richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Ausblicke in eine nahe Zukunft

Heute beginnt die Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Wenn alles klappt, werde ich wieder versuchen, die Spiele aus einer bloggenden Perspektive nachzubetrachten, so wie ich es schon bei der EM 2008 in Wien und der WM 2010 in Südafrika in aller Breite und Länge gemacht habe. Übrigens mit A. die Europameisterschaft am PC mittels der FIFA 2012 Erweiterung von EA gespielt. Am Ende setzte sich Tschechien klar gegen Spanien durch und wurde Europameister. Na, ist freilich nur ein Spiel. Leider kein gutes. Völlig überteuert. Und dass man zu zweit kein Turnier erstellen kann, also, was haben sich da die Spiele-Entwickler nur gedacht? Vermutlich gar nichts. Ich schätze, die Führungsriege hat ordentlich Druck gemacht, um die Software rechtzeitig fertigzustellen. Am Ende ist es wieder einmal der Konsument, der ziemlich blöd durch die Finger schaut. Freilich, man hätte es nicht kaufen müssen. Aber wenn wir immer auf diese Weise argumentieren, da wird man uns früher oder später den größten Dreck vorsetzen und dazu kühl lächelnd anmerken: Take it or leave it.

*

«Es ist meine Grundthese, dass der menschliche Verstand nicht dazu geeignet ist,
menschliche Sozialsystem zu verstehen.«
Jay Forrester
Behaviour of Social System (1971)

»Die Wirkungsweise unseres Wirtschaftssystems kann man überhaupt nicht
verstehen,wenn man nicht die Eigentümlichkeiten begriffen hat,
die das Geld mit sich bringt.«
Wilhelm Röpke
Die Lehre von der Wirtschaft (1937)

Die letzten Tage begonnen, am systemkritisch-konspirativen Sachbuch herumzutun. Gar nicht einfach, altes Geschreibsel mit neuem zu Verquicken. Weil alles so dicht verwoben ist, alles mit allem interagiert, verliere ich oft den Faden und die Lust, Ausführung auf Ausführung zu stapeln. Wenn ich also postuliere, dass GELD das größte Problem darstellt, dann ist es nur bedingt richtig – weil Geld per se weder gut noch schlecht ist. Wichtiger ist vielmehr, was wer mit Geld tut bzw. anderen antut. Weiters ist die Frage, woher das Geld kommt, wer es verteilt/ausgibt und wer letztendlich davon im höchsten Maße profitiert, zu beantworten. Aber will man die Zusammenhänge erklären, muss man unweigerlich in die Wirtschaftspolitik eintauchen, die wiederum äußerst politisch ist, aber vordergründig zumeist nichts mit Politikern zu tun hat. Und dann gibt es ja noch die Eigendynamik des Systems an sich – weil es sich so verhält, dass jedes System versucht, am Leben zu bleiben. Will man das System bekämpfen, hilft es nicht, irgendwelche Köpfe abzuschlagen – die wachsen doppelt so schnell nach und sind noch giftiger als wie jene zuvor. Mein vorläufiger Lösungsansatz sieht vor, dass man der System-Hydra die Lebensgrundlage entzieht – und die ist nun mal GELD. Im Gegensatz zum Menschen, dessen Lebensgrundlage keine Münzen, keine Scheine sind (auch wenn man es uns glauben machen möchte).

*

Also gut, kommen wir zu Handfesterem und zu den Breuerschen Herbstnovitäten, als da wären: Madeleine, Der Fetisch des Erik van der Rohe und Rotkäppchen 2069B.

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