richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Verschwörung? Nein, nein, nur Lug, Betrug und Korruption.

Seit Monaten behandle ich die Social Media Welt sehr stiefmütterlich, eher passiv und zurückhaltend. Warum? Sagen wir, es ist einfach aus der Überforderung entstanden. Ich wollte im allergrößten Zeitdruck an meinem Con$piracy-Buch arbeiten und konnte daher keinerlei Ablenkung gebrauchen. Anfänglich habe ich mich ein wenig mit einem schlechten Gewissen geplagt, weil es doch um persönliche Beziehungen geht, die da mit einmal brach liegen. Andererseits, der allergrößte Teil von Social Media Aktivitäten verschwimmt in einer seltsam undurchsichtigen Kommunikationssuppe. Ehe man sich versieht, stapft man in den Schuhen eines Chefredakteurs, der eine Schlagzeile für die nächste Ausgabe seiner Zeitung verzweifelt sucht und dabei immer die Konkurrenz im Auge behält. Gewiss, es könnte auch ganz anders sein. Und vielleicht ist es das auch.

Über das Thema Verschwörung ist nicht gut plaudern. Zu viel ist darüber gesagt und geschrieben worden, der gewöhnliche Bürger zuckt nur noch mit der Schulter. Ich habe es auch getan. Und würde es weiterhin tun, hätte ich nicht die letzten Monate intensivst in vergangenen Ereignissen gestöbert und verwunderliche Erkenntnisse zu Tage gefördert. Heute bin ich um viele Einsichten reicher, aber ich gehe davon aus, dass ich nur den Bruchteil eines Bruchteils kenne, wiewohl sicherlich hundert Mal mehr als der gewöhnliche Bürger, der von jungen Jahren bereits ver-konditioniert wurde. Die Propaganda, manchmal subtil, manchmal plakativ, manchmal unterschwellig, manchmal vordergründig, die Propaganda frisst sich ihren Weg in unser Unbewusstes. Nicht nur in unseres. In die Masse der Bürger. Darin liegt nämlich die Macht der Propaganda. Dass es in der Masse der ver-konditionierten Bürger immer welche geben wird, die eine vermeintliche Wahrheit verteidigen – im besten Glauben, das Richtige zu tun.

Ich habe noch keine einfache Möglichkeit gefunden, jemanden innerhalb von kurzer Zeit – sei es in einem Gespräch, sei es in einem Blog-Beitrag – auf den Irrsinn aufmerksam zu machen, ohne selbst irrsinnig zu wirken. Hin und wieder, wenn ich mich so reden oder schreiben höre, mich in die Gedankenwelt eines gewöhnlich unbedarften Bürgers begebe, dann muss ich leider bemerken, dass mein Ansinnen – Lug, Betrug und Korruption zu entlarven – zum Scheitern verurteilt ist. Weil der gewöhnliche Bürger in Institutionen, sei es Regierung, Opposition, Exekutive, Justiz, Presse usw., vertrauen möchte. Was wäre es nur für eine  brüchige Welt, hätten die Bürger dieser Welt kein Vertrauen mehr in die Säulen der Gesellschaftsordnung?

Hier eine (unvollständige) Liste all jener historischen Ereignisse, die meiner Meinung nach einer genaueren Untersuchung bedürfen, bzw. im Lichte einer breiten Öffentlichkeit diskutiert werden sollten.

1900 – 1914
Konzentration der europäischen Finanzmächte in den USA; geheime Absprachen 1910 zwischen Bankiers und Politiker, um die amerikanische Zentralbank zu gründen, die im Dezember 1913 gesetzlich verankert wurde: Federal Reserve System. Ist es Zufall, dass ein Jahr später ein Weltkrieg ausbricht, der wiederum immense Geldmittel erforderte, die nur eine weltweite Finanzmacht bereitstellen konnte? Die Auswirkungen dieser ungehörigen Geldkonzentration in den Händen einiger weniger Privatbankiers-Familien lähmen noch heute die Gesellschaft.

