richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Injektionen und andere Erfreulichkeiten für einen Kleinverleger

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Es sieht gut aus. Wobei, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Nichtsdestotrotz gehören die gegenwärtigen und zukünftigen Überlegungen aufs virtuelle Blogpapier gebracht. Sollten sich die Rahmenbedingungen ändern – wenn wir eines wissen, dann dieses: nur Veränderung sind sicher, sonst nichts – also, sollten sich die Rahmenbedingungen ohne mein Zutun zu meinen Ungunsten ändern, so werde ich es zur Kenntnis nehmen und meine Pläne neu überdenken. Aber im Moment, wie zuvor gesagt, sieht es gut aus. Okay. Was sind die erfreulichen Bullet-Points?

[!] Eine monetäre Injektion wird Münzen in die Verlegerkassa spülen und damit ist es nun möglich Madeleine als Taschenbuch zu veröffentlichen. Remember den Club der 99 ! Wer also noch gerne die Gelegenheit nutzen möchte, in einem Buch als Förderer mit Namen abgedruckt zu werden und sich so einen Platz im literarischen Olymp (oder wenigstens in den Nationalbibliotheken) sichern möchte, der hat noch die Gelegenheit. Zur Frankfurter Buchmesse sollte Madeleine das Licht der Welt erblicken. Aber nicht nur Madeleine, auch Rotkäppchen 2069 wird in einer neuen Auflage erscheinen. Farbbilder wird es freilich nicht mehr geben. Ich möchte aber mit dem Cartoonisten Gunther Ecki Eckert plaudern, ob es nicht möglich wäre, die bunten Cartoons aus dem Web herunterzuladen. Wer also möchte, kann sich demnach die Cartoons ausdrucken und einkleben. Ja, die Idee gefällt mir und erinnert an die damalige Kindersendung des ORF: Wer bastelt mit? 🙂

[!] Die Germanistin und Buchhändlerin Mila Becker ist ja eine »Breuer-Fanin« und lobt mein Œuvre in ihrer Buchhandlung in hellen Tönen. Ich sagte es bereits in mehreren Blog-Posts. Dass sie meine Bücher auch dem Vertreter eines großen Publikumsverlages ans Herz gelegt hat, soll nur zeigen, dass sie sich nicht zu Schade ist, sich mit einem Indie-Autorenverleger weit aus dem Fenster zu lehnen. Und vielleicht gelingt es mir auf diese Weise, den einen oder anderen zu überzeugen, dass man sich nicht schämen muss, die Texte eines Eigenverlegers wertzuschätzen. Als Wermutstropfen muss ich anführen, dass Mila Becker mit den Covers meiner Publikationen nicht sonderlich zufrieden ist (»Schwarzkopf ist überladen; die Tiret-Serie würde kein Kunde von selber in die Hand nehmen, wenn sie auf dem Büchertisch lägen«). Weiters moniert sie, dass mein virtuelles Auftreten zu abgehoben sei (»als hättest du das nötig«). Meine kritische Auseinandersetzung mit großen Publikumsverlagen findet sie nicht ausgewogen und unangebracht. Ich lasse das mal so stehen.

»Dann wäre noch der dritte Teil von Richard K. Breuers Romanen, die mit ihrerm historischen Wissen ebenso glänzen, wie der Sprachwitz funkelt und deren Dialoge ich um nichts in der Welt missen möchte, da sie richtig brilliant und sehr, sehr amüsant und ebenso bissig sind!« Mila Becker auf der Facebook Seite Stapel ungelesener Bücher.

[!] Die Wiener Bloggerin Evi T. hat sich nun endgültig der Indie-Autoren-Szene verschrieben und eröffnet in den nächsten Tagen einen Indiebook-Blog, der sich ausschließlich mit Autoren beschäftigt, die sich selbst verlegen oder in kleinen Verlagen ihr zu Hause gefunden haben. Hauptaugenmerk – aufgepasst – legt sie auf E-Books. Mit ihrem Galaxy Tab will sie die Spreu vom Weizen trennen. Ihr neuer Blog sieht sehr gut aus und ihre ersten Texte lassen erkennen, worum es ihr geht. Anhand von (gratis zu beziehenden) Leseproben will sie schon mal eine Vorauswahl treffen. Ich gehe davon aus, dass ihr Vorhaben auf großes Interesse stoßen wird und alsbald andere Literatur-Blogger auf den Zug aufspringen werden. Be prepared. Dass ich Evi T. diese Indie-Idee schmackhaft machte, will ich nicht verhehlen und hefte es mir stolz auf meine Fahne. Dass sie sich auch meiner Bücher annimmt ist nur die logische Konsequenz. Immerhin bin ich Indie-Autorenverleger. Wenn nicht ich, wer dann 😉

