Websiten und youtubevideos hineinzufallen sehr minimiert sind.
      Oft geht im Idealismus, großen Institutionen generell nicht zu trauen, unter, warum man die gleichen Beweisansprüche nicht auch an die andere Seite erhebt. Soll heißen: wenn sich 99 Theorien von einer Hobby-Website als grundlegend falsch herausgestellt haben, warum hält man dann nach wie vor an der 100. dieses Freizeitnostradamus fest?

      Wie gesagt finde ich Verschwörungen extrem spannend (wenn sie nicht zu platt sind), da man sich als Außenstehender automatisch mehr damit befasst, aber die Kunst tatsächlich objektiv zu urteilen hat vermutlich noch niemand bewiesen.

      * http://xkcd.com/906/

      • Richard K. Breuer Freitag, 8 Juli, 2011 um 20:20

        Ich habe den Link zur Dailymail korrigiert, Michael. Ja, witzig, die Affen, die sich selber fotografiert haben. Wobei man natürlich davon ausgehen kann, dass zig hundert (digitale) Fotos geschossen wurden und die besten ausgewählt wurden. In Zeiten der analogen Fotografie konnte man leider/zum Glück keine tausend Fotos machen. Wenn ich mich recht entsinne haben die Astronauten nämlich gar nicht so viele Filme mitgehabt. Nebenbei bemerkt ist das Wechseln eines analogen Films mit den Raumanzügen (Handschuhe!) und in der Schwerelosigkeit auch kein Zuckerschlecken. Aber freilich, alles möglich (besser: nicht unmöglich). Auf der clavius.org Seite wird dazu lapidar vermerkt: „It required a bit of training and practice.“ Ja, so kann man es auch sagen.

        Bezüglich „in der Luft zerreißen“: das dachte ich auch, aber überlege mal, wenn du einen Fehler findest, in einem Journal, wie würdest du diesen „einmelden“. Bei der Phalanx an Rechthabern und Möchtegern-„Nur-so-kann-es-gewesen-sein“-Typen gehst du schnell unter. Wer am lautesten schreit bzw. wer die meisten Leutchen hinter sich versammeln kann, bekommt am Ende recht. War schon in der Antike so. Ist heute nicht anders 😉

  12. Michael Horak Freitag, 8 Juli, 2011 um 22:01

    Ich kann leider keine genaue Angabe finden, aber in den 151 Minuten sollen es auf jeden Fall hunderte Fotos gewesen sein, keine Ahnung auch, wie viele Bilder die Filme der Hasselblad 500 EL machen hat können. Wäre auch nur jedes 10. Foto was geworden, würde das passen.

    Wg Kritik an Papers usw: selbstverständlich!
    Journals geben bekannt, wenn sie Papers zurückziehen (das ist für die Karrieren der beteiligten Wissenschaftler denkbar unangenehm) und oft wird kommt es auf großen Blogplattformen wie F1000 oder nature (in letzter Zeit aber auch auf Scienceblogs & Scilogs) tatsächlich zu Wortgefechten zwischen den Autoren & Kritikern. (zB dieses Bakterium, das angeblich Arsen in die DNA einbauen kann statt Phosphor). Auf sachlicher Ebene ist es egal wie laut geschrien ist, man geht unter, wenn man keine Argumente vorbringen kann.