1914 – 1918
Gab es nicht bereits 1916 Friedensangebote der Deutschen gegenüber England? Warum wollte England diese nicht annehmen? Hoffte England, die USA in den Krieg hineinziehen zu können? War der Große Krieg nicht eine unglaubliche Profit-Maschine? Mehr als 21.000 neue Millionäre und Milliardäre entstanden durch Kriegsprofite allein in den USA.  Wer finanzierte den Sturz des russischen Zaren und die kommunistische Revolution im Jahr 1917? Kam das Geld nicht aus New York und Deutschland? Während das zaristische Russland politische Gegner nur verbannte oder exilierte, kannten die leninistischen und stalinistischen Kommissäre kein Pardon und exekutierten auf Teufel komm raus: Je mehr potenzielle Gegner unter der Erde lagen, desto besser. Die Details spare ich besser aus.

1919 – 1933
Was geschah im Deutschland der Nachkriegszeit? Wurde Deutschland in Versailles nicht über den Tisch gezogen? Wurden nicht gegebene Versprechen gebrochen? Wie kam es zu der Wirtschaftskrise? Zur Hyperinflation? Und wer profitierte im größten Maße von dieser Geld-Entwertung? Stand die Weimarer Republik nicht am Rande eines Bürgerkriegs? Gab es nicht eine Reihe von Terrormaßnahmen, die von Moskau finanziert wurden, die wiederum Geldmittel aus dem Ausland erhielten? Wer finanzierte den Aufstieg eines kleinen österreichischen Kerls zum ersten Mann im deutschen Staat? War es nicht ein globales Industrie-Konsortium? Kam das Geld nicht auch aus New York?

1933 – 1945
Wir wissen alles über die Deutsche Propaganda. Aber wir wissen so gut wie nichts über die Propaganda-Maßnahmen der Alliierten, die bereits während des Krieges und noch Jahre danach erfolgreich durchgeführt wurden. War General Eisenhower nicht Chef der US-Psychologischen Kriegsführung? War General Patton nicht ein – für das Establishment – unangenehmer Zeitgenosse, der sich kein Blatt vor den Mund nahm und seinen ehemaligen Feinden Lob zollte? Und sollte es einen wirklich verwundern, dass der eine General 1953 Präsident der Vereinigten Staaten, der andere General noch im Dezember 1945 vom Kühlergrill eines LKWs gekratzt wurde?

Warum hört man noch immer, dass der Abwurf der Atombombe über Hiroshima und Nagasaki die Japaner kapitulieren ließ, während es bereits Monate vorher Ansuchen der japanischen Regierung um Friedensverhandlungen über Moskau gab? Warum wurden diese beiden japanischen Städte von konventionellen US-Bombenangriffen verschont, während andere in Schutt und Asche gelegt wurden? Kein anderes Land zu jener Zeit hätte die finanziellen wie logistischen und geistigen Mittel besessen, das Atomprogramm durchzuführen, trotzdem ließ man die amerikanischen Regierung im Glauben, die Achsenmächte wären dazu in der Lage.

Gräueltaten und Massenexekutionen gab es an allen Fronten und wurden von allen Parteien – hüben wie drüben – ausgeführt. Den medialen und politischen Fokus nur auf eine Partei zu legen, um die Chimäre von Gut gegen Böse zu propagieren und in den Köpfen der Bevölkerungen zu installieren, zeigt, dass es möglich war und möglich ist, von den eigenen bösen Taten abzulenken und seine Hände in Unschuld zu waschen. Nur dadurch ist es erklärbar, dass es noch immer gerechte Kriege gibt, die neue Millionäre und Milliardäre ins Paradies und unschuldigen Menschen in die Hölle stößt.

Der Geheimdienst CIA entstand 1947 aus dem Militärgeheimdienst OSS, der während des 2. Weltkriegs gegründet wurde. Präsident Truman bedauerte im Nachhinein, den CIA ins Leben gerufen zu haben. Dass einer der Begründer des CIA, der spätere Verteidigungsminister Jim Forrestal, im März 1949 aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurücktreten musste und sich keine zwei Monate später aus dem Fenster einer Militärklinik stürzte, sei nur am Rande erwähnt.