Schwarzkopf rezensierte sie bereits vor einem Jahr. Interessiert? Bitte sehr, hier lang: »Ein Gusto-Stückerl! Irrwitzig und irre witzig« link.

So. Ich denke, das war’s mal fürs Erste. Es gibt viel zu tun. Packen wir’s an.

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6 Antworten zu “Injektionen und andere Erfreulichkeiten für einen Kleinverleger

  1. indiebookblog Mittwoch, 3 August, 2011 um 9:49

    Soso, der werte Autor heftet sich wieder mal was auf die virtuelle Fahnenstange. Ich denke, da müssen wir nochmal drüber plaudern, wer da jetzt wem wieviel und was schmackhaft gemacht hat. 😉

    Aber es freut mich natürlich sehr, dass dir mein neuer Blog gefällt, vielen Dank!

    Hm, die Mila Becker bekrittelt also die Covers. Naja, beim „Schwarzi“ hat sie wohl ein kleines bisschen recht, zumindest was die Rückseite betrifft, die Zitate sind mir auch ein bissl zuviel. Aber von vorne sieht er einwandfrei aus. Und von der Seite auch. Würd ich mir kaufen, wenn ich ihn nicht schon hätte.
    Und wenn man mit der Lektüre fertig ist, und es schade findet, dass das Buch schon aus ist, kann man wenigstens das aufklappbare Cover noch von vorne bis hinten durchlesen. 😉

    Das hat mir übrigens auch bei „Tiret“ gut gefallen, dass im Buch noch so viel „anderes Zeug“ drinnen steht, außerhalb der Geschichte und trotzdem irgendwie dazugehörig. Macht Spaß. Mir zumindest. Ist aber vielleicht auch nicht jedermanns Sache.
    Ah, aber das war ja gar nicht Thema – das Design der Tiret-Serie gefällt mir persönlich wirklich sehr gut. Ehrlich. Das sieht künstlerisch aus, poetisch, und nicht so marktschreierisch. Aber das ist vielleicht der Grund, warum Frau Becker meint, da würden die Kunden nicht freiwillig hingreifen. Wollen die Leute heut nur mehr nackte Frauen und/oder Blutspritzer am Cover? Tja…

    Und was dein abgehobenes virtuelles Auftreten anbelangt *lol*, dazu sag ich jetzt mal nix. Is besser so…

    Beste Grüße von der Leserin!

    • Richard K. Breuer Mittwoch, 3 August, 2011 um 10:10

      Vermutlich grübeln die Leutchen bereits, ob sich hinter „indiebookblog“ und Evi T. das alter Ego von Richard K. Breuer versteckt. Haha. Wenn es so einfach wäre, in die Haut einer bloggenden Vielleserin mit astrologischem Hintergrundwissen (Ist’s mein Merkur, der mich so spitzfindig werden lässt?) zu schlüpfen, dann hätte ich das schon gemacht. Wirklich.

      Merci für die Lobeshymnen, meine liebe Evi. Und ja, ich hab dir die Sache schmackhaft gemacht. Beweise habe ich jetzt keine, aber, naja, irgendwo in den Tiefen deines Zwillingsleiden-Blogs könnte sich ein Kommentar finden, wo ich davon leise gesprochen habe. Vielleicht ne Andeutung? Wenigstens ne kleine? Hm. Okay, vielleicht hatten wir beide die selbe/gleiche Idee? Soll ja vorkommen, so von Zwilling zu Zwilling.

      „Nackte Frauen und Blutspritzer“ am Cover, yep, das tät mir auch gefallen. Ist leider so schwer, attraktive Modelle zu finden, die sich ablichten lassen wollen. Aber ich gebe nicht auf. Wär ja gelacht. Immerhin geht es um Literatür!

