richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Fearless oder Was machen meine 50 Trillionen Zellen eigentlich so?

Hin und wieder gibt es ein Aha-Erlebnis. Man erhält ein neues Puzzleteil und fügt es an andere an und plötzlich ergibt sich daraus ein Bild, das man vielleicht instinktiv geahnt, aber nicht vor einem liegen gesehen hat. Ich werde an dieser Stelle nur ein paar Informationen an den geschätzten Leser weitergeben, eventuell kann es dem einen oder anderen helfen, zu verstehen, wie unser Körper mit dem Bewussten und – vor allem – dem Unbewussten [subconcious] UND der Umwelt interagiert. Ich möchte auch nicht allzu sehr ins Detail gehen, weil ich weiß, dass Sie von klein auf „programmiert“ wurden und jede Information, die dieser Programmierung widerspricht, als „unwissenschaftlich“, „blödsinnig“, „esoterisch“ usw. abtun. Ich erinnere mich, vor vielen, vielen Jahren, dass es eine öffentliche „Diskussion“ über „Wunderheiler“ gab, die man vor Gericht stellte bzw. an den medialen Pranger. Ich kann mich jedoch nicht entsinnen, dass man in dieser Diskussion auch über den Placebo-Effekt gesprochen hätte. Keiner versteht, wie dieser Effekt funktioniert, er ist sozusagen ein wissenschaftliches Mysterium. Eine mögliche „Enträtselung“ dieses Mysteriums bietet uns der Zellularbiologe Dr. Bruce H. Lipton an. Seine profunden [wissenschaftlichen!] Erkenntnissen (Biology of Belief) bringen Licht ins Dunkle, ja, mit einmal versteht man, was es mit dem Heilungsprozess auf sich hat und warum Gedanken und Einstellungen einen Krankheitsverlauf verbessern bzw. verschlechtern, je nach dem, wie die Programmierung des Unbewussten einwirkt. Wie dem auch sei, der springende Punkt ist, dass der Film FEARLESS (imdb) die Überlegungen und Erkenntnisse von Bruce Lipton recht unterhaltsam eingearbeitet hat. Damals, im Jahr 1993, als ich mich im Hamsterrad der Zivilisation befand, konnte ich unmöglich die tiefere Bedeutung verstehen. Heute, zwanzig Jahre später, außerhalb des Hamsterrades und mit einem Rucksack an neuen Ideen, Gedanken und Informationen, beginnt sich in meinem Kopf eine Wirklichkeit abzuzeichnen, die mit jener aus der Vergangenheit nichts gemein hat und dieser sogar konträr gegenübersteht. Ich denke, es geht gar nicht so sehr darum, DIE Wahrheit herauszufinden – was vermutlich gar nicht möglich ist -, sondern vielmehr darum, DIE Programmierung in seinem Kopf zu entlarven und die „Filter der Wahrnehmung“ zu ändern. Jetzt habe ich aber schon zu viel gesagt. Am besten, Sie hören sich die launigen Vorträge von Dr. Bruce Lipton an.

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Eine Antwort zu “Fearless oder Was machen meine 50 Trillionen Zellen eigentlich so?

  1. zip Sonntag, 25 August, 2013 um 1:33

    Ich sach‘ ma‘ so:

    man muss nicht jeden eso-quatsch mitmachen, der noch dazu auf einer wissenschaft der angst fußt. Mit „wissenschaft der angst“ bezeichne ich vor allem die kognitiven wissenschaften, die das vorhandesein unserer gefühle und befindlichkeiten ausblenden. Möglicherweise weil sie angst vor den gefühlen und den ihnen zugrunde liegenden erlebnissen haben. Lipton ist in der tradition der kognitiven wissenschaften. Er spricht von „beliefs“, vorstellungen, ist dadurch in bester behavioristischer tradition und blendet aus, dass dass 99,9% unseres erlebens, befindens und verhaltens durch gefühle gesteuert werden. Und die sind leider sehr viel mächtiger als unsere „beliefs“, weil sie diese erst gestalten. Ich empfehle die lektüre von „affective neuroscience“ von jaap panksepp.

    Aber es ist grundsätzlich schon richtig: der weg raus aus diesem gefängnisplaneten führt nach innen.

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