richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

WM2014: Tag #1

Die WM 2014 in Brasilien hat also endlich begonnen. Schauen wir mal, was sie – neben der neuen Torlinientechnologie – bringen wird. Anmerken möchte ich an dieser Stelle, dass ich noch nicht auf Temperatur bin, in Bezug auf das WM-Fieber. Vielleicht hat es damit zu tun, dass mir die „Brot-und-Spiele“-Thematik der sportlichen Großereignisse genauso wie die Korruption der Funktionäre und Verbände zu sehr im Hinterkopf herumspukt. Kurz und gut: Ich habe die rote Pille geschluckt.

Brasilien : Kroatien  3 : 1

Das kroatische Pearl Harbor! Ich schreiben diesen Beitrag nach dem zweiten Spieltag, somit kann ich bereits auf drei weitere Spiele zurück- bzw. vorgreifen. So war die Fehlentscheidung des japanischen Schiedsrichters – lieber einen (unberechtigten) Elfmeter mehr für die Brasilianer pfeifen als einen zu wenig – nicht die Ausnahme, sondern wohl eher die Regel. Gut möglich, dass es im Zusammenhang mit dem Vollmond zu sehen ist – und fiel der zweite Spieltag nicht auf einen Freitag, den 13.?

Wie dem auch sei. Das kakanische Team Kroatien gebührt Applaus und Respekt. Vor allem deshalb, weil sie sich nicht aufgaben, weil sie zu kämpfen und spielen wussten. Gegen den Hausherren. Gegen Brasilien. Als Österreicher ist man es gewohnt, dass es am Ende heißt: gut gespielt, trotzdem verloren (vermutlich das heimliche Credo der Habsburgmonarchie). Kroatien hätte sich einen Punkt verdient. Da ihre Niederlage durch widrige (Schiedsrichter-)Umstände herbeigeführt wurde, dürften sie für das nächste Spiel – gegen Kamerun – bestens motiviert sein. Sehr gut. Und das Team von Brasilien, hm, ja, was ist über den (vermeintlichen) Favoriten zu sagen? Sie überzeugten nicht. Zu nervös. Zu unsicher. Zu verhalten. Zu glücklich. Gewiss, das erste Spiel darf  nicht als Maßstab gelten, muss doch der Erwartungsdruck schwer auf den Schultern von Naymar & Co gelegen haben. Warten wir mit unserer Einschätzung auf das zweite Spiel, das sie gegen siegreiche Mexikaner zu bestreiten haben. Bemerkenswert, dass einer der Brasilianer bereits nach 85 Minuten mit einem Krampf darniederlag. Kein gutes Zeichen. Nicht am ersten Spieltag. Kondition und Konzentration sind das Um und Auf in einem Turnier. Schlag nach bei Deutschland, die wissen bekanntlich wie’s geht. Am Montag, 16.06., werden wir uns davon überzeugen dürfen.

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