      Gut. gut. Message angekommen. Ich versuche meine Überheblichkeit zu zügeln. Huh. Ganz schön schwer. Es scheint, als würde da ein inneres Pferd mit mir durchgehen. Hengst ist’s freilich keiner. Eher ne Stute. Und die sollen ja bissig sein. Angeblich.

      Dein indiedingsbumsblog ist sehr ansprechend gestaltet, by the way. Respekt. Jetzt muss ich nur noch den John Locke in den Shadow stellen und schon bin ich ein gemachter Mann mit ner Stute im Stall. Bitte das sprichwörtlich zu nehmen 🙂

  2. indiebookblog Mittwoch, 3 August, 2011 um 10:24

    Hahaha, ich lach mich tot! Der Breuer ist schon ein lustiger Kerl.
    Du und ich ein und dieselbe Person – was für eine grandiose Vorstellung! Sowas kann ja wirklich nur einem verqueren Dichterhirn einfallen.
    Dabei – wenn wir zwei mal im „richtigen“ Leben aufeinander treffen würden, da hätten wir wohl kaum Platz auf einer Couch. Zwei Zwillinge sind ja mindestens 4 Persönlichkeiten. Das könnte ganz schön eng werden. *lach*
    Vor allem wenn einer der beiden auch noch seine durchgehenden Pferde mitbringt…

    Und die Bezeichnung „indiedingsbumsblog“ möcht ich mir verbeten haben, gell? Da wird nicht gedingst. Und gebumst schon gar nicht. Da wird – halbwegs seriös, und vielleicht manchmal mit einem zwinkernden Auge – Indie-Literatur besprochen.

    Sodale. Weiterarbeiten!

    • Richard K. Breuer Mittwoch, 3 August, 2011 um 11:16

      Okay. Wir halten fest: Couch. Ganz eng. Durchgehende Pferde. Verqueres Dichterhirn. Grandiose Vorstellung. Gedingst. Gebumst.

      Daraus könnte man sicherlich eine Kurzgeschichte verfassen, die einem die Röte ins Gesicht klatscht. Na, du weißt ja, was ich meine, du hast dahingehend ja genügend Erfahrung. Also, mit der expliziten Literatür.

      So! Jetzt weiterarbeiten.
      [ist’s noch nicht Zeit fürs Mittagessen?]

  3. Marcel Winkel Mittwoch, 3 August, 2011 um 10:45

    Mönsch Richard! Laß dich von dieser Mila bloß nicht verbiegen!!! Klar scheint das Cover von Schwarzkopf auf den ersten Blick überladen, aber das paßt sowas von gut zum Inhalt. Es ist ein ungewöhnliches Buch und das kann man ruhig von außen sehen. Jawoll!!!

    Daß das Cover von Tiret den Käufer nicht anzieht, kann ich ebenfalls nicht verstehen. Ich finde das Design der Serie sehr gelungen. Auch wieder etwas ungewöhnlich, aber auch wieder dem Inhalt entsprechend.

    Schade finde ich, daß Rotkäppchen in der Neuauflage wohl ohne Bilder auskommen muß, aber vielleicht ist die Bastelarbeit ja auch nicht schlecht. Hmm, wo ich so drüber nachdenke: der Leser baut sich sein Buch selbst zusammen, das hat doch was. 😉

    • Richard K. Breuer Mittwoch, 3 August, 2011 um 11:13

      Aha. Soll mal einer sagen, dass es nur Weibsvolk ist, das sich mit Literatür beschäftigt. Freut mich, Marcel, dass du gleich mal Partei für mich, respektive den Covers, ergreifst. Überladen mögen ja nicht alle Leute. Gilt freilich auch für den Inhalt 😉

      Also, die Bilder sind schon in Rotkäppchen 2069 zu finden, aber eben nur Schwarzweiß und auf normalem Werkpapier, nicht mehr Hochglanz. Das „bunte“ Taschenbuch als Kleinauflage für € 21,90 anzubieten, naja, der Preis ist für viele potenziellen Käufer schon recht happig. Ich werde mal mit meiner Druckerei reden, vielleicht ist Farbe ja schon günstiger zu haben. Aber das Basteln tät mir gefallen 😉

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