1946 – 1989
Warum wurde nach dem Zweiten Weltkrieg die kommunistische Partei unter Mao Zedong von der US Regierung unterstützt und nicht die nationalistische Partei unter Chiang Kai-shek? Wie kommt es, dass im Jahre 1973 der amerikanische Elitist Rockefeller in der New York Times schreiben darf, dass das »soziale Experiment in China unter dem Vorsitzenden Mao ein wichtiges und erfolgreiches in der Geschichte der Menschheit sei«, wenn man wissen hätte müssen, dass in der Volksrepublik nicht alles Gold ist, was glänzt. Vorsichtigen Schätzungen zufolge dürfte die Herrschaft Maos zwischen 1949 und 1975 rund 40 Millionen Menschen das Leben gekostet haben. Stalin kommt hier gerade einmal auf die Hälfte.

Kalter Krieg. Die Industrie der UdSSR war maßgeblich Abhängig von westlichem Knowhow und Industrie-Importen; Der englische Historiker Antony C. Sutton kam nach eingehender Recherche zum Schluss, dass es de facto keinen Kalten Krieg gab, sondern die UdSSR nur mit westlicher und vor allem US-Hilfe überhaupt bestehen konnte. Dass es 1983 eine Kopie des Apple II mit dem Namen Agatha in Moskau gab, sei kurz angemerkt.

Das Raumfahrtprogramm, sowohl der UdSSR und der USA, war maßgeblich eine vergrößerte Kopie der Raketen-Entwicklung der Deutschen Wehrmacht, unter Aufsicht von Wernher von Braun, im Zweiten Weltkrieg. Das sowjetische Sojus-Raketen-Programm wäre, laut Sutton, ohne Hilfe der USA gar nicht möglich gewesen. Der russische Docking-Mechanismus sei eine genaue Kopie des amerikanischen Docking Mechanismus, schreibt Sutton.

Ist also Kommunismus und Kapitalismus tatsächlich so grundverschieden? Oder geht es nicht in beiden Wirtschaftssystemen um Machtkonzentration und Eindämmung der individuellen Freiheit? Man sehe sich nur die gegenwärtige Gesetzeslage in den USA an, wo es bereits möglich ist, nach Ermessen der Obrigkeit verdächtige Bürger festzunehmen und wegzusperren, ohne dass diese ein Anrecht auf ein Gerichtsverfahren hätten. Kennen wir solche Vorgehensweisen nicht von kommunistischen und diktatorischen Regimen? Und weiters müssen wir uns die Frage stellen, warum ein amerikanischer Bürger, Politiker, Wissenschaftler, Geschäftsmann oder Bankier Geschäfte mit einem kommunistischen Regime machen sollte, wenn er doch Angst vor der Roten Gefahr haben hätte müssen. Wie kann es also sein, dass ein amerikanischer Bürger, mit all seinen Freiheiten und dem American Way of Live-Denken, warum so einer dem Ostblock Knowhow und Material zur Verfügung stellt? Kann es sein, dass eine mögliche Antwort darauf so politisch brisant ist, dass man Gefahr läuft, verhaftet zu werden, wenn man darüber auch nur zu denken wagt?

Warum wurde der Vietnam-Krieg durch ein inszeniertes Ereignis ausgelöst? Warum wurde das US Militär instruiert, wichtige Versorgungs- und Nachschubwege des Vietkongs nicht anzugreifen? Warum bombardierte man die Nachbarstaaten – ohne Kriegserklärung – in die Steinzeit zurück?

Welchen Einfluss hat(te) die Gruppe Council on Foreign Relations auf die Außenpolitik der USA, wenn in ihrer Mitgliederliste Politiker auftauchen wie Henry Kissinger, Bill Clinton, George H. W. Bush, Jimmy Carter, Dick Cheney, Joe Biden, Michael Bloomberg (Bürgermeister von New York City), Hillary Clinton usw. und so fort? Sollte man vielleicht vermerken, dass diese freundliche Organisation mit Finanzmittel der Bank-Elite ausgestattet wurde?

