richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

16 Fußnoten in 14 Stunden

Zu guter Letzt noch dieser Blog-Post. Dann ist Schluss für heut. Rund 14 Stunden bin ich an den Fußnoten für Con$piracy gesessen und habe versucht, damit meine Ansichten abzudichten, will heißen, sie wasserdicht zu machen. Denn die größte Gefahr, die ein unbekannter Autor machen kann, der unbequeme Themen behandelt, ist, dass er seine – für Außenstehende sehr seltsam klingende –  Überlegungen ins Blaue abfeuert. Also braucht es eine Reihe von Persönlichkeiten, sei es in Politik oder Wissenschaft oder in den Medien, die als getreue Zeugen aufgerufen werden können. Aber leicht ist es wahrlich nicht, diese Zeugen zu finden.

Heute konnte ich folgende Zeugen in den Zeugenstand rufen:

Robin Cook, ehem. britischer Außenminister.
General Leonid Ivashov, ehem. Generalstabschef der Russischen Föderation.
James H. Billington, Fire in the Minds of Men: Origins of the Revolutionary Faith, 1999.
Flavius Josephus, antiker Historiker.
›Innsbrucker Zeitung‹ vom 6. November 1809.
Biophysiker / Biokynetiker Prof. Heinz von Foerster.
Mother Jones Artikel in der Ausgabe Sept./Okt. 2011.
Miklós Kun, Stalin: An Unknown Portrait, 2003.
AlterNet Artikel vom 9.10.2011.
Berliner Zeitung vom 29.02.2000.
bedingt »niveauvoll« Quelle in USA.
ABC News vom 16.02.2012.
US Außenministerium vom 19.01.2010.
Transkript der US-Kongressanhörung 27.01.2010.
Open Salon vom 3.2.2010.

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Ja, auf den ersten Blick fragt man sich, wie man an diesen Fußnoten mehr als einen halben Tag sitzen kann. Tja. Wenn man wüsste, wo diese zu finden sind, dann wäre alles um so viel einfacher. Aber manchmal braucht es viel Zeit, Gehirnschmalz und Glück, dass man die richtige Stelle in einem Konvolut unwesentlicher Daten findet. Eine Niederlage musste ich leider hinnehmen: Das Transkript einer US-Gerichtsverhandlung konnte ich beim besten Willen nicht ermitteln. Vielleicht ist es auch gar nicht online einsehbar, geht es doch um die »Staatssicherheit« der USA. Apropos. Im Moment lese ich John Mosiers »The Eastern Front, 1941 – 1945« und gleich zu Beginn eröffnet der US-Historiker das Buch mit dem Kapitel »Pseudo-Reality and the Soviet Union«. Ich denke, jeder, der sich mit den großen Ereignissen im 20. Jahrhundert beschäftigt, sollte sich das Kapitel zu aller erst zu Gemüte führen. Dann wird einem vielleicht mit einem Schlag klar, dass nichts ist wie es scheint – jedenfalls dann, wenn die Obrigkeit Mittel und Wege findet, Lüge in Wahrheit umzuformen. Oder wie es ein geflügelte Phrase in der Sowjet-Ära auf den Punkt bringt: »Er lügt wie ein Augenzeuge.« More to come!

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