EM 2012 – Spieltag 8 – SWE : ENG – Rule, Briannia …

Schweden : England 2:3

Tja. Dumm gelaufen. Die Schweden dürfen schon mal die Koffer packen. Für sie gibt’s im letzten Spiel nichts mehr zu holen. Derweil hatten sie es wirklich versucht. Sie ließen sich weder im ersten Spiel gegen die Ukraine, noch in diesem Spiel jemals hängen. Auch wenn der Schock des gegnerischen Führungstreffers ordentlich in die Knochen fuhr. Wie dem auch sei, die englische Nationalelf agierte einfach abgebrühter, nutzte ihre Chancen eiskalt und zog den Schweden den letzten Nerv.

Wie konnte die schwedische Hintermannschaft auch annehmen, dass der englische Stürmer Caroll, der schon mal in seiner Freizeit dem freundlichen Alkohol zusprach, bis es ihm vom Barhocker haute, dass dieser baumlange Stürmer in den zweiten Stock springt und wuchtig ins Tor köpft? Oder der kleine Walcott, der wenige Minuten nach seiner Einwechslung den Ausgleich machte – ein recht ungefährlicher Weitschuss, den der sonst so gute schwedische Torhüter Isaakson irgendwie passieren ließ. Und zu guter Letzt, in der Drangperiode der Schweden, scherzelte Welbeck mit der Ferse den Ball ins Tor. Schlapperlot. Ist es möglich, dass nicht nur den Franzosen (gegen die Ukraine), sondern auch den Engländern der Knopf aufgegangen ist? (»What? So einfach kann man ein Spiel gewinnen? Oh my god, wenn wir das gewusst hätten!«)

Freilich, die Engländer sind noch nicht fürs Viertelfinale qualifiziert. Noch müssen sie gegen die Ukraine bestehen, die sicherlich alles versuchen wird, hart am (Fan)Wind zu segeln. Ob es reicht, das englische Schlachtschiff zu versenken? Ich habe da so meine Zweifel. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Und Capitano Shevtchenko ist immer für eine vernichtende Breitseite gut. Also los, setzen wir die Segel!

 

EM 2012 – Spieltag 8 – UKR : FRA – Vom Regen in die Traufe

Ukraine : Frankreich 0:2

Na, das war mal ein ordentliches Unwetter, welches über dem Stadion, besser: über die Donbass Arena, niederging. Da wurde es stockdunkel, sintflutartige Regenfälle überschwemmten den Rasen und Blitze zuckten bedrohlich über den Köpfen der Spieler. Keine 5 Minuten dauerte gerade einmal das Spiel, dann unterbrach der Schiedsrichter die Partie. Eine Stunde später wurde sie wieder aufgenommen und man merkte, dass die Franzosen gewillt waren, nichts anbrennen zu lassen. Oui, oui.

Die Urkainer, tja, sie hatten nicht viel entgegenzusetzen gehabt, hin und wieder der Ansatz einer Chance – zumeist hatte da Shevtchenko (Sie können ihn natürlich auch Schewtschenko rufen) seine Beine im Spiel, aber die Hochkaräter verbuchten eindeutig die Franzosen für sich. Wäre der ukrainische Torhüter nicht in der Form seines Lebens gewesen, es hätte noch bitterer für die Fans der Ukraine kommen können. Aber die Chance für den Co-Gastgeber lebt weiterhin. Ein Sieg gegen die Engländer und schon scheint wieder die Sonne im Land.

Die Franzosen spielten gar nicht schlecht. Endlich konnten sie einmal ihre spielerische Überlegenheit über 90 Minuten zeigen. Gut möglich, dass ihnen jetzt der Knopf aufgegangen ist (»Eh? So einfach kann man ein Spiel gewinnen? Mon Dieu, wenn wir das gewusst hätten!«). Im nächsten Spiel bekommen es die Franzosen mit den bereits ausgeschiedenen Schweden zu tun, die eher verhalten kickten. Das sollte für Ribery & Co zu schaffen sein. Vive la France!