Warum wird noch immer das Märchen über die Ermordung von Präsident John F. Kennedy medial verbreitet, er sei von einem Einzeltäter aus dem Amt geschossen worden? Wenn dem so wäre, warum werden dann Beweismittel und Akten darüber für über 70 Jahre unter Verschluss gehalten? Kann es die Staatssicherheit gefährden? Wenn es ein Einzeltäter war, warum wurde dann keine kriminalistische Untersuchung am Tatort angestellt, sondern eine (politische) Kommission installiert? Warum wurde die Leiche des Präsidenten vor der Obduktion maßgeblich verändert? Warum wurde die offizielle Obduktion von einer Person durchgeführt, die dahingehend keine Erfahrungen hatte und alle Aufzeichnungen verbrannte? Und so weiter und so fort.

1989 – Gegenwart
Warum gab die US Regierung Saddam Hussein grünes Licht (bzw. zuckte nur mit der Schulter, als sie von der Absicht erfuhr), um Kuwait anzugreifen? Nach Angabe eines Informanten wurde der erste Anschlag 1993 auf das World Trade Center mit Bombenmaterial durchgeführt, welches vom FBI bereitgestellt wurde. Warum gingen die Behörden dieser Behauptung nicht nach? Der Anschlag von 1995 auf ein Bürogebäude in Oklahoma City wird einem Einzeltäter angerechnet, obwohl es Hinweise gibt, dass er nicht allein gehandelt haben soll. Die eidesstattliche Erklärung eines Mithelfers spricht davon, dass der Täter dem US Militärdienst angehörte. Ein Untersuchungsausschuss des US Kongresses, Jahre nach der Hinrichtung des Täters, kommt zum Ergebnis, dass es noch immer offene Fragen zu diesem Anschlag gibt und dass der Ausschuss von der Justiz und der Staatsanwaltschaft in den Ermittlungen behindert wurde. Warum?

Obwohl die Geheimdienste der USA, Israels, Deutschlands und England wussten, dass Irak keine Möglichkeit hatte, Waffenvernichtungswaffen (WMD) herzustellen, erzählte Verteidigungsminister Powell vor der UN Versammlung, dass es »Beweise« dafür gäbe. Warum? Die Beweise wurden freilich nie erbracht. Genausowenig die Verbindung zwischen Osama bin Laden und dem Anschlag 9/11 – sogar das FBI räumte ein, keine Beweise dahingehend zu haben. Ist es möglich, dass Osama bin Laden bereits Ende 2001, Anfang 2002 eines natürlichen Todes starb? Warum gab es keine offiziellen Fotos vom Leichnam, als er 2011 von einer US Spezialeinheit exekutiert wurde? Warum musste man ihn überhaupt »los werden?« Als angebliches Mastermind von terroristischen Organisationen hätte er doch wertvolle Informationen geben können, oder? Warum hat man seine Leiche den Haien verfüttert? Als Beweis gibt es nur die offizielle Verlautbarung der US Regierung. Betreten wir hier nicht bereits das Fahrwasser diktatorischer Regime, die alles und nichts verlautbaren können?

Warum darf die USA und ihre Verbündete in kriegerischen Konflikten Massenvernichtungswaffen wie Streubomben in zivilen Orten einsetzen? Die Auswirkungen von verschossener Munition, die mit Uran angereichert wurde (DU), auf die Zivilbevölkerung, werden geflissentlich in den Mainstream-Medien ausgeklammert. Warum? Frei nach dem Motto: Was gehen uns eventuelle Missgeburten und Erbgutschäden im Kriegsgebiet an, wir führen einen gerechten Krieg. Oder ist es nicht bereits der unterschwellige Versuch, eine Bevölkerung von der Landkarte zu tilgen? Warum darf Israel und ihre Besatzungs- und Siedlungspolitik in Palästina nicht kritisiert werden?

