Eine Sackgasse in Penly

Sowas. Gestern das (erste) Ende von Penly überarbeitet. Sehr emotional. Hier, auf Seite 296, könnte man schon ausblenden und das Buch zuklappen. Weil es gar so stimmig rund ist. Aber das Leben meiner Protagonisten ist bekanntlich kein Kindergeburtstag. In Anlehnung an den Marquis, heißt es dann: Man muss mit kalter Feder schreiben, um die Herzen der Leser zu rühren. Jedenfalls, in der ersten Fassung lässt man zwei Charaktere am Leben und ist zufrieden. Doch jetzt, bei der Überarbeitung, stellt man fest, dass man sich dadurch in eine erzählerische Sackgasse manövriert hat, aus der man nicht mehr herauskommt, weil es kann nur einen geben – in Anlehnung an Highlander. Gewiss, man könnte als Schriftsteller Kniffe und Tricks anwenden, um zu begründen, was sich de facto nicht begründen lässt. Also gut, sagte ich mir, dann wird wohl einer der beiden ins Gras beißen müssen. Tja. So schnell werden die Würfel gerollt und Entscheidungen gefällt, auch wenn es viel Arbeit bedeutet. Und das bei subtropischen Temperaturen, hier, in Wien.