richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Con$piracy: 160 Seiten später

Gut. Der Kaffee zeigt Wirkung. Dieser kreative Enthusiasmus, der einen an den Schreibtisch zwingt, lässt einen schon recht früh aus dem Bett steigen (niemand zwingt mich, niemand, der mit dem Wecker droht!). Ich kenne diese besondere Phase, die einen gedanklich sprühen lässt. Der geneigte Leser wird an dieser Stelle mit der Schulter zucken und den Beitrag wegklicken. Gewiss, er kann damit nichts anfangen. Für ihn, wenn man so will, ist er auch nicht geschrieben. Es ist die Erinnerung für den Autor, dass die Überarbeitung von Con$piracy sich in diesen Tagen bestens anfühlt. Freilich, es sind eine Vielzahl an Büchern im Postkasten gelegen – und es reicht, auch nur in das eine oder andere zu blättern und kurz einen Absatz zu lesen, um sofort ein Kribbeln im Kopf zu spüren. Gehörte dieses Zitat nicht an dieser Stelle eingefügt? Sollte ich vielleicht doch noch dieses Ereignis in aller Kürze beleuchten? Und ehe ich mich versehe, schreibe ich schon wieder Neues, füge ich erneut eine Passage, ein Zitat, eine Phrase, eine Rede hinzu, weil es nicht anders geht.

Mit hängender Zunge also den ersten Teil, etwa 160 Seiten, zu einem vorläufigen Ende gebracht. Über 60 Seiten wurden hinzugefügt. Deshalb dauert eine Überarbeitung hin und wieder lange, sehr lange. Weil ich darangehe, altes Geschreibsel zu löschen, neues zu schreiben. Etwa 200 Seiten liegen noch vor mir. Sie sollten leichter von der Hand gehen. Beziehen sie sich doch alle auf historische Ereignisse. Manche länger, manche kürzer zurückliegend. Schwieriger gestaltete sich die Einleitung und Einführung in das Buch. Beinahe verzweifelt. Schließlich doch noch einen Zugang gefunden. Zufrieden! Ja, es greift vieles ineinander. Immer, wenn ein Text, egal ob sachlich oder literarisch, erwachsen wirkt, dann bin ich am richtigen Weg, dann ist die Fertigstellung in greifbare Nähe gerückt. Man könnte auch sagen, dass ich jene Lücken schließe, die ich anfänglich offen gelassen habe. Nicht absichtlich, es gab von meiner Seite weder die Zeit, noch die Muße, noch die Idee, wie ich diese Löcher stopfen hätte können. Aber jedes Mal, wenn ich es richtig mache, kann ich die Leerräume füllen und diese Füllung ergibt mit dem Rest jenen reif und erwachsen wirkenden Text, den ich mir so erhoffe.

Ich tauche jetzt wieder ab.

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