Warum erfahren die Bürger nichts über die weltweite Medienkonzentration? Warum wird sukzessive daran gearbeitet, die Freiheit des Internets einzuschränken? Warum werden Höchststrafen für Verbrechen ausgesprochen, die mit dem Bereitstellen von illegalen digitalen Kopien zu tun haben? Warum darf es eine behördliche Cyber-Polizei geben, die die technischen Mitteln hat, private PCs über das Internet auszuspionieren, Daten einzusehen, Daten zu verändern und Daten abzulegen? Könnte die Kooperation zwischen Google und dem NSA (US Nachrichtendienst) etwas zu bedeuten haben? Ist es nicht verwunderlich, dass das Internet/Worldwideweb primär in einem militärischen Thinktank gereift ist, inklusvie der Verwendung bewusstseinserweiterter Drogen? Warum erfahren wir so gut wie nichts über die militärischen Experimenten in Bezug auf Steuerung und Kontrolle des Unbewussten? Warum erhielten 2001 jene zwei Kongressabgeordnete Briefe mit Anthrax-Sporen, die sich gegen einen militärischen Intervention aussprachen? Wie kommt es, dass die Sporen auf ein US Militärlabor zurückgehen und man zum Ergebnis kommt, dass ein verrückter Wissenschaftler allein dafür verantwortlich ist? Wie kommt es, dass die Anschläge 2005 am 7/7 in London die Kopie einer Terrorübung waren, die just am selben Tag inszeniert wurden? Wie kommt es, dass ein ausländischer Politiker am Morgen des 7. Juli einen Anruf erhielt und man ihm sagte, er solle nicht das Hotel verlassen? Wie kommt es, dass am 11. September 2001 Angestellte einer Telekom-Firma am Morgen die SMS erhielten, nicht ins World Trade Center zu kommen? Warum möchte der Bürgermeister von New York City den Kauf von Geigerzähler einschränken? Was hat es mit einem kleinen Lieferwagen auf sich, der am 9. September 2001 sichergestellt wurde und dessen Bemalung die beiden World Trade Centers mit einem Passagier-Flugzeug zeigt? Wie kann es sein, dass am Nachmittag des 11. Septembers 2001 eines der stabilsten Bürohochhäuser der Welt – das World Trade Center 7 – innerhalb von wenigen Sekunden in sich zusammenfällt? Ursache: Feuer! Wie kommt es, dass Tage vor 9/11 an der Börse übermäßig Geschäfte getätigt wurden, die auf fallende Kurse jener beide Fluglinien setzten, die in späterer Folge zum Ziel der Terroristen wurden? Seltsam, dass niemand diesen verdächtigen Börsen-Transaktionen nachging. Genausowenig wie die Überweisung von $ 100.000, die einer der (vermeintlichen) Entführer vom pakistanischen Geheimdienstchef erhielt, der wiederum mit zwei hochrangigen US Politikern am Morgen des 9. September in Washington frühstückte.

2011 – Zukunft
Der mögliche amerikanische Präsidentschaftskanditat der Republikaner, Ron Paul, könnte vielleicht eine Wende bringen. Er spricht all jene Themen an, die bis dato ein Tabu in der US Politik darstellen. Kein Wunder, dass er von den Mainstream-Medien zuerst totgeschwiegen, ignoriert und lächerlich gemacht wurde. Dank einer großen Fan-Basis und nicht mehr zu vertuschenden Umfrage-Ergebnissen, können die Medien Ron Paul nicht mehr unter den Teppich kehren. Nun beginnt man, längst vergangene Leichen auszugraben und zieht alle Register, die ein korrupter Medienapparat zur Verfügung hat. Man muss nicht in allen Punkten mit Ron Paul übereinstimmen und es mag auch sein, dass er – analog wie Obama – nur eine Marionette ist, wichtig ist im Moment, dass Bewegung in eine lethargische Bevölkerung kommt. Gut möglich, dass ein Establishment nichts dagegen hat. Sollte Ron Paul wirklich gefährlich werden, ein Auto- oder Flugzeug-Unfall ist schnell gemacht. Oder es ist wieder einmal der verrückte Einzeltäter, der vor der Tat das Buch »Der Fänger im Roggen« kaufte. Wie immer man es auch dreht und wendet, das Hauptaugenmerk liegt auf den USA. Gelingt den Amerikaner eine politische und wirtschaftliche und gesellschaftliche Kehrtwende, dann besteht noch Hoffnung. Ansonsten steuern wir geradewegs in eine weltweite Plantage, in der es wenige Herren, aber viele Diener gibt.

