richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

September Morgen

Ja, der September zeigt, was wir schon längst wissen: Der Sommer ist vorbei. Nun beginnt wieder der Ernst des Lebens. Die Schonzeit, der kreative Müßiggang, sie sind vorbei. Die Ärmel gilt es jetzt aufzustricken.

Am Donnerstag die – vermeintlich – letzte Überarbeitung zu Conspiracy abgeschlossen, nach dem E. Fehler korrigierte und Holprigkeiten monierte. Also wurden einige Kapitel wieder hinausgekickt, neue Passagen eingefügt und das sachliche Geschreibsel ein weiteres Mal kritisch beäugt. Ja, ich habe das Projekt unterschätzt. Im Besonderen machte ich die Rechnung ohne den Wirt, will heißen: mein perfektionistischer Anspruch ist gerade für ein populäres Sachbuch äußerst hinderlich. Andererseits muss ich mir später nicht anhören, dass meine Fakten schlecht recherchiert wären. Das ist ja das Um und Auf für einen unbekannten Schreiberling, der sich mit konspirativen Themen herumschlägt. Die Seriösität seiner Quellen sind ausschlaggebend, ob der Leser das Geschriebene akzeptiert oder als Larifari abtut. Trotz all der vielen Überarbeitungen bin ich noch immer nicht glücklich und zufrieden.

Vor einer Woche bis in die frühen Morgenstunden über die Welt und wie sie funktioniert diskutiert. Dabei wieder bemerkt, dass es beinahe unmöglich scheint, den gewöhnlichen (Eltern-)Bürgern die Augen zu öffnen. Vielleicht brenne ich deshalb so sehr, das Buch unter das Volk zu werfen, im Glauben, dadurch etwas bewirken zu können. Gut möglich, dass die Sache zu einem Bumerang für mich wird – hin und wieder wird bekanntlich der Bote für die schlechten Nachrichten einen Kopf kürzer gemacht. So ist das. Andererseits, so wichtig sollte ich mich auch wieder nicht nehmen.

Der September hat es bekanntlich in sich. Aus verlegerischer Sicht gesprochen. Möchte ich doch Anfang Oktober die Frankfurter Buchmesse besuchen und in der Tasche meine neuen Bücher mitnehmen: MADELEINE und ERIK. Vielleicht RO2069B. Vielleicht CON$PIRACY. Hochtrabende Ziele, die im Social Media Umfeld besprochen werden müssen. Nebenbei werde ich mich um einen Personalausweis bemühen müssen. In Zeiten ständiger behördlicher Überwachungsorgien mag es sinnvoll sein, zu beweisen, dass man ein gewöhnlicher Bürger ist. In Deutschland genauso wie in Österreich. Eine neue Brille à la Woody Allen wäre natürlich auch sehr passend. Dann ist da noch das Spielemagazin, das nächste Woche in ein Layout gebracht werden muss. Und Ende November steht das Spielefest im Austria Center auf dem Programm. Und dann ist da noch so etwas wie Weihnachten, nicht? Damit ist das Jahr auch schon um. Gar nicht einfach, als Autorenverleger Zeit und Muße für neue Projekte zu finden, so man die Bizness-Chose ernst nimmt. Apropos. Ein neuer Folder muss jetzt auch mal wieder her.

Soviel mal dazu.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: