Injektionen und andere Erfreulichkeiten für einen Kleinverleger

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Es sieht gut aus. Wobei, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Nichtsdestotrotz gehören die gegenwärtigen und zukünftigen Überlegungen aufs virtuelle Blogpapier gebracht. Sollten sich die Rahmenbedingungen ändern – wenn wir eines wissen, dann dieses: nur Veränderung sind sicher, sonst nichts – also, sollten sich die Rahmenbedingungen ohne mein Zutun zu meinen Ungunsten ändern, so werde ich es zur Kenntnis nehmen und meine Pläne neu überdenken. Aber im Moment, wie zuvor gesagt, sieht es gut aus. Okay. Was sind die erfreulichen Bullet-Points?

[!] Eine monetäre Injektion wird Münzen in die Verlegerkassa spülen und damit ist es nun möglich Madeleine als Taschenbuch zu veröffentlichen. Remember den Club der 99 ! Wer also noch gerne die Gelegenheit nutzen möchte, in einem Buch als Förderer mit Namen abgedruckt zu werden und sich so einen Platz im literarischen Olymp (oder wenigstens in den Nationalbibliotheken) sichern möchte, der hat noch die Gelegenheit. Zur Frankfurter Buchmesse sollte Madeleine das Licht der Welt erblicken. Aber nicht nur Madeleine, auch Rotkäppchen 2069 wird in einer neuen Auflage erscheinen. Farbbilder wird es freilich nicht mehr geben. Ich möchte aber mit dem Cartoonisten Gunther Ecki Eckert plaudern, ob es nicht möglich wäre, die bunten Cartoons aus dem Web herunterzuladen. Wer also möchte, kann sich demnach die Cartoons ausdrucken und einkleben. Ja, die Idee gefällt mir und erinnert an die damalige Kindersendung des ORF: Wer bastelt mit? 🙂

[!] Die Germanistin und Buchhändlerin Mila Becker ist ja eine »Breuer-Fanin« und lobt mein Œuvre in ihrer Buchhandlung in hellen Tönen. Ich sagte es bereits in mehreren Blog-Posts. Dass sie meine Bücher auch dem Vertreter eines großen Publikumsverlages ans Herz gelegt hat, soll nur zeigen, dass sie sich nicht zu Schade ist, sich mit einem Indie-Autorenverleger weit aus dem Fenster zu lehnen. Und vielleicht gelingt es mir auf diese Weise, den einen oder anderen zu überzeugen, dass man sich nicht schämen muss, die Texte eines Eigenverlegers wertzuschätzen. Als Wermutstropfen muss ich anführen, dass Mila Becker mit den Covers meiner Publikationen nicht sonderlich zufrieden ist (»Schwarzkopf ist überladen; die Tiret-Serie würde kein Kunde von selber in die Hand nehmen, wenn sie auf dem Büchertisch lägen«). Weiters moniert sie, dass mein virtuelles Auftreten zu abgehoben sei (»als hättest du das nötig«). Meine kritische Auseinandersetzung mit großen Publikumsverlagen findet sie nicht ausgewogen und unangebracht. Ich lasse das mal so stehen.

»Dann wäre noch der dritte Teil von Richard K. Breuers Romanen, die mit ihrerm historischen Wissen ebenso glänzen, wie der Sprachwitz funkelt und deren Dialoge ich um nichts in der Welt missen möchte, da sie richtig brilliant und sehr, sehr amüsant und ebenso bissig sind!« Mila Becker auf der Facebook Seite Stapel ungelesener Bücher.

[!] Die Wiener Bloggerin Evi T. hat sich nun endgültig der Indie-Autoren-Szene verschrieben und eröffnet in den nächsten Tagen einen Indiebook-Blog, der sich ausschließlich mit Autoren beschäftigt, die sich selbst verlegen oder in kleinen Verlagen ihr zu Hause gefunden haben. Hauptaugenmerk – aufgepasst – legt sie auf E-Books. Mit ihrem Galaxy Tab will sie die Spreu vom Weizen trennen. Ihr neuer Blog sieht sehr gut aus und ihre ersten Texte lassen erkennen, worum es ihr geht. Anhand von (gratis zu beziehenden) Leseproben will sie schon mal eine Vorauswahl treffen. Ich gehe davon aus, dass ihr Vorhaben auf großes Interesse stoßen wird und alsbald andere Literatur-Blogger auf den Zug aufspringen werden. Be prepared. Dass ich Evi T. diese Indie-Idee schmackhaft machte, will ich nicht verhehlen und hefte es mir stolz auf meine Fahne. Dass sie sich auch meiner Bücher annimmt ist nur die logische Konsequenz. Immerhin bin ich Indie-Autorenverleger. Wenn nicht ich, wer dann 😉

Schwarzkopf rezensierte sie bereits vor einem Jahr. Interessiert? Bitte sehr, hier lang: »Ein Gusto-Stückerl! Irrwitzig und irre witzig« link.

So. Ich denke, das war’s mal fürs Erste. Es gibt viel zu tun. Packen wir’s an.