  13. Martin Schwarz Samstag, 9 Juli, 2011 um 1:10

    Ich bin einfach Skeptiker.
    Vom Mond gibt es Bilder der Landefähre mit völlig intakter Staubstruktur darunter. Sämtliche wissenschaftliche Zeichnungen aus der Zeit vor den Landungen gingen von einem strahlenförmigen, flachen Krater aus.
    Die Wasserungen waren extrem genau. Eigentlich hatten die USA irrwitziges Glück, daß dabei keines der in der Nähe wartenden Kriegsschiffe getroffen wurde. Die mittlere Abweichung bei einem steuerlosen Flugobjekt im freien Fall aus dieser Höhe liegt etwa bei 300 Kilometern, weshalb man ja auch Meteoriteneinschläge nicht vorausberechnen kann. Aus irgendwelchen Gründen wurde die geforderte Genauigkeit genau rechtzeitig mit Beginn des bemannten Programms erreicht.
    911: immer noch hat mir niemand weder den zu geringen Kurvenradius der Flugzeuge erklären können noch die Möglichkeit der Handytelefonate ohne technische Voraussetzungen. Wäre ich ein Terrorist, würde ich den Jet von schräg oben ins Pentagon führen, denn ein Beinaheanflug von der Seite ist eigentlich praktisch unmöglich. Die veröffentlichten Erklärungen sind ganz einfach unbefriedigend.
    Mein Fazit: Jeder glaubt, was er glauben will.
    Noch eine kleine wahre Geschichte zur selektiven Wahrnehmung (glaubt es oder glaubt es nicht). Alter Tontechnikertrick: der Gast beschwert sich über die zu laute Musik, der Sänger hört sich nicht am Monitor. Ich weiss aber aus Erfahrung, dass alles ok ist. Zwei Möglichkeiten: 1. endlose und fruchtlose Diskussion, 2. ich habe einen unbenutzten aber hell mit sämtlichen verfügbaren Lämpchen leuchtenden und blinkenden Kanal. Ich drehe an ein, zwei Knöpfen und schon sagen alle, „super, gleich viel besser, ich hab’s ja gleich gesagt!“

  14. Michael Horak Samstag, 9 Juli, 2011 um 11:30

    Die Landekratergeschichte ist leicht erklärt: weniger Gravitation, weniger Abstoß notwendig, außerdem wurde mit Teleskopstangen gelandet. Anders wäre ein Landung auch nicht mit der vertikalen Düse möglich gewesen.
    Wer auch immer die „sämtliche wissenschaftliche Zeichnungen“ angefertigt hat, hat also entweder die Gravitation oder die quasi fehlende Atmosphäre falsch eingeschätzt, oder nicht die Daten der Konstrukteure gehabt. Einen minimalen Krater gab es aber nachweisbar eh, so sind auch die Steher eingestaubt.

    Der Splashdown war ziemlich genau in der mittleren Distanz zwischen Asien & USA, welche Kriegsschiffe waren dort 1969 noch stationiert &, auch wenn eine Abweichung von 300km (tatsächlich waren es deutlich unter 10km die man danebenlag) gewesen sein soll, kann ich mir, wenn ich das auf der Karte anschaue, nicht vorstellen, dass der Radius ws ausmachen hätte können (wir reden von einem 10.000 km großen Becken zwischen 2 Kontinenten, da sollte man schon irgendwo Platz für 300 km finden — die ohnehin nicht den offiziellen Berechnungen entsprechen)
    http://en.wikipedia.org/wiki/Splashdown_(spacecraft_landing)

    ad 9/11
    Kurvenradius vom Pentagon-Einschlag? Weiß jetzt nicht was du meinst, bzw so abwegig erscheint. Aber ja, Schräg drauf wär vermutlich besser gewesen, aber k.A. ob das Ding dann nicht abgeschlittert wäre (außer, wenn komplett vertikal, hätte sehr genau sein müssen)
    Telefonieren ist in der Höhe von jedem Flugzeug aus möglich. Das Problem ist bei Flügen ja nicht die Verbindungsmöglichkeit, sondern, dass bei größeren Höhen zu viele Verbindungen mit Masten aufgebaut werden & sich die Station bei bei der hohen Geschwindigkeit nicht auskennt. Weder Höhe noch Geschwindigkeit waren bei 9/11 das Problem. Es wäre außerdem hunderten Mitarbeitern möglich, diese Daten abzufragen.

    Um die Verschwörung untermauern zu können, muss man also die Gruppe von Leuten entführen (die DNA-Proben wurden auch unabhängig bestätigt), deren Handys haben (die aber eine Ortsänderung aufweisen) & paar Gespräche sehr genau imitieren & dann noch Flugzeugteile & Leichenteile so verstreuen, dass sie zur angeblichen Flugabwehr/Panzerabwehr-Einschlagstelle passen. Und keiner darf an der Mission irgendwo was falsch machen oder ausplaudern obwohl einige Firmen (Tel-Anbieter, DNA-Labors,…) beteiligt waren. Phuuuuu, ich weiß nicht recht 😉

  15. Pingback: Das Problem der Linken? Sie wollen rechts überholen. « richard k. breuer

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