Wirtschaft
Hätte ich nicht Paul C. Martins (nicht wieder aufgelegtes oder erweitertes) Buch Aufwärts ohne Ende gelesen, ich würde um viele Überlegungen ärmer sein. Martin spricht vom gegenwärtigen Wirtschaftssystem als Debitismus, da das System nur durch Aufnahme von Krediten am Leben erhalten werden kann bzw. dass das System von Beginn an nur mit Schulden funktionieren konnte. Martin sieht das Problem nicht unbedingt bei den Schulden, sondern bei der Überschuldung bzw. Aufschuldung. Mit anderen Worten: Damit eine Regierung eine älteren Anleihe tilgen und die Zinsen dafür bezahlen kann, nimmt sie weitere Schulden auf. Diese Aufschuldung führt am Ende zu einem Kollaps, weil es mathematisch nicht möglich ist, bis in alle Ewigkeit aufzuschulden. Dank der Zinseszinsformel wächst das verzinste Kapital exponentiell. Bei einer Verzinsung von, sagen wir 7 %, verdoppelt sich die Schuld alle 10 Jahre. Es beginnt mit 100 Millionen. Dann 200 Millionen. Dann 400 Millionen. Dann 800 Millionen. Dann 1600 Millionen. Dann 3200 Millionen. Dann 6400 Millionen. Dann 12800 Millionen. Dann 25600 Millionen. Dann 51200 Millionen. Dann 102400 Millionen und so weiter. Mit anderen Worten: hätte man 1950 100 Millionen aufgenommen, dann würde die Schuld inklusive Zinsen im Jahre 2010 rund 6,4 Milliarden ausmachen. ABER bereits zehn Jahre später, schwupp, 12,8 Milliarden!

Martin kommt zum Schluss, dass diese mathematische Aufschuldungssackgasse unweigerlich zu einem Zusammenbruch der Wirtschaft, evtl. der Gesellschaft führt – analog des Römischen Imperiums, das in der Tat eine horrende Kreditpolitik fuhr und ihre Schulden immer nur durch Plünderung ihrer eroberten Gebiete einigermaßen in den Griff bekommen konnte. War die Ausbeute aus ihren militärischen Unternehmungen gering, kam es immer wieder zu Wirtschaftskrisen, die zumeist mit Mord und Totschlag der reichen Gläubiger durch die mittellosen Schuldner gelöst wurden. Ich will damit keine Lösung anbieten, sondern nur feststellen, wie sich so eine Krise im Altertum darstellte. Kein Zuckerschlecken. Überhaupt stellt Martin fest, dass die Weltgeschichte durch den Debitismus, nicht durch aktive politische Einflussnahme, getrieben wird. Verständlich. Jeder, der merkt, dass Geld in der Kassa knapp wird, beginnt, allerlei Tricks und Kniffe anzuwenden, um sie zu füllen. Und falls auch das nichts hilft, bleibt am Ende nur noch Gewalt und Diebstahl, pardon, Feldzüge und humanitäre Hilfsmaßnahmen.

Wie immer man die Wirtschafts- und Fiskalpolitik der letzten hundert Jahre bewerten mag, die Zentralbankenlösung mit ihrem Debitismus hat mehr verheerende Kriege, Umweltzerstörung und menschlichen Größenwahn befördert, als jemals in der Geschichte der Menschheit zuvor. Einer Hand voll reicher Familien das Monopol auf die Geldschöpfung zu überlassen und diesen damit gesellschaftlichen und politischen Einfluss (Korruption) in einem noch nie dagewesenen Ausmaß zu erlauben, kann nur als Betrug und Kapitalverbrechen an der Menschheit gesehen werden. Beginnen wir endlich darüber zu sprechen!

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Eine Antwort zu “Verschwörung? Nein, nein, nur Lug, Betrug und Korruption.

  1. Sich.-Ing.J.Hensel Sonntag, 1 Januar, 2012 um 15:20

    Guten Tag, bitte lesen Sie meine zutreffenden Verschwörungstheorien z.B. zum Thema Scheinurteile.
    MfG.

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